Mordechai – Der Mann, der sich nicht beugte Er saß am Tor des Königs – dem Ort, an dem Recht gesprochen und Politik gemacht wurde. Mordechai, ein Nachkomme der ersten Deportierten aus Jerusalem, war ein treuer Jude im Herzen des persischen Reiches. Er hatte seine verwaiste Cousine Hadassa aufgezogen, als wäre sie seine eigene Tochter, un…
Er saß am Tor des Königs – dem Ort, an dem Recht gesprochen und Politik gemacht wurde. Mordechai, ein Nachkomme der ersten Deportierten aus Jerusalem, war ein treuer Jude im Herzen des persischen Reiches. Er hatte seine verwaiste Cousine Hadassa aufgezogen, als wäre sie seine eigene Tochter, und er wachte über sie, auch als sie zur Königin Esther wurde.
Als Haman, der mächtigste Beamte nach dem König, vorüberging und alle sich verneigten, blieb Mordechai stehen. Nicht aus Trotz, sondern aus Überzeugung: Er war ein Jude, und er würde sich nicht vor einem Menschen niederwerfen, als wäre dieser Gott. Diese stille Verweigerung löste eine Kettenreaktion aus, die beinahe in einem Völkermord endete – und doch zur größten Rettung führte.
Mordechais Botschaft an Esther – „Wer weiß, ob du nicht gerade um dieser Zeit willen zur königlichen Würde gekommen bist?“ – zeigt seinen tiefen Glauben an Gottes Vorsehung. Er wusste: Wenn Esther schweigt, wird Gott einen anderen Weg finden. Aber er wusste auch: Jeder Mensch hat seinen Moment, in dem er gerufen ist zu handeln.
Am Ende wurde Haman an dem Galgen gehängt, den er für Mordechai errichtet hatte, und Mordechai erhielt Hamans Stellung. Das Purimfest, das bis heute gefeiert wird, erinnert an diese wunderbare Umkehrung.
„Mordechais unerschütterliche Treue zu Gottes Grundsätzen und sein Vertrauen auf die göttliche Vorsehung machen ihn zu einem Vorbild für alle, die in schwierigen Zeiten ihren Glauben bewahren müssen“.
„Der Gerechte muss viel leiden, aber aus alledem hilft ihm der HERR“ (Psalm 34,20).
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