1. Mose 39 – Lutherbibel 1912

Joseph ward hinab nach Ägypten geführt. Und Potiphar, ein ägyptischer Mann, des Pharao Kämmerer und Hauptmann der Leibwache, kaufte ihn von den Ismaelitern, die ihn hinabbrachten.

Lutherbibel 1912 – 23 Verse. Der vollständige Kapiteltext:

  1. 1 Joseph ward hinab nach Ägypten geführt. Und Potiphar, ein ägyptischer Mann, des Pharao Kämmerer und Hauptmann der Leibwache, kaufte ihn von den Ismaelitern, die ihn hinabbrachten.
  2. 2 Und der HERR war mit Joseph, daß er ein glücklicher Mann ward und war in seines Herrn, des Ägypters, Hause.
  3. 3 Und sein Herr sah, daß der HERR mit ihm war; denn alles, was er tat, das ließ der HERR in seiner Hand gelingen.
  4. 4 Also fand Joseph Gnade vor seinem Herrn und diente ihm. Der setzte ihn über sein Haus, und alles, was er hatte, tat er unter seine Hände.
  5. 5 Und von der Zeit an, da er ihn über sein Haus und alle seine Güter gesetzt hatte, segnete der HERR des Ägypters Haus um Josephs willen; und es war eitel Segen des HERRN in allem, was er hatte, zu Hause und zu Felde.
  6. 6 Darum ließ er alles unter Josephs Händen, was er hatte, und nahm sich keines Dings an, dieweil er ihn hatte, nur was er aß. Und Joseph war schön und hübsch von Angesicht.
  7. 7 Und es begab sich nach dieser Geschichte, daß seines Herrn Weib ihre Augen auf Joseph warf und sprach: Schlafe bei mir!
  8. 8 Er weigerte sich aber und sprach zu ihr: Siehe, mein Herr nimmt sich keines Dings an vor mir, was im Hause ist, und alles, was er hat, das hat er unter meine Hände getan.
  9. 9 Er ist in diesem Hause nicht größer denn ich, und er hat mir nichts vorbehalten denn nur dich, weil du sein Weib bist. Wie sollte ich denn nun ein solch großes Übel tun und wider Gott sündigen?
  10. 10 Und sie trieb solche Worte gegen Joseph täglich. Aber er gehorchte ihr nicht, daß er nahe bei ihr schliefe noch um sie wäre.
  11. 11 Es begab sich eines Tages, daß er in das Haus ging, sein Geschäft zu tun, und war kein Mensch vom Gesinde des Hauses dabei.
  12. 12 Und sie erwischte ihn bei seinem Kleid und sprach: Schlafe bei mir! Aber er ließ das Kleid in ihrer Hand und floh und lief zum Hause hinaus.
  13. 13 Da sie nun sah, daß er sein Kleid in ihrer Hand ließ und hinaus entfloh,
  14. 14 rief sie das Gesinde im Hause und sprach zu ihnen: Sehet, er hat uns den hebräischen Mann hereingebracht, daß er seinen Mutwillen mit uns triebe. Er kam zu mir herein und wollte bei mir schlafen; ich rief aber mit lauter Stimme.
  15. 15 Und da er hörte, daß ich ein Geschrei machte und rief, da ließ er sein Kleid bei mir und floh und lief hinaus.
  16. 16 Und sie legte sein Kleid neben sich, bis sein Herr heimkam,
  17. 17 und sagte zu ihm ebendieselben Worte und sprach: Der hebräische Knecht, den du uns hereingebracht hast, kam zu mir herein und wollte seinen Mutwillen mit mir treiben.
  18. 18 Da ich aber ein Geschrei machte und rief, da ließ er sein Kleid bei mir und floh hinaus.
  19. 19 Als sein Herr hörte die Worte seines Weibes, die sie ihm sagte und sprach: So hat mir dein Knecht getan, ward er sehr zornig.
  20. 20 Da nahm ihn sein Herr und legte ihn ins Gefängnis, da des Königs Gefangene lagen; und er lag allda im Gefängnis.
  21. 21 Aber der HERR war mit Joseph und neigte die Huld zu ihm und ließ ihn Gnade finden vor dem Amtmann über das Gefängnis,
  22. 22 daß er ihm unter seine Hand befahl alle Gefangenen im Gefängnis; und alles, was da geschah, das mußte er ausrichten.
  23. 23 Denn der Amtmann über das Gefängnis sah durch die Finger bei allem, was unter seinen Händen war, darum daß der HERR mit ihm war; und was er tat, das ließ der HERR gelingen.