Silas – Der treue Gefährte in Ketten und Lobgesang Als Paulus und Barnabas sich trennten, wählte Paulus einen neuen Reisegefährten: Silas – auch Silvanus genannt – einen Propheten und führenden Mann in der Jerusalemer Urgemeinde (Apostelgeschichte 15,22.32). Es war eine Wahl, die Paulus nie bereuen sollte. In Philippi erlebten Paulus und…
Als Paulus und Barnabas sich trennten, wählte Paulus einen neuen Reisegefährten: Silas – auch Silvanus genannt – einen Propheten und führenden Mann in der Jerusalemer Urgemeinde (Apostelgeschichte 15,22.32). Es war eine Wahl, die Paulus nie bereuen sollte.
In Philippi erlebten Paulus und Silas ihre härteste Prüfung. Sie wurden geschlagen, in den innersten Kerker geworfen und ihre Füße in den Block gespannt. Es war Mitternacht, dunkel, schmerzhaft, aussichtslos. Und dann geschah das Unglaubliche: „Um Mitternacht aber beteten Paulus und Silas und lobten Gott. Und die Gefangenen hörten ihnen zu“ (Apostelgeschichte 16,25).
Ein Erdbeben öffnete die Türen und löste die Ketten. Der Kerkermeister wollte sich töten – doch Paulus rief: „Tu dir nichts an; denn wir sind alle hier!“ In jener Nacht wurde der Gefängniswärter getauft – zusammen mit seinem ganzen Haus. Aus dem Kerker wurde ein Taufbecken.
Silas war auch Mitautor der Thessalonicherbriefe und half Petrus bei seinem ersten Brief (1. Petrus 5,12). Er war der stille Partner, der treue Begleiter – nie im Rampenlicht, immer zuverlässig.
„Das Lobsingen des Paulus und Silas im Gefängnis zu Philippi zeigt, dass wahre Freude nicht von den Umständen abhängt. Wer Gott loben kann, wenn alles gegen ihn spricht, hat den tiefsten Sieg bereits errungen“.
„Um Mitternacht aber beteten Paulus und Silas und lobten Gott“ (Apostelgeschichte 16,25).
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