Nehemia

Nehemia – Der Baumeister, der betend kämpfte Er war Mundschenk des persischen Königs – eine Vertrauensposition höchsten Ranges. Doch als Nehemia hörte, dass die Mauern Jerusalems noch immer in Trümmern lagen und das Volk in großer Not war, weinte er tagelang, fastete und betete (Nehemia 1,4). Sein Gebet ist ein Meisterwerk der Fürbitte: …

Nehemia – Der Baumeister, der betend kämpfte

Er war Mundschenk des persischen Königs – eine Vertrauensposition höchsten Ranges. Doch als Nehemia hörte, dass die Mauern Jerusalems noch immer in Trümmern lagen und das Volk in großer Not war, weinte er tagelang, fastete und betete (Nehemia 1,4).

Sein Gebet ist ein Meisterwerk der Fürbitte: Er bekannte die Sünden des Volkes, erinnerte Gott an seine Verheißungen und bat um Gnade vor dem König. Und als der König fragte, warum sein Gesicht so traurig sei – eine gefährliche Situation für einen Mundschenk – schoss Nehemia ein Stoßgebet zum Himmel und antwortete mutig.

52 Tage, die Geschichte schrieben

Nehemia organisierte den Wiederaufbau der Stadtmauer wie ein Feldherr. Jede Familie bekam einen Abschnitt. Die Arbeiter hielten in einer Hand die Kelle und in der anderen das Schwert: „Die an der Mauer bauten und die Lasten trugen, arbeiteten mit der einen Hand am Werk und hielten mit der anderen die Waffe“ (Nehemia 4,11).

Die Feinde versuchten alles: Spott (Sanballat und Tobija), militärische Drohungen, Intrigen und falsche Propheten, die Nehemia in den Tempel locken wollten. Nehemia durchschaute jede List: „Ich aber sandte Boten zu ihnen und ließ ihnen sagen: Ich habe ein großes Werk auszuführen und kann nicht hinabkommen“ (Nehemia 6,3).

In 52 Tagen war die Mauer fertig. Als die Feinde es hörten, „fürchteten sie sich sehr; denn sie erkannten, dass dies Werk von Gott getan war“ (Nehemia 6,16).

Mehr als Steine

Nehemia baute nicht nur Mauern – er baute eine Gemeinschaft. Er prangerte die Ausbeutung der Armen durch die Reichen an. Er verzichtete selbst auf die Einkünfte, die ihm als Statthalter zustanden. Er sorgte dafür, dass der Sabbat wieder gehalten wurde und die Leviten versorgt waren.

„Nehemias Beispiel sollte nicht nur als ein Vorbild für Energie und Ausdauer betrachtet werden, sondern auch als ein Beweis dafür, was Gebet und Glaube, Klugheit und Entschlossenheit unter allen Umständen erreichen können“.

Sein ständig wiederkehrendes Gebet – „Gedenke mir, mein Gott, zum Besten!“ – zeigt einen Mann, der in jedem Moment mit Gott verbunden war.

„Der Gott des Himmels wird es uns gelingen lassen; denn wir, seine Knechte, haben uns aufgemacht und bauen“ (Nehemia 2,20).