Maria Magdalena – Die erste Zeugin der Auferstehung Aus ihr hatte Jesus sieben Dämonen ausgetrieben (Lukas 8,2). Über ihre Vergangenheit wissen wir wenig Konkretes – die populäre Identifikation mit der „Sünderin“ aus Lukas 7 ist unsicher. Was wir wissen: Sie war eine zutiefst gebrochene Frau, die durch Jesus vollständige Befreiung und He…
Aus ihr hatte Jesus sieben Dämonen ausgetrieben (Lukas 8,2). Über ihre Vergangenheit wissen wir wenig Konkretes – die populäre Identifikation mit der „Sünderin“ aus Lukas 7 ist unsicher. Was wir wissen: Sie war eine zutiefst gebrochene Frau, die durch Jesus vollständige Befreiung und Heilung erfuhr.
Von diesem Moment an wurde Maria Magdalena zur treuesten Nachfolgerin. Sie gehörte zu den Frauen, die Jesus und die Jünger auf ihren Reisen versorgten (Lukas 8,1–3). Und als alle Jünger flohen, stand sie unter dem Kreuz. Sie sah, wie er starb. Sie sah, wie man ihn ins Grab legte. Und sie war die Erste, die am Ostermorgen zum Grab kam – „als es noch finster war“ (Johannes 20,1).
Als sie das leere Grab fand, weinte sie. Zwei Engel fragten: „Frau, warum weinst du?“ Dann stand ein Mann hinter ihr, den sie für den Gärtner hielt. „Frau, warum weinst du? Wen suchst du?“ – und erst als er ihren Namen sprach – „Maria!“ – erkannte sie ihn.
„Rabbuni!“ schrie sie und wollte ihn festhalten. Doch Jesus sprach: „Rühre mich nicht an, denn ich bin noch nicht aufgefahren zu meinem Vater. Geh aber hin zu meinen Brüdern und sage ihnen: Ich fahre auf zu meinem Vater und zu eurem Vater, zu meinem Gott und zu eurem Gott“ (Johannes 20,17).
Maria Magdalena wurde damit zur ersten Predigerin der Auferstehung – die „Apostelin der Apostel“, wie die frühe Kirche sie nannte. In einer Zeit, in der das Zeugnis einer Frau vor Gericht nicht galt, wählte Gott eine Frau als erste Zeugin des größten Ereignisses der Geschichte.
„Maria war die Erste am Grab, weil sie am meisten liebte. Die Liebe kennt keine Hindernisse – nicht die Dunkelheit, nicht die Angst, nicht die Verzweiflung. Und die Liebe wurde belohnt: Sie war die Erste, die den auferstandenen Herrn sah“.
Die Begegnung im Garten
„Jesus spricht zu ihr: Maria! Da wandte sie sich um und spricht zu ihm: Rabbuni!“ (Johannes 20,16).
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