Martha – Die Frau, die Jesus beim Wort nahm Sie wird oft als die „praktische Schwester“ abgestempelt – diejenige, die in der Küche arbeitete, während Maria zu Jesu Füßen saß. Und ja, Jesus korrigierte sie sanft: „Martha, Martha, du hast viel Sorge und Mühe. Eins aber ist not. Maria hat das gute Teil erwählt“ (Lukas 10,41–42). Doch diese …
Sie wird oft als die „praktische Schwester“ abgestempelt – diejenige, die in der Küche arbeitete, während Maria zu Jesu Füßen saß. Und ja, Jesus korrigierte sie sanft: „Martha, Martha, du hast viel Sorge und Mühe. Eins aber ist not. Maria hat das gute Teil erwählt“ (Lukas 10,41–42). Doch diese eine Episode erzählt nicht Marthas ganze Geschichte.
Als Lazarus starb und Jesus nach Bethanien kam, war es Martha – nicht Maria – die ihm entgegenlief. Und es war Martha, die eines der tiefsten Glaubensgespräche der Evangelien führte. Als Jesus sagte: „Dein Bruder wird auferstehen“, antwortete Martha zunächst theologisch korrekt: „Ich weiß, dass er auferstehen wird am Jüngsten Tage“ Doch Jesus ging weiter: „Ich bin die Auferstehung und das Leben. Glaubst du das?“
Und Martha sprach ein Bekenntnis, das dem des Petrus ebenbürtig ist: „Ja, Herr, ich glaube, dass du der Christus bist, der Sohn Gottes, der in die Welt gekommen ist“ (Johannes 11,27).
Martha war eine Frau des Glaubens und der Tat. Sie diente Jesus – nicht aus Pflichtgefühl, sondern aus Liebe. Ihr Problem war nicht der Dienst, sondern die Sorge. Jesus tadelte nicht ihre Arbeit, sondern ihre Unruhe. Er wollte, dass auch sie die Stille lernte.
„Martha liebte Jesus aufrichtig und diente ihm mit ganzer Kraft. Aber sie musste lernen, dass die Gemeinschaft mit Christus dem Dienst für Christus vorausgehen muss“.
„Ja, Herr, ich glaube, dass du der Christus bist, der Sohn Gottes, der in die Welt gekommen ist“ (Johannes 11,27).
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