Zachäus

Zachäus – Der kleine Mann mit der großen Bekehrung Er war reich – und verhasst. Als Oberzöllner von Jericho hatte Zachäus ein Vermögen angehäuft, indem er seine eigenen Landsleute für die römische Besatzung ausbeutete. In den Augen des Volkes war er ein Verräter und Sünder. Und er war klein von Statur – ein Detail, das Lukas erwähnt und …

Zachäus – Der kleine Mann mit der großen Bekehrung

Er war reich – und verhasst. Als Oberzöllner von Jericho hatte Zachäus ein Vermögen angehäuft, indem er seine eigenen Landsleute für die römische Besatzung ausbeutete. In den Augen des Volkes war er ein Verräter und Sünder. Und er war klein von Statur – ein Detail, das Lukas erwähnt und das zum Schlüssel der ganzen Geschichte wird.

Als Jesus durch Jericho zog, wollte Zachäus ihn sehen. Doch die Menge versperrte ihm die Sicht. Also tat der reiche, angesehene Oberzöllner etwas, das seiner Würde völlig widersprach: Er kletterte auf einen Maulbeerfeigenbaum wie ein Straßenjunge.

Und Jesus blieb stehen. Er schaute hinauf und sprach: „Zachäus, steig eilend herunter; denn ich muss heute in deinem Haus einkehren!“ (Lukas 19,5). Jesus kannte seinen Namen. Jesus suchte ihn – nicht umgekehrt.

Die Menge murrte: „Bei einem Sünder ist er eingekehrt!“ Doch was in Zachäus geschah, war eine Revolution. Er stand auf und sprach: „Siehe, Herr, die Hälfte meiner Güter gebe ich den Armen, und wenn ich jemanden betrogen habe, so gebe ich es vierfach zurück“ (Lukas 19,8). Das Vierfache – mehr als das Gesetz verlangte.

Jesu Antwort war das Evangelium in einem Satz: „Heute ist diesem Haus Heil widerfahren. Denn der Menschensohn ist gekommen, zu suchen und selig zu machen, was verloren ist“ (Lukas 19,9–10).

„Zachäus bewies durch seine Taten, dass seine Bekehrung echt war. Wahre Reue zeigt sich nicht nur in Worten, sondern in der Bereitschaft, begangenes Unrecht wiedergutzumachen“.

„Der Menschensohn ist gekommen, zu suchen und selig zu machen, was verloren ist“ (Lukas 19,10).