Titus

Titus – Der Brückenbauer zwischen den Welten Er war Grieche – kein Jude, nicht beschnitten – und wurde zum lebenden Beweis dafür, dass das Evangelium keine ethnischen Grenzen kennt. Als Paulus ihn zum Apostelkonzil nach Jerusalem mitnahm, war Titus der Testfall: Müssen Heiden erst Juden werden, um Christen sein zu können? Die Antwort war…

Titus – Der Brückenbauer zwischen den Welten

Er war Grieche – kein Jude, nicht beschnitten – und wurde zum lebenden Beweis dafür, dass das Evangelium keine ethnischen Grenzen kennt. Als Paulus ihn zum Apostelkonzil nach Jerusalem mitnahm, war Titus der Testfall: Müssen Heiden erst Juden werden, um Christen sein zu können? Die Antwort war ein klares Nein – und Titus blieb unbeschnitten (Galater 2,3).

Paulus nannte ihn „mein rechter Sohn nach unserem gemeinsamen Glauben“ (Titus 1,4) und schickte ihn in die schwierigsten Situationen. Nach Korinth, wo die Gemeinde zerrissen war – und Titus brachte Versöhnung. Nach Kreta, wo er Älteste einsetzen und die Gemeinden ordnen sollte, obwohl die Kreter einen zweifelhaften Ruf hatten.

Der Brief an Titus ist kurz, aber dicht. Er enthält eine der klarsten Zusammenfassungen des Evangeliums: „Denn es ist erschienen die heilsame Gnade Gottes allen Menschen und nimmt uns in Zucht, dass wir absagen dem ungöttlichen Wesen und den weltlichen Begierden und besonnen, gerecht und fromm in dieser Welt leben“ (Titus 2,11–12).

Titus war der Beweis, dass Gnade und Ordnung zusammengehören. Er war kein Theoretiker – er war ein Praktiker des Glaubens, der in schwierigen Gemeinden aufräumte, ohne die Liebe zu verlieren.

„Titus besaß die seltene Kombination aus diplomatischem Geschick und geistlicher Festigkeit. Er konnte sowohl vermitteln als auch klare Grenzen setzen – eine Fähigkeit, die Gemeinde in jeder Generation braucht“.

„Denn es ist erschienen die heilsame Gnade Gottes allen Menschen“ (Titus 2,11).