Stephanus

Stephanus – Der erste Märtyrer Er war einer der sieben Diakone, gewählt, um den praktischen Dienst in der Urgemeinde zu organisieren – die Verteilung von Lebensmitteln an die griechischsprachigen Witwen. Doch Stephanus war weit mehr als ein Verwalter: Er war „voll Gnade und Kraft und tat Wunder und große Zeichen unter dem Volk“ (Apostelg…

Stephanus – Der erste Märtyrer

Er war einer der sieben Diakone, gewählt, um den praktischen Dienst in der Urgemeinde zu organisieren – die Verteilung von Lebensmitteln an die griechischsprachigen Witwen. Doch Stephanus war weit mehr als ein Verwalter: Er war „voll Gnade und Kraft und tat Wunder und große Zeichen unter dem Volk“ (Apostelgeschichte 6,8).

Als er vor dem Hohen Rat stand, hielt er die längste Rede in der Apostelgeschichte – eine brillante Zusammenfassung der ganzen Heilsgeschichte, von Abraham bis Salomo. Und dann die Anklage: „Ihr Halsstarrigen, ihr widersteht allezeit dem Heiligen Geist, wie eure Väter, so auch ihr! Welchen Propheten haben eure Väter nicht verfolgt?“ (Apostelgeschichte 7,51–52).

Die Reaktion war Raserei. Sie knirschten mit den Zähnen. Doch Stephanus, „voll Heiligen Geistes, sah auf gen Himmel und sah die Herrlichkeit Gottes und Jesus stehen zur Rechten Gottes und sprach: Siehe, ich sehe den Himmel offen und den Menschensohn zur Rechten Gottes stehen!“ (Apostelgeschichte 7,55–56).

Sie steinigten ihn. Und während die Steine flogen, kniete Stephanus nieder und rief – wie sein Herr am Kreuz: „Herr, rechne ihnen diese Sünde nicht an!“ Dann entschlief er.

Ein junger Mann namens Saulus stand dabei und hütete die Mäntel der Steiniger. Jahre später wurde aus Saulus der Apostel Paulus. Das Blut des Stephanus wurde zum Samen der größten Bekehrung der Kirchengeschichte.

„Der Tod des Stephanus hinterließ einen tiefen Eindruck auf alle, die Zeugen waren. Sein strahlendes Angesicht, sein Gebet für seine Mörder – all das arbeitete im Herzen des Saulus, bis Christus selbst ihm auf dem Weg nach Damaskus begegnete“.

„Herr Jesus, nimm meinen Geist auf! Herr, rechne ihnen diese Sünde nicht an!“ (Apostelgeschichte 7,59–60).