Von der Frau in Wehen

In den letzten Stunden vor seinem Leiden bereitet Jesus seine Jünger auf eine Zeit vor, die ihr Vertrauen zutiefst erschüttern wird. Bald werden sie erleben, wie ihr Meister verhaftet, verurteilt und gekreuzigt wird. Alles, worauf sie ihre Hoffnung gesetzt haben, scheint zusammenzubrechen. Freude wird sich in Trauer verwandeln, Gewisshei…

Eine kleine Weile

Johannes 16,16–18 – „16 Über ein Kleines, und ihr schauet mich nicht, und wiederum über ein Kleines, und ihr werdet mich sehen [weil ich zum Vater hingehe]. 17 Es sprachen nun etliche von seinen Jüngern zueinander: Was ist dies, das er zu uns sagt: Über ein Kl…"

Das Gleichnis beginnt mit einer Aussage Jesu, die seine Jünger zunächst nicht verstehen können: „Noch eine kleine Weile, und ihr werdet mich nicht sehen; und wiederum eine kleine Weile, und ihr werdet mich sehen.“

Diese Worte lösen Verwirrung aus. Die Jünger schauen einander fragend an und versuchen zu begreifen, was Jesus meint. Mehrfach wiederholen sie seine Worte und fragen sich, was diese „kleine Weile“ bedeuten soll. Für sie erscheint die Aussage rätselhaft und schwer verständlich.

Rückblickend wird deutlich, worauf Jesus hinweist. Schon bald wird er verhaftet und gekreuzigt werden. Die Jünger werden ihn verlieren und erleben, wie ihre Hoffnungen scheinbar zerbrechen. Doch diese Trennung wird nicht dauerhaft sein. Nach seiner Auferstehung werden sie ihn wiedersehen.

Gerade darin liegt die Bedeutung der „kleinen Weile“. Aus menschlicher Sicht können Zeiten des Schmerzes und der Trennung unendlich lang erscheinen. Wer mitten in der Dunkelheit steht, sieht oft kein Ende. Die Jünger werden die Tage zwischen Kreuzigung und Auferstehung als eine Zeit tiefer Verzweiflung erleben.

Doch Jesus betrachtet die Ereignisse aus einer größeren Perspektive. Was für die Jünger wie ein endgültiger Verlust aussieht, ist in Wirklichkeit nur ein kurzer Abschnitt innerhalb von Gottes Heilsplan. Die Trennung ist real, aber sie ist nicht das Ende der Geschichte.

Darüber hinaus erkennen viele Ausleger in diesen Worten auch einen weiteren Horizont. Wie die Jünger nach der Auferstehung Jesus wiedersahen, so wartet die Gemeinde heute auf das Wiedersehen bei seiner Wiederkunft. Auch diese Zeit erscheint manchmal lang und schwer, doch im Licht der Ewigkeit ist sie nur eine „kleine Weile“.

Damit führt Jesus seine Jünger behutsam in die Wahrheit des Gleichnisses hinein. Die kommenden Schmerzen werden nicht geleugnet. Die Trennung wird real sein. Doch sie wird nicht dauerhaft bleiben. Hinter der kurzen Zeit der Dunkelheit steht bereits die Freude des Wiedersehens.

So beginnt das Gleichnis mit einer Hoffnungsperspektive. Die Jünger verstehen sie zunächst nicht, aber später werden sie erkennen, dass Gott auch die schwersten Stunden ihres Lebens in seinen Plan eingeordnet hat. Die „kleine Weile“ wird vorübergehen, und an ihre Stelle wird eine Freude treten, die alles verändert.

Eure Traurigkeit wird in Freude verkehrt

Johannes 16,20 – „20 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, daß ihr weinen und wehklagen werdet, aber die Welt wird sich freuen; ihr werdet traurig sein, aber eure Traurigkeit wird zur Freude werden."

Nachdem Jesus von der „kleinen Weile“ gesprochen hat, beschreibt er offen, was seine Jünger erwartet: „Ihr werdet weinen und klagen, aber die Welt wird sich freuen; ihr werdet traurig sein, doch eure Traurigkeit soll in Freude verwandelt werden.“

Jesus verschweigt den kommenden Schmerz nicht. Er bereitet seine Jünger nicht auf einen leichten Weg vor. Die Stunden seines Leidens werden sie erschüttern. Der Meister, dem sie gefolgt sind, wird verhaftet, verspottet und gekreuzigt werden. Alles, was sie über seine Sendung verstanden zu haben glaubten, wird plötzlich infrage gestellt.

Besonders schmerzhaft wird dabei der Gegensatz zur Welt sein. Während die Jünger trauern, werden die Gegner Jesu ihren vermeintlichen Sieg feiern. Die religiösen Führer werden glauben, ihr Problem gelöst zu haben. Viele werden das Kreuz als Beweis dafür ansehen, dass Jesus gescheitert ist.

Doch Jesus lenkt den Blick nicht auf die Trauer selbst, sondern auf das, was danach kommt. Er sagt nicht, dass die Trauer einfach verschwinden wird. Er sagt etwas Größeres: Sie wird in Freude verwandelt werden.

Gerade dieser Ausdruck ist bedeutsam. Die Freude entsteht nicht unabhängig vom Schmerz, sondern aus ihm heraus. Dasselbe Ereignis, das zunächst Tränen hervorbringt, wird später zur Quelle unaussprechlicher Freude werden. Das Kreuz, das wie eine Niederlage aussieht, wird sich als Sieg erweisen. Der Tod Christi wird zum Weg der Erlösung werden.

Damit offenbart Jesus ein wichtiges geistliches Prinzip. Gott beseitigt Leid nicht immer sofort. Oft führt er sein Volk durch Zeiten der Dunkelheit hindurch. Doch in seiner Hand bleiben Schmerz und Verlust nicht sinnlos. Er kann selbst das Schwerste in etwas verwandeln, das seiner Herrlichkeit dient und seinen Kindern zum Segen wird.

Die Jünger werden diese Wahrheit bald selbst erleben. Ihre Tränen am Karfreitag werden echt sein. Ihre Hoffnung wird erschüttert werden. Doch wenige Tage später werden sie dem auferstandenen Herrn begegnen. Dann werden sie erkennen, dass Gott selbst die dunkelste Stunde in den größten Triumph verwandelt hat.

So richtet Jesus ihren Blick bereits vor dem Kreuz auf das kommende Ende. Die Trauer wird kommen, aber sie wird nicht bleiben. Hinter den Tränen wartet eine Freude, die aus Gottes Hand kommt und die niemand aus eigener Kraft hervorbringen könnte.

Das Bild der gebärenden Frau

Johannes 16,21 – „21 Das Weib, wenn sie gebiert, hat Traurigkeit, weil ihre Stunde gekommen ist; wenn sie aber das Kind geboren hat, gedenkt sie nicht mehr der Drangsal, um der Freude willen, daß ein Mensch zur Welt geboren ist."

Nun kommt Jesus zum eigentlichen Gleichnis: „Eine Frau, wenn sie gebiert, so hat sie Schmerzen; denn ihre Stunde ist gekommen. Wenn sie aber das Kind geboren hat, denkt sie nicht mehr an die Angst um der Freude willen, dass ein Mensch in die Welt geboren ist.“

Mit diesem Bild greift Jesus eine Erfahrung auf, die Menschen aller Zeiten verstehen konnten. Die Geburt eines Kindes gehört zu den eindrücklichsten Beispielen dafür, wie Schmerz und Freude miteinander verbunden sein können. Während der Wehen erlebt die Mutter Bedrängnis, Anstrengung und oft große Angst. In diesem Augenblick scheint der Schmerz alles zu bestimmen.

Gerade deshalb eignet sich dieses Bild so gut für die Situation der Jünger. Sie stehen kurz davor, die schwersten Stunden ihres Lebens zu erleben. Der Tod Jesu wird sie erschüttern und ihnen den Boden unter den Füßen wegziehen. Wie die Frau in den Wehen werden sie von Leid und Verunsicherung umgeben sein.

Doch Jesus lenkt den Blick bewusst über die Wehen hinaus. Die Schmerzen sind nicht das Ziel der Geburt. Sie gehören zu einem Prozess, der neues Leben hervorbringt. Die Mutter leidet nicht grundlos. Hinter den Wehen steht die Freude über das Kind, das geboren werden soll.

Dabei sagt Jesus nicht, dass der Schmerz unwirklich oder unbedeutend wäre. Die Wehen sind real. Die Angst ist real. Die Tränen der Jünger werden ebenso real sein. Doch die kommende Freude wird so groß sein, dass sie den Schmerz in ein neues Licht stellt.

Bemerkenswert ist auch, worauf die Frau am Ende schaut. Ihre Aufmerksamkeit richtet sich nicht mehr auf die überstandenen Wehen, sondern auf das neue Leben, das vor ihr liegt. Die Freude verdrängt nicht die Erinnerung an den Schmerz, aber sie überstrahlt ihn.

Genau dies wird auch bei den Jüngern geschehen. Wenn sie dem auferstandenen Christus begegnen, werden sie das Kreuz anders sehen als zuvor. Was ihnen zunächst wie eine Katastrophe erschien, werden sie als Teil von Gottes Rettungsplan erkennen. Die Auferstehung wird ihre Sicht auf die vergangenen Leiden vollständig verändern.

So zeigt das Bild der gebärenden Frau eine zentrale Wahrheit des Gleichnisses: Gottes Handeln endet nicht bei den Wehen. Hinter dem Schmerz bereitet er neues Leben vor. Die Dunkelheit der Gegenwart ist nicht das letzte Kapitel. Die Freude, die Gott schenken wird, ist größer als die Bedrängnis, die ihr vorausgeht.

Die Stunde – ein Schlüsselwort

Johannes 16,21 – „21 Das Weib, wenn sie gebiert, hat Traurigkeit, weil ihre Stunde gekommen ist; wenn sie aber das Kind geboren hat, gedenkt sie nicht mehr der Drangsal, um der Freude willen, daß ein Mensch zur Welt geboren ist."

Im Gleichnis sagt Jesus, dass die Frau Schmerzen hat, „denn ihre Stunde ist gekommen“. Dieses Wort erscheint zunächst unscheinbar, besitzt im Johannesevangelium jedoch eine besondere Bedeutung. Immer wieder spricht Jesus von seiner „Stunde“.

Schon früh im Evangelium erklärt er, dass seine Stunde noch nicht gekommen sei. Mit diesem Begriff meint er nicht einfach einen Zeitpunkt auf der Uhr, sondern den von Gott bestimmten Augenblick seines Leidens, Sterbens und seiner Verherrlichung. Die Stunde Jesu ist die Stunde des Kreuzes.

Vor diesem Hintergrund erhält das Bild der gebärenden Frau eine noch tiefere Bedeutung. Die Wehen der Frau weisen nicht nur auf die Trauer der Jünger hin, sondern spiegeln auch den Weg Christi selbst wider. Seine Stunde wird die dunkelste Stunde der Weltgeschichte sein. Der sündlose Sohn Gottes wird leiden, verworfen werden und den Tod am Kreuz ertragen.

Für die Jünger wird diese Stunde wie eine Katastrophe erscheinen. Alles, was sie mit Jesus erlebt haben, scheint an diesem Punkt zu zerbrechen. Wie bei den Wehen einer Geburt werden Schmerz, Angst und Hilflosigkeit den Augenblick bestimmen.

Doch genau hier liegt die tiefste Botschaft des Gleichnisses. Die Stunde des größten Schmerzes wird zugleich die Stunde des größten Segens sein. Aus dem Kreuz wird neues Leben hervorgehen. Durch den Tod Christi wird die Erlösung für die Menschheit möglich. Was äußerlich wie eine Niederlage aussieht, wird zum Beginn einer neuen Schöpfung.

Das Bild der Geburt hilft dabei, diesen Zusammenhang zu verstehen. Neues Leben entsteht nicht trotz der Wehen, sondern durch sie hindurch. Ebenso wird Gottes Heilsplan nicht neben dem Kreuz verwirklicht, sondern gerade durch das Kreuz. Die Leiden Christi sind nicht ein tragischer Unfall der Geschichte, sondern der Weg, den Gott zur Rettung der Menschen bestimmt hat.

Deshalb blickt das Gleichnis über den unmittelbaren Schmerz hinaus. Die Stunde der Wehen ist begrenzt. Sie dient einem größeren Ziel. So wird auch die Stunde Jesu nicht im Grab enden. Hinter Karfreitag steht bereits Ostern. Hinter dem Tod steht die Auferstehung.

Damit offenbart Jesus eine Wahrheit, die sich durch das gesamte Evangelium zieht: Gottes größte Siege erscheinen oft zunächst wie Niederlagen. Doch was in den Augen der Menschen das Ende ist, wird in Gottes Hand zum Anfang von etwas Neuem. Die Stunde des Kreuzes wird zur Stunde des Lebens.

Ich will euch wiedersehen

Johannes 16,22 – „22 Auch ihr nun habt jetzt zwar Traurigkeit; aber ich werde euch wiedersehen, und euer Herz wird sich freuen, und eure Freude nimmt niemand von euch."

Nachdem Jesus das Bild der gebärenden Frau erklärt hat, spricht er die Verheißung aus, auf die das gesamte Gleichnis zuläuft: „Ich will euch wiedersehen, und euer Herz soll sich freuen, und eure Freude soll niemand von euch nehmen.“

Damit löst Jesus das Bild auf. Die Geburt, von der er spricht, weist auf das hin, was nach seinem Leiden geschehen wird. Die Zeit der Trennung wird nicht dauerhaft bleiben. Nach dem Kreuz kommt die Auferstehung. Nach den Tränen folgt das Wiedersehen.

Besonders bemerkenswert ist die Formulierung: „Ich will euch wiedersehen.“ Jesus sagt nicht nur, dass die Jünger ihn wiedersehen werden. Er selbst wird zu ihnen kommen. Die Initiative geht von ihm aus. Der auferstandene Herr sucht seine Jünger auf, die sich in Angst, Unsicherheit und Trauer befinden.

Genau das geschieht nach Ostern. Der Auferstandene begegnet Maria Magdalena, den Jüngern und später vielen weiteren Zeugen. Die Männer und Frauen, die wenige Tage zuvor voller Verzweiflung waren, werden zu Menschen voller Freude und Gewissheit.

Diese Freude entsteht nicht durch bessere Umstände oder erfüllte Wünsche. Sie wurzelt in einer Person. Die Jünger freuen sich nicht zuerst über eine Lehre oder eine Idee, sondern über den lebendigen Christus. Sie sehen, dass der Tod ihn nicht festhalten konnte und dass seine Verheißungen wahr sind.

Deshalb besitzt diese Freude eine besondere Qualität. Jesus sagt, dass niemand sie ihnen nehmen kann. Irdische Freuden sind oft vergänglich. Gesundheit kann verloren gehen, Besitz kann vergehen, Beziehungen können zerbrechen. Doch die Freude über den auferstandenen Christus hat einen anderen Ursprung. Sie hängt nicht von wechselnden Umständen ab, sondern von einer Wirklichkeit, die unveränderlich bleibt.

Die Geschichte der Apostel bestätigt dies eindrucksvoll. Viele von ihnen erlebten später Verfolgung, Gefängnis und Leid. Dennoch verloren sie ihre Freude nicht. Sie wussten, dass Christus lebt und dass ihre Zukunft in seinen Händen liegt. Diese Gewissheit trug sie durch die schwersten Prüfungen.

Darüber hinaus reicht die Verheißung über die ersten Jünger hinaus. Auch die Gemeinde aller Zeiten lebt von der Hoffnung auf das Wiedersehen mit Christus. Wie die Jünger damals auf den Auferstandenen trafen, so wartet die Gemeinde heute auf den Tag seiner Wiederkunft.

So führt das Gleichnis zu seinem ersten Höhepunkt. Die Wehen dauern nicht ewig. Die Trennung hat ein Ende. Der auferstandene Herr kommt zu den Seinen, und aus ihrer tiefsten Trauer wird eine Freude, die niemand ihnen nehmen kann.

Die Wehen der Endzeit

Matthäus 24,7–8 – „7 Denn es wird sich Nation wider Nation erheben und Königreich wider Königreich, und es werden Hungersnöte und Seuchen sein und Erdbeben an verschiedenen Orten. 8 Alles dieses aber ist der Anfang der Wehen."

Das Bild der gebärenden Frau endet nicht bei den Ereignissen von Karfreitag und Ostern. Jesus verwendet dieselbe Sprache später erneut, als er über die Zukunft der Welt spricht. Dort beschreibt er Kriege, Hungersnöte, Erdbeben und andere Erschütterungen und sagt: „Dies alles ist der Anfang der Wehen.“

Damit erweitert Jesus das Gleichnis auf eine noch größere Ebene. Nicht nur die Jünger erleben Zeiten der Bedrängnis. Die gesamte Weltgeschichte bewegt sich auf einen Höhepunkt zu. Die gegenwärtige Welt ist von Leid, Vergänglichkeit und Unruhe geprägt. Doch diese Schmerzen sind nicht bedeutungslos.

Wie die Wehen einer Geburt auf neues Leben hinweisen, so weisen die Erschütterungen der Geschichte auf das kommende Reich Gottes hin. Die Zeichen der Endzeit sollen nicht nur Angst auslösen. Sie erinnern daran, dass diese Welt nicht das endgültige Ziel ist und dass Gott auf die Vollendung seiner Pläne zusteuert.

Dabei ist das Bild besonders treffend. Wehen treten nicht zufällig auf. Sie gehören zu einem Geburtsprozess. Sie zeigen an, dass etwas Neues bevorsteht. Gleichzeitig können sie schmerzhaft und belastend sein. Genau so erlebt die Menschheit die gegenwärtige Welt. Sie spürt die Folgen der Sünde, sieht Leid und Zerbruch und sehnt sich nach Erlösung.

Jesus lädt seine Nachfolger deshalb dazu ein, über den Schmerz hinauszuschauen. Wer nur die Wehen betrachtet, wird entmutigt. Wer jedoch das Ziel der Geburt vor Augen hat, erkennt den größeren Zusammenhang. Die Schwierigkeiten der Gegenwart sind nicht das Ende der Geschichte.

Die ersten Christen lebten mit dieser Hoffnung. Sie wussten, dass Leiden, Verfolgung und Widerstand nicht bedeuten, dass Gott die Kontrolle verloren hat. Vielmehr bewegte sich die Geschichte auf die Wiederkunft Christi zu. Die Wehen waren Zeichen dafür, dass die Vollendung näher rückte.

So erhält das Gleichnis eine zusätzliche Dimension. Die Wehen der Jünger vor Ostern werden zu einem Bild für die Erfahrungen der Gemeinde in dieser Welt. Zwischen dem ersten und dem zweiten Kommen Christi lebt Gottes Volk in einer Zeit der Erwartung. Es erlebt Bedrängnis und Hoffnung zugleich.

Das Ziel bleibt jedoch dasselbe wie im ursprünglichen Gleichnis: Die Wehen sind nicht das letzte Wort. Hinter ihnen steht die Geburt. Hinter den Leiden der gegenwärtigen Welt wartet die Herrlichkeit des kommenden Reiches Gottes. Darauf richtet Jesus den Blick seiner Nachfolger.