Und es begab sich darnach, daß des Königs in Ägypten Schenk und Bäcker sich versündigten an ihrem Herrn, dem König in Ägypten.
Lutherbibel 1912 – 23 Verse. Der vollständige Kapiteltext:
1 Und es begab sich darnach, daß des Königs in Ägypten Schenk und Bäcker sich versündigten an ihrem Herrn, dem König in Ägypten.
2 Und Pharao ward zornig über seine beiden Kämmerer, über den obersten Schenken und über den obersten Bäcker,
3 und ließ sie setzen in des Hauptmanns der Leibwache Haus ins Gefängnis, da Joseph gefangen lag.
4 Und der Hauptmann der Leibwache stellte Joseph bei ihnen, daß er ihrer pflegte. Und sie saßen etliche Tage im Gefängnis.
5 Und es träumte ihnen beiden, dem Schenken und dem Bäcker des Königs in Ägypten, in einer Nacht, einem jeglichen sein Traum, und eines jeglichen Traum hatte seine Bedeutung.
6 Da nun Joseph des Morgens zu ihnen hineinkam und sah, daß sie traurig waren,
7 fragte er sie und sprach: Warum seid ihr heute so traurig?
8 Sie antworteten: Es hat uns geträumt, und wir haben niemand, der es uns auslege. Joseph sprach: Auslegen gehört Gott zu. Doch erzählt mirs.
9 Da erzählte der oberste Schenk seinen Traum Joseph und sprach zu ihm: Mir träumte, daß ein Weinstock vor mir wäre,
10 der hatte drei Reben; und er grünte, wuchs und blühte, und seine Trauben wurden reif.
11 Und ich hatte den Becher des Pharao in meiner Hand und nahm die Trauben und drückte sie aus in den Becher des Pharao und gab den Becher dem Pharao in die Hand.
12 Joseph sprach zu ihm: Das ist seine Deutung: Drei Reben sind drei Tage.
13 Über drei Tage wird dir Pharao das Haupt erheben und dich wieder an dein Amt stellen, daß du ihm den Becher in die Hand gebest nach der vorigen Weise, da du sein Schenk warest.
14 Aber gedenke meiner, wenn dirs wohl geht, und tue Barmherzigkeit an mir, daß du den Pharao erinnern wollest, daß er mich aus diesem Hause führe.
15 Denn ich bin heimlich gestohlen aus dem Lande der Hebräer; dazu habe ich auch hier nichts getan, daß sie mich eingesperrt haben.
16 Da der oberste Bäcker sah, daß die Deutung gut war, sprach er zu Joseph: Mir hat auch geträumt, ich trüge drei weiße Körbe auf dem Haupt,
17 und im obersten Korbe allerlei gebackene Speise für den Pharao, und die Vögel aßen aus dem Korbe auf meinem Haupt.
18 Joseph antwortete und sprach: Das ist seine Deutung: Drei Körbe sind drei Tage.
19 Über drei Tage wird dir Pharao dein Haupt erheben und dich an einen Baum hängen, und die Vögel werden dein Fleisch von dir fressen.
20 Und es geschah am dritten Tage, da beging Pharao seinen Geburtstag, und er machte ein Mahl allen seinen Knechten. Und er erhob das Haupt des obersten Schenken und das Haupt des obersten Bäckers unter seinen Knechten
21 und setzte den obersten Schenken wieder zu seinem Schenkenamt, daß er den Becher reichte in des Pharao Hand;
22 aber den obersten Bäcker ließ er henken, wie ihnen Joseph gedeutet hatte.
23 Aber der oberste Schenk gedachte nicht an Joseph, sondern vergaß sein.