Goliath – Der Riese, den der Glaube besiegte Goliath ist der berühmteste Feind der Bibel – ein Riese von fast drei Metern Höhe, gepanzert mit Bronze und Eisen, bewaffnet mit einem Speer, dessen Spitze allein sechs Kilogramm wog. Vierzig Tage lang verhöhnte er Israel und seinen Gott. Und doch fiel er – nicht durch ein Schwert, sondern dur…
Goliath ist der berühmteste Feind der Bibel – ein Riese von fast drei Metern Höhe, gepanzert mit Bronze und Eisen, bewaffnet mit einem Speer, dessen Spitze allein sechs Kilogramm wog. Vierzig Tage lang verhöhnte er Israel und seinen Gott. Und doch fiel er – nicht durch ein Schwert, sondern durch einen Stein aus der Schleuder eines Hirtenjungen.
Goliath stammte aus Gat, einer der fünf Philisterstädte. Er war „sechs Ellen und eine Spanne groß“ – etwa 2,90 Meter (1. Samuel 17,4). Seine Rüstung wog fünftausend Schekel Bronze, sein Speereisen sechshundert Schekel. Er war eine wandelnde Festung, ein Krieger, den kein Mensch besiegen konnte.
Jeden Morgen und jeden Abend trat er vor die Schlachtreihen Israels: „Wählt euch einen Mann, der zu mir herabkomme! Kann er mit mir kämpfen und schlägt mich, so wollen wir eure Knechte sein“ (1. Samuel 17,8–9). Vierzig Tage lang – die biblische Zahl der Prüfung – stand Israel gelähmt vor Angst.
Goliaths Herausforderung war mehr als ein militärischer Einzelkampf – sie war ein geistlicher Angriff. Er „verhöhnte die Schlachtreihen des lebendigen Gottes“ (1. Samuel 17,26). In der Weltanschauung des Alten Orients war ein Sieg auf dem Schlachtfeld ein Sieg der Götter. Goliath forderte nicht nur Israel heraus – er forderte Gott heraus.
Im Großen Kampf repräsentiert Goliath alles, was übermächtig und unbesiegbar erscheint: die Mächte der Finsternis, die sich gegen Gottes Volk erheben. Und Davids Antwort ist die Antwort des Glaubens: Nicht die Größe des Feindes zählt, sondern die Größe unseres Gottes.
David kam ohne Rüstung, ohne Schwert, mit fünf glatten Steinen und einer Schleuder. Goliath verachtete ihn: „Bin ich denn ein Hund, dass du mit Stöcken zu mir kommst?“ (1. Samuel 17,43). Er verfluchte David bei seinen Göttern.
Davids Antwort hallt durch die Jahrhunderte:
„Du kommst zu mir mit Schwert, Lanze und Speer. Ich aber komme zu dir im Namen des HERRN Zebaoth, des Gottes der Schlachtordnungen Israels, den du verhöhnt hast. Heute wird dich der HERR in meine Hand geben, damit alle Welt erkenne, dass Israel einen Gott hat." (1. Samuel 17,45–46)
Ein Stein traf Goliath an der Stirn – der einzigen ungeschützten Stelle. Der Riese fiel auf sein Angesicht. David nahm Goliaths eigenes Schwert und schlug ihm den Kopf ab. Der Feind wurde mit seiner eigenen Waffe besiegt – ein Bild dafür, wie Christus am Kreuz den Tod durch den Tod besiegte.
Jeder Mensch steht irgendwann einem „Goliath“ gegenüber – einer Herausforderung, die zu groß scheint, einer Angst, die lähmt, einer Versuchung, die übermächtig wirkt. Goliaths Geschichte sagt uns: Der Kampf gehört dem HERRN.
Wir müssen nicht stärker sein als unsere Feinde. Wir müssen nur wissen, wem wir gehören. Fünf glatte Steine und ein lebendiger Gott reichen aus, um jeden Riesen zu Fall zu bringen.
„Denn nicht durch Heer oder Kraft, sondern durch meinen Geist soll es geschehen, spricht der HERR Zebaoth“ (Sacharja 4,6)
Der Fall des Riesen
Goliaths Bedeutung für uns
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