Lazarus – Der Mann, den Jesus aus dem Grab rief Er war Jesu Freund. Nicht nur Nachfolger, nicht nur Bewunderer – Freund. Als Lazarus krank wurde, sandten seine Schwestern Maria und Martha eine Botschaft an Jesus: „Herr, siehe, der, den du lieb hast, liegt krank“ (Johannes 11,3). Sie nannten keinen Namen – „der, den du lieb hast“ genügte.…
Er war Jesu Freund. Nicht nur Nachfolger, nicht nur Bewunderer – Freund. Als Lazarus krank wurde, sandten seine Schwestern Maria und Martha eine Botschaft an Jesus: „Herr, siehe, der, den du lieb hast, liegt krank“ (Johannes 11,3). Sie nannten keinen Namen – „der, den du lieb hast“ genügte.
Doch Jesus kam nicht sofort. Er wartete zwei Tage. Als er endlich nach Bethanien aufbrach, war Lazarus bereits vier Tage tot. Martha lief ihm entgegen: „Herr, wärst du hier gewesen, mein Bruder wäre nicht gestorben!“ Und Jesus sprach die Worte, die über jedem Grab der Welt stehen sollten: „Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, der wird leben, ob er gleich stürbe“ (Johannes 11,25).
Dann kam der kürzeste und vielleicht bewegendste Vers der Bibel: „Und Jesus gingen die Augen über“ (Johannes 11,35). Der Sohn Gottes weinte – nicht weil er nicht wusste, was er tun würde, sondern weil er den Schmerz des Todes und der Trauer mitempfand.
Vor dem offenen Grab rief Jesus mit lauter Stimme: „Lazarus, komm heraus!“ Und der Tote kam heraus, gebunden mit Grabtüchern. „Löst die Binden und lasst ihn gehen!“
„Die Auferweckung des Lazarus war das größte Wunder, das Jesus vor seinem eigenen Tod wirkte. Es war zugleich der Auslöser für den endgültigen Beschluss des Hohen Rates, Jesus zu töten. Das Wunder, das Leben gab, besiegelte den Tod des Lebengebers“.
Lazarus wurde zum lebenden Beweis der Auferstehungsmacht Jesu. Viele kamen nach Bethanien, um ihn zu sehen und glaubten an Jesus. Die Hohenpriester beschlossen daraufhin, auch Lazarus zu töten (Johannes 12,10) – denn ein toter Mann, der lebt, ist das stärkste Argument, das man nicht widerlegen kann.
„Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, der wird leben, ob er gleich stürbe“ (Johannes 11,25).
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