Barnabas

Barnabas – Der Sohn des Trostes Sein eigentlicher Name war Josef, aber die Apostel nannten ihn Barnabas – „Sohn des Trostes“ (Apostelgeschichte 4,36). Es ist einer der schönsten Beinamen der Bibel, und Barnabas lebte ihm in jeder Hinsicht gerecht. Als erster verkaufte er seinen Acker und legte den Erlös den Aposteln zu Füßen – ein Akt ra…

Barnabas – Der Sohn des Trostes

Sein eigentlicher Name war Josef, aber die Apostel nannten ihn Barnabas – „Sohn des Trostes“ (Apostelgeschichte 4,36). Es ist einer der schönsten Beinamen der Bibel, und Barnabas lebte ihm in jeder Hinsicht gerecht.

Als erster verkaufte er seinen Acker und legte den Erlös den Aposteln zu Füßen – ein Akt radikaler Großzügigkeit (Apostelgeschichte 4,37). Doch sein größter Beitrag war nicht Geld, sondern Mut: Als der frisch bekehrte Saulus nach Jerusalem kam und alle Jünger sich vor ihm fürchteten, war es Barnabas, der ihn zu den Aposteln brachte und für ihn bürgte (Apostelgeschichte 9,27). Ohne Barnabas hätte Paulus möglicherweise nie den Zugang zur Urgemeinde gefunden.

Barnabas wurde nach Antiochia gesandt, wo eine neue, gemischte Gemeinde aus Juden und Heiden entstanden war. Dort suchte er Saulus in Tarsus auf und holte ihn als Mitarbeiter. Ein ganzes Jahr lang lehrten sie gemeinsam – und in Antiochia wurden die Jünger zum ersten Mal „Christen“ genannt.

Zusammen brachen sie zur ersten Missionsreise auf. Doch auf der zweiten Reise kam es zum Bruch: Barnabas wollte den jungen Johannes Markus mitnehmen, der sie beim ersten Mal verlassen hatte. Paulus weigerte sich. „Es entstand eine Erbitterung, so dass sie sich voneinander trennten“ (Apostelgeschichte 15,39).

Barnabas nahm Markus mit nach Zypern – und gab ihm eine zweite Chance. Jahre später schrieb Paulus an Timotheus: „Nimm Markus und bringe ihn mit dir; denn er ist mir nützlich zum Dienst“ (2. Timotheus 4,11). Barnabas hatte recht behalten: Manchmal braucht ein Mensch jemanden, der an ihn glaubt, wenn alle anderen aufgegeben haben.

„Barnabas besaß die seltene Gabe, das Gute in anderen zu sehen und zu fördern. Er war kein großer Redner wie Paulus, aber seine Warmherzigkeit und sein Glaube an Menschen machten ihn zum unverzichtbaren Wegbereiter des Evangeliums“.

„Denn er war ein bewährter Mann, voll Heiligen Geistes und Glaubens“ (Apostelgeschichte 11,24).