Esra

Esra – Der Schriftgelehrte, der Israel das Wort zurückgab Als Esra 458 v.Chr. von Babylon nach Jerusalem aufbrach, trug er etwas Wertvolleres als Gold: das Gesetz des Mose. „Esra hatte sein Herz darauf gerichtet, das Gesetz des HERRN zu erforschen und danach zu tun und Gebote und Rechte in Israel zu lehren“ (Esra 7,10). Erforschen – tun …

Esra – Der Schriftgelehrte, der Israel das Wort zurückgab

Als Esra 458 v.Chr. von Babylon nach Jerusalem aufbrach, trug er etwas Wertvolleres als Gold: das Gesetz des Mose. „Esra hatte sein Herz darauf gerichtet, das Gesetz des HERRN zu erforschen und danach zu tun und Gebote und Rechte in Israel zu lehren“ (Esra 7,10). Erforschen – tun – lehren: Diese Reihenfolge war sein Programm.

Die Reise von Babylon nach Jerusalem dauerte vier Monate durch gefährliches Gebiet. Esra hatte sich geschämt, den König um eine militärische Eskorte zu bitten, nachdem er Gottes Schutz gerühmt hatte. Stattdessen fastete und betete die Karawane – und kam sicher an.

In Jerusalem fand Esra eine Krise vor: Das Volk hatte sich mit den umliegenden Völkern vermischt und deren Praktiken übernommen. Esras Reaktion war nicht Zorn, sondern tiefe Trauer. Er zerriss seine Kleider, raufte sich das Haar und betete ein erschütterndes Bußgebet: „Mein Gott, ich schäme mich und scheue mich, meine Augen aufzuheben zu dir, mein Gott; denn unsere Missetaten sind uns über das Haupt gewachsen“ (Esra 9,6).

Seine öffentliche Schriftlesung beim Wassertorplatz – als das Volk weinte, weil es Gottes Wort wieder hörte und verstand – wurde zum Wendepunkt der Nachexilszeit. Das Wort Gottes wurde wieder zum Fundament des Volkslebens.

„Esra war überzeugt, dass die Wiederherstellung Israels nur durch die Rückkehr zum Wort Gottes gelingen konnte. Nicht Mauern oder Armeen würden das Volk schützen, sondern der Gehorsam gegenüber Gottes Geboten“.

„Denn das Wort Gottes ist lebendig und kräftig und schärfer als jedes zweischneidige Schwert“ (Hebräer 4,12).