Serubbabel – Der Statthalter, der den Tempel wieder aufbaute Als Kyrus, der Perserkönig, 538 v.Chr. sein berühmtes Edikt erließ und den Juden die Rückkehr erlaubte, führte Serubbabel – ein Nachkomme Davids – die erste Gruppe von etwa 50.000 Heimkehrern nach Jerusalem. Seine Aufgabe war gewaltig: den Tempel wieder aufbauen, der vor siebzi…
Als Kyrus, der Perserkönig, 538 v.Chr. sein berühmtes Edikt erließ und den Juden die Rückkehr erlaubte, führte Serubbabel – ein Nachkomme Davids – die erste Gruppe von etwa 50.000 Heimkehrern nach Jerusalem. Seine Aufgabe war gewaltig: den Tempel wieder aufbauen, der vor siebzig Jahren von Nebukadnezar zerstört worden war.
Der Anfang war vielversprechend. Der Altar wurde errichtet, das Fundament gelegt, und die Priester sangen Loblieder. Doch dann mischte sich Weinen in den Jubel: Die alten Männer, die den salomonischen Tempel noch gesehen hatten, weinten, denn der neue Bau schien so viel kleiner und ärmlicher (Esra 3,12).
Feindlicher Widerstand verzögerte den Bau jahrelang. Die Samaritaner verleumdeten das Projekt am persischen Hof. Die Arbeit lag brach, und das Volk begann, sich um die eigenen Häuser zu kümmern statt um Gottes Haus. Erst als die Propheten Haggai und Sacharja auftraten, erwachte neuer Mut.
Gottes Botschaft an Serubbabel durch Sacharja wurde zum Leitwort: „Es soll nicht durch Heer oder Kraft, sondern durch meinen Geist geschehen, spricht der HERR Zebaoth. Wer bist du, großer Berg, der du vor Serubbabel zur Ebene werden musst?“ (Sacharja 4,6–7).
516 v.Chr. war der Tempel fertig – bescheidener als Salomos Pracht, aber ein Haus Gottes in einer zerbrochenen Welt. Haggai tröstete das Volk mit einer erstaunlichen Verheißung: „Die Herrlichkeit dieses letzten Hauses wird größer sein als die des ersten“ (Haggai 2,9) – eine Prophezeiung, die sich erfüllte, als Jesus Christus selbst in diesem Tempel lehrte.
„Serubbabels Werk zeigt, dass Gottes größte Werke oft in den kleinsten Anfängen beginnen und unter den schwierigsten Umständen vollendet werden“.
„Nicht durch Heer oder Kraft, sondern durch meinen Geist, spricht der HERR Zebaoth“ (Sacharja 4,6).
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