Lydia

Lydia – Die erste Christin Europas In der Stadt Philippi, am Flussufer, wo eine kleine Gruppe von Frauen zum Gebet zusammenkam, begann die Geschichte des christlichen Europas. Keine Kathedrale, kein Apostelkonzil – nur Frauen am Wasser und ein Wanderprediger aus Tarsus. Lydia war eine Geschäftsfrau aus Thyatira, Händlerin von Purpurstoff…

Lydia – Die erste Christin Europas

In der Stadt Philippi, am Flussufer, wo eine kleine Gruppe von Frauen zum Gebet zusammenkam, begann die Geschichte des christlichen Europas. Keine Kathedrale, kein Apostelkonzil – nur Frauen am Wasser und ein Wanderprediger aus Tarsus.

Lydia war eine Geschäftsfrau aus Thyatira, Händlerin von Purpurstoffen – einem Luxusgut, das nur den Wohlhabenden zugänglich war. Sie war keine Jüdin, aber eine „Gottesfürchtige“ – eine Heidin, die den Gott Israels anbetete. Als Paulus predigte, „tat ihr der Herr das Herz auf, so dass sie darauf achtgab, was von Paulus geredet wurde“ (Apostelgeschichte 16,14).

Es ist ein wunderbarer Satz: Nicht Paulus öffnete ihr Herz – Gott tat es. Die Bekehrung ist immer ein Zusammenspiel: der Mensch hört, und Gott öffnet. Lydia ließ sich taufen – zusammen mit ihrem ganzen Haus – und wurde zur Gastgeberin der ersten christlichen Gemeinde in Europa.

„Wenn ihr mich für treu an den Herrn haltet, so kommt in mein Haus und bleibt da“ (Apostelgeschichte 16,15). Es war keine schüchterne Bitte – Lukas schreibt: „Sie nötigte uns“ Lydias Gastfreundschaft wurde zum Fundament der Gemeinde in Philippi, an die Paulus später seinen freudigsten Brief schrieb.

„Lydias Bekehrung zeigt, dass Gott in den Herzen bereitet, was menschliche Predigt allein nicht bewirken kann. Ihre Gastfreundschaft und ihr Geschäftssinn wurden zu Werkzeugen des Evangeliums“.

„Der Herr tat ihr das Herz auf“ (Apostelgeschichte 16,14).