Auferstehung der Toten
Die Auferstehung der Toten ist Gottes Antwort auf die Macht des Todes. Jesus Christus ist selbst von den Toten auferstanden und wird bei seiner Wiederkunft die zu ihm gehörenden Verstorbenen zum unvergänglichen Leben auferwecken. Die Schrift spricht zugleich von einer Auferstehung zum Leben und einer Auferstehung zum Gericht. Damit ist der Tod nicht das Ende des Menschen, sondern ein besiegter Feind unter der Herrschaft Christi.
Einführung
Ein Grab wirkt endgültig. Was dort hineingelegt wird, entzieht sich jeder menschlichen Macht: Kein Arzt, keine Technik und keine noch so tiefe Liebe kann einem Verstorbenen das Leben zurückgeben. Gerade an dieser Grenze setzt eine der größten Hoffnungen der Bibel an. Sie behauptet nicht, der Tod sei harmlos. Sie verkündet vielmehr, dass Gott stärker ist als der Tod.
Darum gehört die Auferstehung zum Zentrum der christlichen Hoffnung. Das Evangelium endet nicht mit der Vergebung der Sünden und auch nicht mit dem Tod eines Gläubigen. Gottes Erlösungsplan zielt darauf, den ganzen Menschen aus der Herrschaft von Sünde, Vergänglichkeit und Tod herauszuführen. Ohne Auferstehung bliebe selbst die Erlösung unvollendet.
Diese Hoffnung erhält ihre Gewissheit nicht durch menschliche Vorstellungen über ein Leben nach dem Tod, sondern durch Jesus Christus. Er selbst ging in den Tod und stand wieder auf. Seitdem ist die Auferstehung nicht mehr nur eine zukünftige Verheißung, sondern hat bereits einen geschichtlichen Mittelpunkt.
Wer verstehen will, was mit den Toten geschieht und welche Zukunft Gott ihnen bereitet, muss deshalb bei der grundlegenden biblischen Frage beginnen: Was bedeutet es überhaupt, wenn die Schrift sagt, dass die Toten eines Tages wieder auferstehen werden?
Wenn die Toten wieder erwachen
Hiob 14,10-15 – „10 Der Mann aber stirbt und ist dahin, der Mensch vergeht, und wo ist er? 11 Wie Wasser zerrinnen aus dem See und ein Strom vertrocknet und versiegt, 12 also legt sich auch der Mensch nieder und steht nicht wieder auf; bis keine Himmel mehr sind, regen sie sich nicht und wachen nicht auf aus ihrem Schlaf. 13 O daß du mich doch im Scheol verstecktest, daß du mich verbärgest, bis dein Zorn sich wen…"
Hiob 14,10-15 – „10 Der Mann aber stirbt und ist dahin, der Mensch vergeht, und wo ist er? 11 Wie Wasser zerrinnen aus dem See und ein Strom vertrocknet und versiegt, 12 also legt sich auch der Mensch nieder und steht nicht wieder auf; bis keine Himmel mehr sind, regen sie sich nicht und wachen nicht auf aus ihrem Schlaf. 13 O daß du mich doch im Scheol verstecktest, daß du mich verbärgest, bis dein Zorn sich wen…"
Jesaja 26,19 – „19 Aber deine Toten werden leben, und mein Leichnam wird auferstehen! Wachet auf und jubelt, ihr Bewohner des Staubes! Denn dein Tau ist ein Morgentau, und die Erde wird die Toten wiedergeben."
Johannes 11,11-14 – „11 Solches sprach er, und darnach sagte er zu ihnen: Unser Freund Lazarus ist entschlafen; aber ich gehe hin, um ihn aus dem Schlafe zu erwecken. 12 Da sprachen seine Jünger: Herr, ist er entschlafen, so wird er genesen! 13 Jesus aber hatte von seinem Tode geredet; sie meinten aber, er rede von dem natürlichen Schlaf. 14 Da sagte es ihnen Jesus frei heraus: Lazarus ist gestorben;"
Auferstehung setzt voraus, dass wirklich etwas geschehen ist, das der Mensch aus eigener Kraft nicht rückgängig machen kann: Er ist gestorben. Die Bibel behandelt den Tod deshalb nicht als bloßen Wechsel von einem Lebensbereich in einen anderen. Hiob fragt angesichts der menschlichen Vergänglichkeit: „Wenn ein Mann stirbt, wird er wieder leben?“ Seine Hoffnung richtet sich anschließend nicht auf eine ihm innewohnende Unsterblichkeit, sondern auf Gottes zukünftiges Handeln: Gott wird rufen, und der Tote wird antworten. Auferstehung bedeutet damit von Anfang an: Leben kommt erneut von Gott.
Dazu passt die Sprache des Schlafes, die die Schrift wiederholt für den Tod verwendet. Als Lazarus gestorben war, sagte Jesus zunächst: „Lazarus, unser Freund, ist eingeschlafen; aber ich gehe hin, ihn aufzuwecken.“ Weil die Jünger dies als gewöhnlichen Schlaf verstanden, erklärte Jesus anschließend ausdrücklich: „Lazarus ist gestorben.“ Der Vergleich macht den Tod nicht harmlos. Er zeigt vielmehr, dass der Zustand des Verstorbenen vor Gott nicht endgültig ist. Wer für Menschen unerreichbar geworden ist, kann durch die Stimme Christi wieder zum Leben gerufen werden.
Auch im Alten Testament erscheint dieselbe Hoffnung. Jesaja verkündet: „Deine Toten werden leben, meine Leichname werden auferstehen!“ und ruft den Bewohnern des Staubes zu, aufzuwachen. Der Staub erinnert an den Ursprung des Menschen. Nach 1. Mose 2,7 bildete Gott den Menschen aus Erde und gab ihm den Odem des Lebens; dadurch wurde der Mensch ein lebendiges Wesen. Leben ist deshalb niemals unabhängig von Gott vorhanden. Derselbe Schöpfer, der am Anfang Leben gab, besitzt auch die Macht, es nach dem Tod wiederherzustellen.
Gerade darin unterscheidet sich Auferstehung von der Vorstellung, der eigentliche Mensch müsse den Tod überhaupt nicht erfahren. Die biblische Hoffnung besteht nicht darin, dass ein unzerstörbarer Teil des Menschen das Grab einfach übergeht. Sie besteht darin, dass Gott den Gestorbenen wieder zum Leben bringt. Wenn Paulus später von der Auferstehung spricht, ist deshalb nicht von einer bloßen Wiedervereinigung mit einem Leben die Rede, das ohnehin ununterbrochen weiterbestand, sondern von Gottes machtvollem Sieg über einen wirklichen Feind.
Dabei bleibt die persönliche Identität erhalten. Gott erschafft bei der Auferstehung nicht einen beliebigen neuen Menschen, der dem Verstorbenen nur ähnlich sieht. Hiobs Erwartung lautet: „Du würdest rufen, und ich würde dir antworten; nach dem Werk deiner Hände würdest du dich sehnen.“ Derjenige, den Gott geschaffen und gekannt hat, steht wieder vor ihm. Wie Gott diese Identität trotz vollständiger körperlicher Vergänglichkeit bewahrt, erklärt die Bibel nicht technisch. Sie legt die Sicherheit der Auferstehung nicht in die Erhaltung bestimmter Materie, sondern in Gottes Wissen, Treue und schöpferische Macht.
Deshalb kann selbst völlige Verwesung Gottes Verheißung nicht gefährden. Für den Menschen mag nach Jahrhunderten nichts mehr wiederherstellbar erscheinen. Doch die Auferstehung hängt nicht davon ab, ob ein Körper im Grab noch erkennbar vorhanden ist. Der Gott, der aus Staub Leben hervorbringen konnte, ist nicht darauf angewiesen, dass der Mensch ihm seinen früheren Zustand erhält. Die Grenze des Geschöpfes ist nicht die Grenze des Schöpfers.
Damit bekommt die biblische Rede vom Erwachen ihre ganze Kraft. Tod bedeutet wirklichen Verlust des gegenwärtigen Lebens, aber nicht endgültigen Verlust vor Gott. Der Verstorbene kann sich selbst nicht wecken, doch Gott kann ihn rufen. Deshalb führt die Hoffnung der Schrift nicht tiefer in das Geheimnis des Todes hinein, sondern darüber hinaus: zu dem Gott, dessen Stimme selbst dort noch gehört werden wird, wo für Menschen nur Schweigen geblieben ist.
Christus ist der Erstling der Auferstehung
1. Korinther 15,12-23 – „12 Wenn aber Christus gepredigt wird, daß er von den Toten auferstanden sei, wie sagen denn etliche unter euch, es gebe keine Auferstehung der Toten? 13 Gibt es wirklich keine Auferstehung der Toten, so ist auch Christus nicht auferstanden! 14 Ist aber Christus nicht auferstanden, so ist also unsre Predigt vergeblich, vergeblich auch euer Glaube! 15 Wir werden aber auch als falsche Zeugen Gottes …"
1. Korinther 15,12-23 – „12 Wenn aber Christus gepredigt wird, daß er von den Toten auferstanden sei, wie sagen denn etliche unter euch, es gebe keine Auferstehung der Toten? 13 Gibt es wirklich keine Auferstehung der Toten, so ist auch Christus nicht auferstanden! 14 Ist aber Christus nicht auferstanden, so ist also unsre Predigt vergeblich, vergeblich auch euer Glaube! 15 Wir werden aber auch als falsche Zeugen Gottes …"
Römer 6,9 – „9 da wir wissen, daß Christus, von den Toten erweckt, nicht mehr stirbt; der Tod herrscht nicht mehr über ihn;"
Offenbarung 1,17-18 – „17 Und als ich Ihn sah, fiel ich zu seinen Füßen wie tot. Und er legte seine rechte Hand auf mich und sprach: Fürchte dich nicht! Ich bin der Erste und der Letzte 18 und der Lebendige; ich war tot, und siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit und habe die Schlüssel des Todes und des Totenreichs."
Die Hoffnung auf eine zukünftige Auferstehung steht und fällt im Neuen Testament mit einem Ereignis, das bereits geschehen ist: Jesus Christus ist von den Toten auferstanden. Paulus behandelt diese Wahrheit in 1. Korinther 15 nicht als einen wichtigen Glaubenspunkt unter vielen, sondern als Grundlage des Evangeliums. Wenn Christus nicht auferstanden wäre, wäre die Verkündigung leer, der Glaube vergeblich und auch diejenigen, die im Glauben an Christus gestorben sind, wären verloren. Die christliche Hoffnung auf Leben über den Tod hinaus hängt deshalb nicht an einer allgemeinen Vorstellung von Unsterblichkeit, sondern an dem auferstandenen Herrn.
Paulus formuliert den Wendepunkt mit den Worten: „Nun aber ist Christus von den Toten auferstanden, als Erstling der Entschlafenen.“ Das Bild des Erstlings stammt aus der Ernte. Der erste Teil der Ernte stand nicht allein für sich, sondern kündigte an, dass noch mehr folgen würde. So ist auch die Auferstehung Jesu kein isoliertes Wunder, das nur ihn betrifft. Sie eröffnet eine kommende Ernte: Diejenigen, die zu Christus gehören und im Tod schlafen, werden ebenfalls auferweckt werden.
Dabei bedeutet „Erstling“ nicht einfach, dass Jesus zeitlich der erste Mensch war, der jemals aus dem Tod zurückkehrte. Schon vor seinem Tod berichtet die Schrift von Menschen, die durch Gottes Macht wieder lebendig wurden. Elia und Elisa erlebten solche Auferweckungen, und Jesus selbst rief unter anderem Lazarus aus dem Grab. Diese Menschen kehrten jedoch in ihr sterbliches Leben zurück. Sie mussten später erneut sterben. Ihre Auferweckung war ein mächtiges Zeichen göttlicher Herrschaft über den Tod, aber noch nicht die endgültige Auferstehung zur Unvergänglichkeit.
Bei Christus ist etwas grundsätzlich anderes geschehen. Paulus schreibt: „Christus, von den Toten erweckt, stirbt nicht mehr; der Tod herrscht nicht mehr über ihn.“ Seine Auferstehung führt nicht zurück unter die Herrschaft der Vergänglichkeit. Derjenige, der am Kreuz wirklich starb, lebt nun in einem Leben, über das der Tod keinerlei Anspruch mehr besitzt. Darum kann Christus in der Offenbarung sagen: „Ich war tot, und siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit.“
Gerade dadurch erhält der Titel „Erstling“ seine heilsgeschichtliche Tiefe. Was an Christus geschehen ist, zeigt nicht nur, dass Gott Tote auferwecken kann. Es zeigt, wohin die Erlösung führt. Christus hat den Tod durchschritten und ist auf der anderen Seite nicht wieder seiner Macht unterworfen. Die kommende Auferstehung seiner Erlösten ist deshalb keine Wiederholung der Auferweckung des Lazarus, sondern Anteil an dem Sieg, der in Christus bereits Wirklichkeit geworden ist.
Paulus verbindet diesen Sieg mit dem großen Gegensatz zwischen Adam und Christus. „Denn gleichwie in Adam alle sterben, so werden auch in Christus alle lebendig gemacht werden.“ Durch die Sünde kam der Tod in die menschliche Geschichte; in Christus beginnt Gottes endgültige Antwort darauf. Der erste Adam steht für eine Menschheit unter der Herrschaft des Todes. Christus steht als der Auferstandene für eine neue Wirklichkeit, in der der Tod sein letztes Recht verliert.
Dabei erklärt Paulus zugleich, dass Gott eine bestimmte Ordnung vorgesehen hat: „Als Erstling Christus, darnach die, welche Christus angehören, bei seiner Wiederkunft.“ Zwischen Christi Auferstehung und der Auferstehung seines Volkes liegt also nicht Unklarheit, sondern eine göttlich bestimmte Reihenfolge. Christus ist bereits auferstanden. Diejenigen, die ihm angehören, werden folgen, wenn er wiederkommt.
Darum ist die Auferstehung Jesu mehr als der Beweis, dass nach dem Tod noch etwas geschehen kann. Sie ist die Garantie dafür, dass Gottes Erlösungswerk den Tod tatsächlich überwinden wird. Der auferstandene Christus besitzt „die Schlüssel des Todes und des Totenreichs“. Das Grab hat deshalb nicht die letzte Vollmacht über diejenigen, die ihm gehören. Wer verstehen will, wann diese Verheißung an den verstorbenen Gläubigen erfüllt wird, muss nun auf den Zeitpunkt schauen, den Paulus selbst nennt: die Wiederkunft Jesu.
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Die Toten in Christus stehen bei seiner Wiederkunft auf
1. Thessalonicher 4,13-18 – „13 Wir wollen euch aber, ihr Brüder, nicht in Unwissenheit lassen in betreff der Entschlafenen, damit ihr nicht traurig seid wie die andern, die keine Hoffnung haben. 14 Denn wenn wir glauben, daß Jesus gestorben und auferstanden ist, so wird Gott auch die Entschlafenen durch Jesus mit ihm führen. 15 Denn das sagen wir euch in einem Worte des Herrn, daß wir, die wir leben und bis zur Wiederkunft …"
1. Thessalonicher 4,13-18 – „13 Wir wollen euch aber, ihr Brüder, nicht in Unwissenheit lassen in betreff der Entschlafenen, damit ihr nicht traurig seid wie die andern, die keine Hoffnung haben. 14 Denn wenn wir glauben, daß Jesus gestorben und auferstanden ist, so wird Gott auch die Entschlafenen durch Jesus mit ihm führen. 15 Denn das sagen wir euch in einem Worte des Herrn, daß wir, die wir leben und bis zur Wiederkunft …"
Johannes 6,39-40 – „39 Das ist aber der Wille des Vaters, der mich gesandt hat, daß ich nichts verliere von allem, was er mir gegeben hat, sondern daß ich es auferwecke am letzten Tage. 40 Denn das ist der Wille meines Vaters, daß jeder, der den Sohn sieht und an ihn glaubt, ewiges Leben habe; und ich werde ihn auferwecken am letzten Tage."
Johannes 11,23-25 – „23 Jesus spricht zu ihr: Dein Bruder soll auferstehen! 24 Martha spricht zu ihm: Ich weiß, daß er auferstehen wird in der Auferstehung am letzten Tage. 25 Jesus spricht zu ihr: Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt;"
Als Paulus an die Gemeinde in Thessalonich schrieb, waren einige Gläubige bereits gestorben. Die Zurückgebliebenen trauerten und fragten sich offenbar, ob die Verstorbenen beim Kommen Jesu einen Nachteil haben würden. Paulus beantwortet diese Sorge bemerkenswert konkret. Er verweist nicht auf eine bereits vollendete Hoffnung der Toten, sondern auf das zukünftige Eingreifen Christi: „Die Toten in Christus werden zuerst auferstehen.“
Dabei beginnt Paulus mit Jesus selbst. Wenn die Gemeinde glaubt, „dass Jesus gestorben und auferstanden ist“, dann besitzt sie auch Hoffnung für die Entschlafenen. Wieder ist die Auferstehung Christi der Grund der kommenden Auferstehung seines Volkes. Die Verstorbenen werden nicht vergessen, und ihr Tod trennt sie nicht von der rettenden Macht Jesu.
Dann beschreibt Paulus den Zeitpunkt. „Der Herr selbst“ wird vom Himmel herabkommen. Ein Befehlsruf ertönt, die Stimme des Erzengels wird gehört und die Posaune Gottes erschallt. In genau diesem Zusammenhang stehen die Worte: „und die Toten in Christus werden zuerst auferstehen.“ Ihre Auferweckung gehört damit unmittelbar zur Wiederkunft Jesu. Sie findet nicht losgelöst von diesem Ereignis statt, sondern ist Teil seines machtvollen Erscheinens.
Das Wort „zuerst“ muss dabei aus seinem unmittelbaren Zusammenhang verstanden werden. Paulus vergleicht hier nicht die Auferstehung der Gerechten mit einer späteren Auferstehung der Gottlosen. Seine unmittelbare Frage lautet, ob die noch lebenden Gläubigen den bereits Verstorbenen zuvorkommen. Die Antwort lautet: nein. Zuerst stehen die Toten in Christus auf; danach werden die noch lebenden Gläubigen gemeinsam mit ihnen dem Herrn entgegengerückt. Tote und Lebende werden also nicht getrennt vollendet, sondern gemeinsam mit Christus vereint.
Jesus selbst hatte die Auferweckung der Gläubigen ebenfalls an einen zukünftigen Zeitpunkt gebunden. In Johannes 6 wiederholt er mehrfach: „Ich werde ihn auferwecken am letzten Tag.“ Derjenige, der an Christus glaubt, besitzt bereits die Verheißung des ewigen Lebens, doch die Auferweckung aus dem Tod bleibt ein zukünftiges Handeln des Sohnes. Gottes Zusage wird dadurch nicht unsicherer. Gerade weil Christus den Seinen das ewige Leben zugesagt hat, kann selbst der Tod seine Verheißung nicht zunichtemachen.
Auch Martha kannte diese Hoffnung. Nach dem Tod ihres Bruders Lazarus sagte sie zu Jesus: „Ich weiß, dass er auferstehen wird in der Auferstehung am letzten Tag.“ Jesus verwirft diese Erwartung nicht. Er führt Martha vielmehr zum Grund ihrer Hoffnung: „Ich bin die Auferstehung und das Leben.“ Der zukünftige Tag besitzt seine Bedeutung deshalb, weil Christus selbst die Macht hat, die Toten hervorzurufen.
Damit wird deutlich, worin der neutestamentliche Trost für verstorbene Gläubige liegt. Paulus schreibt ausdrücklich: „So tröstet nun einander mit diesen Worten.“ Der Trost besteht in der Gewissheit, dass Jesus wiederkommt, die Entschlafenen auferweckt und sein Volk zusammenführt. Was der Tod getrennt hat, wird durch die Stimme Christi überwunden.
Die Auferstehung bei der Wiederkunft ist jedoch nicht nur eine Rückkehr in das Leben, das die Verstorbenen vorher kannten. Wenn die Toten in Christus aufstehen, werden sie nicht erneut sterblich und vergänglich leben. Paulus erklärt unmittelbar an anderer Stelle, dass bei diesem Ereignis etwas geschieht, was keine frühere Auferweckung vollständig vorweggenommen hat: Das Verwesliche wird unverweslich und das Sterbliche mit Unsterblichkeit bekleidet.
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Verwandelt zur Unvergänglichkeit
1. Korinther 15,35-54 – „35 Aber, wird jemand sagen, wie sollen die Toten auferstehen? Mit was für einem Leibe sollen sie kommen? 36 Du Gedankenloser, was du säst, wird nicht lebendig, es sterbe denn! 37 Und was du säst, das ist ja nicht der Leib, der werden soll, sondern ein bloßes Korn, etwa von Weizen, oder von einer andern Frucht. 38 Gott aber gibt ihm einen Leib, wie er es gewollt hat, und zwar einem jeglichen Samen…"
1. Korinther 15,35-54 – „35 Aber, wird jemand sagen, wie sollen die Toten auferstehen? Mit was für einem Leibe sollen sie kommen? 36 Du Gedankenloser, was du säst, wird nicht lebendig, es sterbe denn! 37 Und was du säst, das ist ja nicht der Leib, der werden soll, sondern ein bloßes Korn, etwa von Weizen, oder von einer andern Frucht. 38 Gott aber gibt ihm einen Leib, wie er es gewollt hat, und zwar einem jeglichen Samen…"
Philipper 3,20-21 – „20 Unser Bürgerrecht aber ist im Himmel, von woher wir auch als Retter den Herrn Jesus Christus erwarten, 21 welcher den Leib unsrer Niedrigkeit umgestalten wird, daß er gleichgestaltet werde dem Leibe seiner Herrlichkeit, vermöge der Kraft, durch welche er sich auch alles untertan machen kann!"
Römer 8,22-23 – „22 Denn wir wissen, daß die ganze Schöpfung mitseufzt und mit in Wehen liegt bis jetzt; 23 und nicht nur sie, sondern auch wir selbst, die wir die Erstlingsgabe des Geistes haben, auch wir erwarten seufzend die Sohnesstellung, die Erlösung unsres Leibes."
Paulus beantwortet in 1. Korinther 15 nicht nur die Frage, ob die Toten auferstehen, sondern auch, in welcher Beschaffenheit sie auferstehen. Dabei beginnt er mit einem Bild aus der Schöpfung. Ein Same wird in die Erde gelegt und erscheint zunächst verloren, doch Gott gibt ihm eine neue Gestalt. So besteht zwischen dem gestorbenen und dem auferstandenen Menschen sowohl wirkliche Kontinuität als auch tiefgreifende Veränderung. Derselbe Mensch wird auferweckt, aber nicht mehr unter den Bedingungen, unter denen er gestorben ist.
Paulus beschreibt diese Veränderung mit vier Gegensätzen: „Es wird gesät verweslich und wird auferstehen unverweslich; es wird gesät in Unehre und wird auferstehen in Herrlichkeit; es wird gesät in Schwachheit und wird auferstehen in Kraft; es wird gesät ein natürlicher Leib und wird auferstehen ein geistlicher Leib.“ Die Auferstehung ist deshalb weit mehr als eine Reparatur des bisherigen Körpers. Gott führt den Menschen aus Vergänglichkeit, Schwachheit und Sterblichkeit in eine neue Beschaffenheit des Lebens.
Der Ausdruck „geistlicher Leib“ bedeutet dabei nicht einen körperlosen Geist. Paulus spricht ausdrücklich weiterhin von einem „Leib“. Der Gegensatz liegt zwischen dem gegenwärtigen, sterblichen Leib und einem Leib, der vollständig von Gottes lebensschaffender Macht geprägt ist. Auch der auferstandene Christus war kein körperloses Wesen. Er konnte gesehen und berührt werden und sagte zu seinen Jüngern ausdrücklich, dass ein Geist nicht Fleisch und Gebein habe, wie sie es an ihm sahen. Zugleich war sein auferstandenes Leben nicht mehr der Sterblichkeit unterworfen.
Diese Erneuerung betrifft sowohl die Verstorbenen als auch diejenigen Gläubigen, die bei Jesu Wiederkunft noch leben. Paulus offenbart: „Wir werden nicht alle entschlafen, wir werden aber alle verwandelt werden.“ Die Lebenden müssen also nicht zuerst sterben, um an derselben Vollendung teilzuhaben. Wenn die letzte Posaune erschallt, werden die Toten auferweckt und die lebenden Gläubigen verwandelt. Beide Gruppen werden für dasselbe unvergängliche Leben zubereitet.
Besonders deutlich wird dabei, dass Unsterblichkeit keine natürliche Eigenschaft des Menschen ist. Paulus sagt nicht, etwas bereits Unsterbliches werde lediglich freigesetzt. Er schreibt: „Dieses Sterbliche muss Unsterblichkeit anziehen.“ Unsterblichkeit wird empfangen. Sie ist Gottes Gabe und gehört zur Vollendung der Erlösung. Gerade deshalb ist die Auferstehung notwendig: Was dem Tod unterworfen war, muss durch Gottes Macht in einen Zustand versetzt werden, über den der Tod keine Herrschaft mehr besitzt.
Philipper 3 beschreibt dieselbe Hoffnung von Christus her. Die Gläubigen erwarten den Herrn Jesus Christus vom Himmel, „welcher unseren Leib der Niedrigkeit umgestalten wird, dass er gleichförmig werde seinem Leib der Herrlichkeit“. Die Auferstehung bedeutet also nicht die Abschaffung menschlicher Leiblichkeit, sondern ihre Erlösung. Gottes Ziel ist nicht, den Menschen von seiner geschaffenen Existenz zu befreien, sondern diese Existenz von den Folgen der Sünde zu erlösen.
Darum spricht Paulus in Römer 8 von der „Erlösung unseres Leibes“. Selbst Gläubige, die bereits den Heiligen Geist empfangen haben, warten noch auf diese Vollendung. Erlösung ist gegenwärtig wirklich, aber ihre körperliche Vollendung steht noch aus. Solange Menschen altern, leiden und sterben, ist der letzte Feind noch nicht vollständig überwunden. Die Auferstehung bringt das Erlösungswerk auch an dieser Stelle zu seinem Ziel.
Erst dann erfüllt sich der triumphierende Satz: „Der Tod ist verschlungen in Sieg.“ Der Sieg besteht nicht darin, dass der Tod niemals wirklich Macht über den Menschen gehabt hätte. Er besteht darin, dass Christus diese Macht tatsächlich bricht. Das Verwesliche wird unverweslich, das Sterbliche unsterblich und die Schwachheit durch Herrlichkeit ersetzt. Doch die Schrift macht zugleich deutlich, dass nicht jede Auferstehung zu dieser Herrlichkeit führt. Jesus spricht auch von einer Auferstehung zum Gericht.
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Eine besondere Auferstehung vor der Wiederkunft
Daniel 12,1-3 – „1 Zu jener Zeit wird sich der große Fürst Michael erheben, der für die Kinder deines Volkes einsteht; denn es wird eine Zeit der Not sein, wie noch keine war, seitdem es Völker gibt, bis zu dieser Zeit. Aber zu jener Zeit soll dein Volk gerettet werden, ein jeder, der sich im Buche eingeschrieben findet. 2 Und viele von denen, die im Erdenstaube schlafen, werden aufwachen; die einen zu ewigem Leb…"
Daniel 12,1-3 – „1 Zu jener Zeit wird sich der große Fürst Michael erheben, der für die Kinder deines Volkes einsteht; denn es wird eine Zeit der Not sein, wie noch keine war, seitdem es Völker gibt, bis zu dieser Zeit. Aber zu jener Zeit soll dein Volk gerettet werden, ein jeder, der sich im Buche eingeschrieben findet. 2 Und viele von denen, die im Erdenstaube schlafen, werden aufwachen; die einen zu ewigem Leb…"
Offenbarung 1,7 – „7 Siehe, er kommt mit den Wolken, und jedes Auge wird ihn sehen, auch die, welche ihn durchstochen haben, und es werden sich seinetwegen an die Brust schlagen alle Geschlechter der Erde! Ja, Amen."
Matthäus 26,63-64 – „63 Jesus aber schwieg. Und der Hohepriester sprach zu ihm: Ich beschwöre dich bei dem lebendigen Gott, daß du uns sagest, ob du der Christus, der Sohn Gottes bist! 64 Jesus spricht zu ihm: Du hast es gesagt! Überdies sage ich euch: Von jetzt an werdet ihr des Menschen Sohn sitzen sehen zur Rechten der Kraft und kommen auf den Wolken des Himmels!"
Daniel beschreibt unmittelbar vor der endgültigen Befreiung des Volkes Gottes eine außergewöhnliche Auferstehung. Nachdem er von einer „Zeit der Drangsal“ gesprochen hat, wie es sie zuvor nicht gegeben habe, fährt er fort: „Und viele von denen, die im Erdenstaube schlafen, werden aufwachen; die einen zu ewigem Leben, die andern zu ewiger Schmach und Schande.“ Auffällig ist zunächst, dass Daniel hier nicht einfach sagt, alle Toten würden gleichzeitig auferstehen. Er spricht von „vielen von denen“, die im Staub schlafen.
Ebenso auffällig ist die Zusammensetzung dieser Gruppe. Unter den Erwachenden befinden sich sowohl Menschen, deren Ausgang ewiges Leben ist, als auch Menschen, deren Ausgang Schmach und Schande ist. Das unterscheidet Daniels Beschreibung von der allgemeinen Auferstehung der Gläubigen bei Jesu Wiederkunft, die Paulus als Auferstehung der „Toten in Christus“ beschreibt. Daniel scheint deshalb einen besonderen Vorgang im unmittelbaren endzeitlichen Zusammenhang vor Augen zu haben.
Der Text muss dennoch sorgfältig begrenzt werden. Daniel nennt nicht die Namen der Auferstehenden und erklärt nicht ausdrücklich, wie groß diese Gruppe ist. Ebenso sagt er nicht in einem einzelnen Satz: Diese Auferstehung findet einige Augenblicke oder Tage vor Jesu sichtbarer Wiederkunft statt. Sicher ist jedoch, dass Daniel 12,1-3 die Auferstehung eng mit der letzten Drangsal, der Befreiung des Volkes Gottes und der anschließenden Verherrlichung der Gerechten verbindet.
Eine bemerkenswerte Ergänzung liefert Offenbarung 1,7. Johannes beschreibt die Wiederkunft Christi: „Siehe, er kommt mit den Wolken, und jedes Auge wird ihn sehen, auch die, welche ihn durchstochen haben.“ Die Aussage wirft eine naheliegende Frage auf. Diejenigen, die Christus während seines irdischen Lebens durchbohrten und verurteilten, waren seit Jahrhunderten tot. Wenn sie ihn bei seinem Kommen tatsächlich sehen sollen, muss Gott sie zuvor ins Leben zurückbringen.
Dazu passen die Worte Jesu vor dem Hohen Rat. Als der Hohepriester ihn fragte, ob er der Christus sei, antwortete Jesus: „Von nun an werdet ihr den Sohn des Menschen sitzen sehen zur Rechten der Macht und kommen auf den Wolken des Himmels.“ Diese Worte richten sich an konkrete Menschen, die an seiner Verurteilung beteiligt waren. Zusammen mit Offenbarung 1,7 entsteht dadurch eine ernstzunehmende biblische Verbindung zu Daniels Aussage über Menschen, die zur Schmach erwachen.
Dennoch darf diese Verbindung nicht weiter ausgedehnt werden, als die Schrift selbst trägt. Die Bibel nennt keine vollständige Liste der Menschen, die an einer solchen besonderen Auferstehung teilnehmen. Ebenso können wir nicht jeden einzelnen Menschen bestimmen, der unter der Formulierung „die ihn durchstochen haben“ zu verstehen ist. Was sich gut begründen lässt, ist die Grundlinie: Unmittelbar im Zusammenhang mit den letzten Ereignissen spricht Daniel von einer begrenzten Auferstehung, in der sowohl Gerechte als auch Gottlose erscheinen, während andere Texte darauf hinweisen, dass bestimmte Gegner Christi seine Wiederkunft persönlich sehen werden.
Damit unterscheidet sich diese besondere Auferstehung von der großen Auferstehung der Erlösten, die beim Kommen Christi erfolgt. Sie ersetzt sie nicht und darf nicht mit ihr vermischt werden. Die Toten in Christus werden weiterhin bei der Wiederkunft auferweckt und zur Unvergänglichkeit verwandelt. Daniel macht vielmehr sichtbar, dass Gottes endzeitliches Handeln unmittelbar davor oder in engstem Zusammenhang damit noch einen besonderen Auferstehungsvorgang einschließen kann.
Gerade diese Beobachtung bereitet auf eine größere Unterscheidung vor. Denn die Bibel kennt nicht nur verschiedene Zeitpunkte einzelner Auferstehungen. Jesus selbst spricht grundsätzlich von zwei unterschiedlichen Ausgängen: einer „Auferstehung des Lebens“ und einer „Auferstehung des Gerichts“. Um diese Aussagen richtig zusammenzuführen, muss als Nächstes geklärt werden, wie diese beiden großen Auferstehungen zueinander stehen.
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Auferstehung zum Leben und Auferstehung zum Gericht
Johannes 5,28-29 – „28 Verwundert euch nicht darüber! Denn es kommt die Stunde, in welcher alle, die in den Gräbern sind, seine Stimme hören werden; 29 und es werden hervorgehen, die das Gute getan haben, zur Auferstehung des Lebens; die aber das Böse getan haben, zur Auferstehung des Gerichts."
Johannes 5,28-29 – „28 Verwundert euch nicht darüber! Denn es kommt die Stunde, in welcher alle, die in den Gräbern sind, seine Stimme hören werden; 29 und es werden hervorgehen, die das Gute getan haben, zur Auferstehung des Lebens; die aber das Böse getan haben, zur Auferstehung des Gerichts."
Apostelgeschichte 24,14-15 – „14 Das bekenne ich dir aber, daß ich nach dem Wege, welchen sie eine Sekte nennen, dem Gott der Väter also diene, daß ich an alles glaube, was im Gesetz und in den Propheten geschrieben steht; 15 und ich habe die Hoffnung zu Gott, auf welche auch sie selbst warten, daß es eine Auferstehung der Toten, sowohl der Gerechten als der Ungerechten, geben wird."
Offenbarung 20,4-6.11-15 – „4 Und ich sah Throne, und sie setzten sich darauf, und das Gericht wurde ihnen übergeben; und [ich sah] die Seelen derer, die enthauptet worden waren um des Zeugnisses Jesu und um des Wortes Gottes willen, und die das Tier nicht angebetet hatten noch sein Bild, und das Malzeichen weder auf ihre Stirn noch auf ihre Hand genommen hatten; und sie lebten und regierten mit Christus tausend Jahre. 5 Di…"
Jesus spricht in Johannes 5 mit großer Klarheit über die umfassende Macht seiner Stimme: „Es kommt die Stunde, in welcher alle, die in den Gräbern sind, seine Stimme hören werden.“ Der Tod entzieht deshalb keinen Menschen endgültig der Herrschaft Christi. Doch unmittelbar danach macht Jesus eine entscheidende Unterscheidung. Die einen gehen hervor „zur Auferstehung des Lebens“, die anderen „zur Auferstehung des Gerichts“. Auferstehung bedeutet also nicht automatisch Erlösung.
Paulus bestätigt dieselbe Grundlinie, als er vor Felix bekennt, dass „eine Auferstehung der Gerechten und Ungerechten“ kommen werde. Auch hier begegnen zwei Gruppen mit unterschiedlichem Ausgang. Die Schrift kennt deshalb sowohl eine Auferstehung derer, die Gott erlöst, als auch eine Auferstehung derjenigen, die seinem Gericht begegnen müssen. Beide beruhen auf Gottes Macht über den Tod, aber sie führen nicht zu derselben Zukunft.
Johannes 5 erklärt an dieser Stelle noch nicht, wie viel Zeit zwischen diesen beiden Auferstehungen liegt. Die Formulierung „es kommt die Stunde“ darf deshalb nicht automatisch so verstanden werden, als müssten beide Gruppen im selben Augenblick auferstehen. Johannes verwendet „Stunde“ auch an anderen Stellen für einen größeren heilsgeschichtlichen Zusammenhang. Entscheidend ist zunächst die von Jesus selbst gesetzte Unterscheidung zwischen Leben und Gericht.
Bei der Auferstehung des Lebens wird die Verheißung erfüllt, die Paulus für die Toten in Christus beschreibt. Sie werden bei Jesu Wiederkunft auferweckt, zur Unvergänglichkeit verwandelt und mit den noch lebenden Erlösten vereinigt. Deshalb nennt Jesus an anderer Stelle auch die „Auferstehung der Gerechten“. Ihr Hervorgehen aus dem Grab führt nicht in eine neue Phase der Unsicherheit, sondern in das Leben, das Christus ihnen zugesagt hat.
Offenbarung 20 nennt eine Auferstehung ausdrücklich „die erste Auferstehung“. Über diejenigen, die daran teilhaben, heißt es: „Glückselig und heilig ist, wer Anteil hat an der ersten Auferstehung! Über diese hat der zweite Tod keine Macht.“ Diese Beschreibung passt genau zum zuvor gewonnenen Bild der Erlösten. Sie sind dem endgültigen Tod entzogen und regieren mit Christus. Die Bezeichnung „erste Auferstehung“ setzt zugleich voraus, dass die Auferstehung der Menschheit nicht in einem einzigen undifferenzierten Ereignis aufgeht.
Der weitere Verlauf von Offenbarung 20 führt nach der tausendjährigen Herrschaft zum großen weißen Thron. Dort sieht Johannes „die Toten, die Großen und die Kleinen“, vor Gott stehen. Tod und Totenreich geben ihre Toten heraus, die Bücher werden geöffnet, und das Gericht führt schließlich zum „zweiten Tod“. Damit entspricht dieser Abschnitt der von Jesus angekündigten Auferstehung des Gerichts.
Ein einzelner Satz in Offenbarung 20,5, der in vielen Bibelausgaben lautet, die „übrigen Toten“ würden erst nach den tausend Jahren wieder lebendig, besitzt eine ernstzunehmende textkritische Unsicherheit und sollte deshalb nicht allein die gesamte Chronologie tragen. Die größere Abfolge des Kapitels bleibt jedoch auch ohne diesen Satz erkennbar: Zuerst werden diejenigen beschrieben, die an der ersten Auferstehung teilhaben und mit Christus tausend Jahre regieren; nach den tausend Jahren folgt die abschließende Gerichtsszene über die Toten. Die zeitliche Trennung sollte daher aus dem Gesamtzusammenhang begründet werden, nicht aus einem einzigen umstrittenen Satz.
Damit entsteht ein zusammenhängendes biblisches Bild. Die Gerechten werden bei der Wiederkunft Christi zum unvergänglichen Leben auferweckt. Offenbarung nennt ihre Auferstehung die erste und erklärt, dass der zweite Tod keine Macht über sie besitzt. Die Gottlosen werden ebenfalls nicht für immer im ersten Tod bleiben; auch sie werden vor Gottes Gericht erscheinen. Die beiden Auferstehungen offenbaren deshalb zwei endgültig verschiedene Ausgänge – Leben bei Christus oder Gericht, das schließlich zum zweiten Tod führt.
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Nicht jede Auferweckung ist die endgültige Auferstehung
Johannes 11,38-44 – „38 Jesus nun, indem er abermals bei sich selbst ergrimmte, kam zum Grabe. Es war aber eine Höhle, und ein Stein lag davor. 39 Jesus spricht: Hebet den Stein weg! Martha, die Schwester des Verstorbenen, spricht zu ihm: Herr, er riecht schon, denn er ist schon vier Tage hier. 40 Jesus spricht zu ihr: Habe ich dir nicht gesagt, wenn du glaubst, werdest du die Herrlichkeit Gottes sehen? 41 Da hoben s…"
Johannes 11,38-44 – „38 Jesus nun, indem er abermals bei sich selbst ergrimmte, kam zum Grabe. Es war aber eine Höhle, und ein Stein lag davor. 39 Jesus spricht: Hebet den Stein weg! Martha, die Schwester des Verstorbenen, spricht zu ihm: Herr, er riecht schon, denn er ist schon vier Tage hier. 40 Jesus spricht zu ihr: Habe ich dir nicht gesagt, wenn du glaubst, werdest du die Herrlichkeit Gottes sehen? 41 Da hoben s…"
Matthäus 27,50-53 – „50 Jesus aber schrie abermals mit lauter Stimme und gab den Geist auf. 51 Und siehe, der Vorhang im Tempel riß entzwei von oben bis unten, und die Erde erbebte, und die Felsen spalteten sich. 52 Und die Gräber öffneten sich, und viele Leiber der entschlafenen Heiligen standen auf 53 und gingen aus den Gräbern hervor nach seiner Auferstehung und kamen in die heilige Stadt und erschienen vielen."
Römer 6,9 – „9 da wir wissen, daß Christus, von den Toten erweckt, nicht mehr stirbt; der Tod herrscht nicht mehr über ihn;"
Die Bibel berichtet schon lange vor der allgemeinen Auferstehung von Menschen, die aus dem Tod zurückgerufen wurden. Im Alten Testament geschieht dies etwa durch Elia und Elisa; im Neuen Testament erweckt Jesus die Tochter des Jairus, den Sohn der Witwe von Nain und Lazarus. Diese Berichte sind wirkliche Offenbarungen der Macht Gottes über den Tod. Dennoch dürfen sie nicht ohne Weiteres mit jener Auferstehung gleichgesetzt werden, bei der die Erlösten Unvergänglichkeit und Unsterblichkeit empfangen.
Lazarus macht diesen Unterschied besonders anschaulich. Als Jesus vor seinem Grab stand, war Lazarus bereits vier Tage tot. Christus rief mit lauter Stimme: „Lazarus, komm heraus!“ – und der Gestorbene kam hervor. Jesus bewies damit öffentlich, was er unmittelbar zuvor zu Martha gesagt hatte: „Ich bin die Auferstehung und das Leben.“ Seine Stimme besitzt Macht, einen Toten aus dem Grab zurückzurufen.
Doch Lazarus wurde nicht bereits in den verherrlichten Zustand versetzt, den Paulus für die Auferstehung bei der Wiederkunft beschreibt. Der Bericht sagt nicht, dass er Unsterblichkeit empfing oder von nun an dem Tod für immer entzogen war. Er kehrte vielmehr in das irdische Leben zurück. Dieselbe Unterscheidung gilt für die anderen biblischen Auferweckungen dieser Art. Sie waren Zeichen des kommenden Sieges, aber noch nicht dessen vollständige Vollendung.
Genau deshalb widersprechen diese früheren Auferweckungen nicht der Aussage, dass Christus der „Erstling der Entschlafenen“ ist. Seine Auferstehung besitzt eine andere Qualität. Von ihm heißt es ausdrücklich: „Christus, von den Toten erweckt, stirbt nicht mehr; der Tod herrscht nicht mehr über ihn.“ Bei ihm beginnt die Auferstehung zu einem Leben, das der Herrschaft des Todes endgültig entzogen ist. Darin ist er der Erstling der kommenden Ernte.
Ein außergewöhnlicher Bericht steht unmittelbar im Zusammenhang mit Jesu Tod und Auferstehung. Matthäus erzählt, dass beim Tod Jesu die Gräber geöffnet wurden und „viele Leiber der entschlafenen Heiligen“ auferweckt wurden. Nach Jesu Auferstehung gingen sie aus den Gräbern, kamen in die heilige Stadt und erschienen vielen Menschen. Dieses Ereignis verbindet den Tod und die Auferstehung Christi sichtbar mit seiner Macht über die Gräber.
Mehr als dies sollte jedoch nicht behauptet werden. Matthäus erklärt weder, wer diese Heiligen waren, noch sagt er ausdrücklich, ob sie Unsterblichkeit empfingen, später wieder starben oder mit Christus in den Himmel aufgenommen wurden. Solche zusätzlichen Aussagen mögen in späteren Auslegungen begegnen, gehören aber nicht zum ausdrücklichen biblischen Bericht. Sicher ist: Ihre Auferweckung war ein außergewöhnliches Zeugnis dafür, dass der Tod Christi und sein bevorstehender Sieg selbst die Macht des Grabes erschüttern.
Ähnlich sorgfältig muss mit Mose umgegangen werden. 5. Mose berichtet eindeutig von seinem Tod. Judas erwähnt anschließend einen Streit zwischen Michael und dem Teufel „um den Leib Moses“, und bei der Verklärung erscheint Mose gemeinsam mit Elia bei Jesus. Diese Texte lassen die Schlussfolgerung zu, dass Mose vor diesem Ereignis von Gott auferweckt worden sein könnte. Die Bibel sagt jedoch nirgends ausdrücklich: „Mose wurde auferweckt.“ Deshalb bleibt diese Verbindung gut begründbar, aber sie besitzt nicht dieselbe Eindeutigkeit wie die ausdrücklich berichtete Auferstehung des Lazarus oder Jesu.
Diese Unterschiede schützen die biblische Auferstehungslehre vor Vermischungen. Gott hat zu verschiedenen Zeiten einzelne Tote wieder ins Leben gerufen und damit seine Macht über den Tod sichtbar gemacht. Die große Hoffnung der Erlösten geht jedoch weiter: Bei der Wiederkunft werden sie nicht lediglich in das frühere sterbliche Leben zurückkehren. Sie werden in jener Auferstehung hervorgehen, über die der zweite Tod keine Macht besitzt. Genau diese erste Auferstehung führt in den nächsten großen Abschnitt der biblischen Chronologie: die Herrschaft mit Christus während der tausend Jahre.
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Mit Christus während der tausend Jahre
Offenbarung 20,4-6 – „4 Und ich sah Throne, und sie setzten sich darauf, und das Gericht wurde ihnen übergeben; und [ich sah] die Seelen derer, die enthauptet worden waren um des Zeugnisses Jesu und um des Wortes Gottes willen, und die das Tier nicht angebetet hatten noch sein Bild, und das Malzeichen weder auf ihre Stirn noch auf ihre Hand genommen hatten; und sie lebten und regierten mit Christus tausend Jahre. 5 Di…"
Offenbarung 20,4-6 – „4 Und ich sah Throne, und sie setzten sich darauf, und das Gericht wurde ihnen übergeben; und [ich sah] die Seelen derer, die enthauptet worden waren um des Zeugnisses Jesu und um des Wortes Gottes willen, und die das Tier nicht angebetet hatten noch sein Bild, und das Malzeichen weder auf ihre Stirn noch auf ihre Hand genommen hatten; und sie lebten und regierten mit Christus tausend Jahre. 5 Di…"
1. Korinther 6,2-3 – „2 Wisset ihr nicht, daß die Heiligen die Welt richten werden? Wenn nun durch euch die Welt gerichtet werden soll, seid ihr dann unwürdig, über die allergeringsten Dinge zu entscheiden? 3 Wisset ihr nicht, daß wir Engel richten werden? Warum denn nicht auch Dinge dieses Lebens?"
Johannes 14,1-3 – „1 Euer Herz erschrecke nicht! Vertrauet auf Gott und vertrauet auf mich! 2 In meines Vaters Hause sind viele Wohnungen; wo nicht, so hätte ich es euch gesagt. Ich gehe hin, euch eine Stätte zu bereiten. 3 Und wenn ich hingehe und euch eine Stätte bereite, so komme ich wieder und werde euch zu mir nehmen, auf daß auch ihr seid, wo ich bin."
Die erste Auferstehung führt die Erlösten nicht unmittelbar zur endgültig erneuerten Erde. Offenbarung 20 beschreibt zunächst eine tausendjährige Herrschaft mit Christus. Johannes sieht Throne und Menschen, denen Gericht gegeben wird. Von denen, die an der ersten Auferstehung teilhaben, heißt es: „Sie werden Priester Gottes und Christi sein und mit ihm regieren tausend Jahre.“ Ihre Auferstehung eröffnet damit einen neuen Abschnitt des Erlösungsplanes.
Diese Aussage fügt sich unmittelbar in die Verheißung Jesu an seine Jünger ein. Kurz vor seinem Tod sagte er: „Ich gehe hin, euch eine Stätte zu bereiten.“ Danach versprach er: „Ich komme wieder und werde euch zu mir nehmen, auf dass auch ihr seid, wo ich bin.“ Bei seiner Wiederkunft werden deshalb nicht nur die Toten in Christus auferweckt und die Lebenden verwandelt. Christus nimmt die Erlösten zu sich, damit sie fortan bei ihm sind.
Offenbarung 20 verbindet diese Gemeinschaft mit Christus ausdrücklich mit Herrschaft und Gericht. Das bedeutet nicht, dass die Erlösten während der tausend Jahre erst darüber entscheiden, ob sie selbst gerettet werden. Über diejenigen, die an der ersten Auferstehung teilhaben, ist bereits gesagt: „Über diese hat der zweite Tod keine Macht.“ Ihre Zugehörigkeit zu Christus steht fest. Das Gericht, an dem sie beteiligt werden, betrifft daher nicht ihre eigene noch ungewisse Rettung.
Paulus hatte den Korinthern bereits eine erstaunliche Aussage gemacht: „Wisset ihr nicht, dass die Heiligen die Welt richten werden?“ Noch weiter fügt er hinzu: „Wisset ihr nicht, dass wir Engel richten werden?“ Die Schrift beschreibt also eine wirkliche Beteiligung der Erlösten am Gericht Gottes. Sie werden nicht zu einer von Gott unabhängigen richterlichen Instanz, sondern erhalten Einsicht und Anteil an einem Gericht, dessen letzte Autorität bei Gott liegt.
Dieser Vorgang besitzt eine wichtige Bedeutung für die Offenbarung der göttlichen Gerechtigkeit. In der erneuerten Schöpfung sollen keine ungelösten Zweifel darüber zurückbleiben, warum manche Menschen gerettet wurden und andere nicht. Ebenso wird das Wirken der gefallenen Engel Gegenstand des Gerichts. Gott verbirgt seine Entscheidungen nicht vor den Erlösten, sondern lässt sie erkennen, dass sein Urteil auf vollständiger Wahrheit beruht.
Dadurch wird verständlich, weshalb zwischen der ersten Auferstehung und der endgültigen Beseitigung des Bösen noch dieser Abschnitt liegt. Die Erlösten sind bereits dem zweiten Tod entzogen, doch die Geschichte der Sünde ist noch nicht in jeder Hinsicht abgeschlossen. Gericht, Offenlegung und endgültige Vollstreckung bilden unterschiedliche Schritte. Die tausend Jahre gehören zu dieser abschließenden Offenbarung von Gottes Gerechtigkeit.
Dabei muss Offenbarung 20 sorgfältig gelesen werden. Sicher ist ausdrücklich, dass die an der ersten Auferstehung Beteiligten tausend Jahre mit Christus regieren und dass danach Satan noch einmal für kurze Zeit losgelassen wird. Die genaue Chronologie weiterer Toter sollte nicht ausschließlich auf dem textkritisch umstrittenen Satz in Offenbarung 20,5 aufgebaut werden. Der größere Ablauf des Kapitels zeigt jedoch, dass die tausendjährige Herrschaft vor dem abschließenden Gericht des großen weißen Thrones liegt.
So führt die erste Auferstehung nicht nur aus dem Grab heraus, sondern in die unmittelbare Gemeinschaft mit Christus. Die Erlösten erfahren dann nicht mehr nur im Glauben, dass Gottes Wege gerecht sind. Sie erhalten Einblick in sein Gericht und nehmen daran teil. Erst nach dieser tausendjährigen Phase führt die Offenbarung zur letzten Auseinandersetzung, zum endgültigen Gericht und zu dem Augenblick, in dem selbst der Tod für immer beseitigt wird.
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Die Auferstehung zum Gericht
Offenbarung 20,11-15 – „11 Und ich sah einen großen weißen Thron und den, der darauf saß; vor seinem Angesicht flohen die Erde und der Himmel, und es wurde keine Stätte für sie gefunden. 12 Und ich sah die Toten, die Großen und die Kleinen, vor dem Throne stehen, und Bücher wurden aufgetan, und ein anderes Buch wurde aufgetan, das ist das Buch des Lebens; und die Toten wurden gerichtet nach dem, was in den Büchern gesch…"
Offenbarung 20,11-15 – „11 Und ich sah einen großen weißen Thron und den, der darauf saß; vor seinem Angesicht flohen die Erde und der Himmel, und es wurde keine Stätte für sie gefunden. 12 Und ich sah die Toten, die Großen und die Kleinen, vor dem Throne stehen, und Bücher wurden aufgetan, und ein anderes Buch wurde aufgetan, das ist das Buch des Lebens; und die Toten wurden gerichtet nach dem, was in den Büchern gesch…"
Johannes 5,28-29 – „28 Verwundert euch nicht darüber! Denn es kommt die Stunde, in welcher alle, die in den Gräbern sind, seine Stimme hören werden; 29 und es werden hervorgehen, die das Gute getan haben, zur Auferstehung des Lebens; die aber das Böse getan haben, zur Auferstehung des Gerichts."
Apostelgeschichte 24,15 – „15 und ich habe die Hoffnung zu Gott, auf welche auch sie selbst warten, daß es eine Auferstehung der Toten, sowohl der Gerechten als der Ungerechten, geben wird."
Nach der tausendjährigen Herrschaft richtet sich der Blick der Offenbarung auf das abschließende Gericht. Johannes sieht einen „großen weißen Thron“ und die Toten vor Gott stehen. Bücher werden geöffnet, und jeder wird nach seinen Werken gerichtet. Damit erreicht die von Jesus angekündigte „Auferstehung des Gerichts“ ihren entscheidenden Zusammenhang. Auch diejenigen, die nicht an der Auferstehung zum Leben teilhaben, bleiben dem Tod nicht für immer überlassen.
Johannes beschreibt ausdrücklich, dass „das Meer die Toten gab, die darin waren, und der Tod und das Totenreich die Toten gaben, die darin waren“. Der erste Tod kann deshalb niemanden endgültig vor Gottes Gericht verbergen. Ob ein Mensch begraben wurde, im Meer starb oder sein Körper längst vergangen ist, verändert nichts an Gottes Macht. Alle, die vor dieses Gericht gehören, werden ihm begegnen.
Diese Auferstehung ist jedoch grundsätzlich von der ersten Auferstehung verschieden. Von den Teilnehmern der ersten heißt es, dass der zweite Tod keine Macht über sie besitzt. Die später vor dem großen weißen Thron erscheinenden Toten stehen dagegen in einem Gericht, dessen Abschluss unmittelbar mit dem zweiten Tod verbunden wird. Die Unterscheidung, die Jesus zwischen „Auferstehung des Lebens“ und „Auferstehung des Gerichts“ vorgenommen hat, wird hier bis zu ihrem letzten Ergebnis sichtbar.
Wenn die Menschen nach ihren Werken gerichtet werden, bedeutet dies nicht, dass Erlösung durch menschliche Leistung verdient werden könnte. Das gesamte Evangelium macht deutlich, dass Rettung Gottes Gabe in Christus ist. Werke besitzen im Gericht dennoch Bedeutung, weil sie sichtbar machen, was ein Mensch tatsächlich angenommen, geliebt und gelebt hat. Sie sind nicht der Preis des ewigen Lebens, sondern Zeugnis der wirklichen Ausrichtung eines Lebens.
Zugleich wird „ein anderes Buch“ geöffnet, das Buch des Lebens. Diese Formulierung zeigt, dass Gottes Gericht nicht auf einer oberflächlichen Bilanz einzelner Handlungen beruht. Im Mittelpunkt steht letztlich die Frage, ob ein Mensch Anteil an dem Leben besitzt, das Gott in Christus schenkt. Wer nicht im Buch des Lebens gefunden wird, begegnet dem endgültigen Ergebnis der Trennung von der Quelle des Lebens.
Offenbarung bezeichnet dieses Ergebnis ausdrücklich als „zweiten Tod“. Damit unterscheidet die Schrift zwei Arten des Todes. Aus dem ersten Tod werden Menschen auferweckt. Er ist deshalb trotz aller Tragik nicht endgültig. Der zweite Tod steht dagegen am Ende des Gerichtes. Die Bibel berichtet nach ihm von keiner weiteren Auferstehung. Er bezeichnet das endgültige Ende derjenigen, die außerhalb des Lebens Gottes bleiben.
Gerade dadurch wird deutlich, dass die Auferstehung der Gottlosen nicht dazu dient, ihnen eine zweite Heilszeit nach dem Tod zu eröffnen. Die Schrift beschreibt keine neue Bewährungsfrist und keine nachträgliche Möglichkeit, eine im Leben getroffene Entscheidung unter völlig anderen Bedingungen zu verändern. Die Auferstehung zum Gericht führt vielmehr zur Offenlegung und Vollstreckung dessen, was Gottes gerechtes Gericht festgestellt hat.
Diese Wahrheit verleiht der Auferstehungsbotschaft sowohl Hoffnung als auch Ernst. Dass Christus alle Toten auferwecken kann, bedeutet nicht, dass alle dasselbe ewige Schicksal empfangen. Für die Erlösten führt seine Stimme in unvergängliches Leben. Für die Auferstehung zum Gericht führt sie vor Gottes Thron. Erst wenn dieses Gericht abgeschlossen ist, kann geschehen, was Paulus als das endgültige Ziel des Erlösungsplanes beschreibt: Der letzte Feind, der Tod selbst, wird beseitigt.
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Wenn der Tod selbst beseitigt wird
1. Korinther 15,24-28 – „24 hernach das Ende, wenn er das Reich Gott und dem Vater übergibt, wenn er abgetan hat jede Herrschaft, Gewalt und Macht. 25 Denn er muß herrschen, «bis er alle Feinde unter seine Füße gelegt hat». 26 Als letzter Feind wird der Tod abgetan. 27 Denn «alles hat er unter seine Füße getan». Wenn er aber sagt, daß ihm alles unterworfen sei, so ist offenbar, daß der ausgenommen ist, welcher ihm alles …"
1. Korinther 15,24-28 – „24 hernach das Ende, wenn er das Reich Gott und dem Vater übergibt, wenn er abgetan hat jede Herrschaft, Gewalt und Macht. 25 Denn er muß herrschen, «bis er alle Feinde unter seine Füße gelegt hat». 26 Als letzter Feind wird der Tod abgetan. 27 Denn «alles hat er unter seine Füße getan». Wenn er aber sagt, daß ihm alles unterworfen sei, so ist offenbar, daß der ausgenommen ist, welcher ihm alles …"
1. Korinther 15,54-57 – „54 Wenn aber dieses Verwesliche Unverweslichkeit anziehen und dieses Sterbliche Unsterblichkeit anziehen wird, dann wird das Wort erfüllt werden, das geschrieben steht: 55 «Der Tod ist verschlungen in Sieg! Tod, wo ist dein Stachel? Totenreich, wo ist dein Sieg?» 56 Aber der Stachel des Todes ist die Sünde, die Kraft der Sünde aber ist das Gesetz. 57 Gott aber sei Dank, der uns den Sieg gibt durc…"
Offenbarung 20,14 – „14 Und der Tod und das Totenreich wurden in den Feuersee geworfen. Das ist der zweite Tod, der Feuersee."
Die Auferstehung beantwortet nicht nur die Frage, was mit einzelnen Verstorbenen geschieht. Sie gehört zu einem viel größeren Ziel: Gott wird die Herrschaft des Todes selbst beenden. Paulus führt seine Auslegung in 1. Korinther 15 deshalb über die Auferstehung der Gläubigen hinaus bis zum Abschluss des Erlösungsplanes. Christus muss herrschen, „bis er alle Feinde unter seine Füße gelegt hat“. Dann folgt der entscheidende Satz: „Als letzter Feind wird der Tod beseitigt.“
Diese Bezeichnung ist wichtig. Die Bibel nennt den Tod nicht einen natürlichen Freund des Menschen und auch nicht einen notwendigen Bestandteil der ewigen Schöpfungsordnung. Er ist ein „Feind“. Seine Gegenwart gehört zu jener Welt, in die durch die Sünde Vergänglichkeit und Sterben eingedrungen sind. Auferstehung bedeutet deshalb nicht, sich mit dem Tod abzufinden, sondern Gottes Angriff auf seine Herrschaft.
Bei der ersten Auferstehung wird dieser Sieg an den Erlösten sichtbar. Das Verwesliche wird unverweslich, das Sterbliche zieht Unsterblichkeit an. Dann erfüllt sich: „Der Tod ist verschlungen in Sieg.“ Für diese Menschen hat der Tod sein Recht endgültig verloren. Sie können nicht noch einmal unter seine Herrschaft zurückkehren, denn Christus hat sie zu einem Leben auferweckt, über das der zweite Tod keine Macht besitzt.
Doch solange Tod überhaupt noch existiert, ist Gottes Werk noch nicht vollständig abgeschlossen. Offenbarung 20 führt deshalb nach dem letzten Gericht zu einer bemerkenswerten Aussage: „Der Tod und das Totenreich wurden in den Feuersee geworfen. Das ist der zweite Tod.“ Tod und Totenreich erscheinen hier bildhaft selbst als etwas, das beseitigt wird. Nicht nur einzelne Menschen verlassen die Gräber – die gesamte Macht des Grabes verschwindet schließlich aus Gottes Schöpfung.
Gerade dieser Zusammenhang hilft, den zweiten Tod richtig einzuordnen. Er ist nicht die Fortsetzung des ersten Todes ohne Ende, sondern gehört zu Gottes abschließendem Gericht über Sünde und Rebellion. Danach spricht die Offenbarung nicht von einer weiteren Auferstehung oder einem weiteren Kreislauf von Tod und Wiederkehr. Die Geschichte bewegt sich auf einen endgültigen Abschluss zu.
Paulus beschreibt denselben Sieg mit einem triumphierenden Spottwort: „Tod, wo ist dein Stachel? Totenreich, wo ist dein Sieg?“ Diese Worte wären kaum vollständig erfüllt, wenn der Tod für immer als unüberwindbare Gegenmacht neben Gottes Reich bestehen bliebe. Der Sieg Christi führt weiter. Was seit Adam die Menschheit beherrscht hat, verliert seine Macht, weil Christus Sünde und Tod bis zu ihrem Ende führt.
Darum ist die Auferstehung der Erlösten nicht nur persönliche Rettung aus einem einzelnen Grab. Sie ist Teil der Wiederherstellung der gesamten Schöpfungsordnung. Christus rettet Menschen nicht lediglich für einige weitere Jahrhunderte oder für eine lange, aber weiterhin vom Tod bedrohte Existenz. Er schenkt ihnen Leben in einer Welt, in der Sterben keinen Platz mehr haben wird.
Erst damit wird das volle Ausmaß seines Sieges sichtbar. Am Anfang der menschlichen Geschichte steht der Verlust des Zugangs zum Baum des Lebens und der Eintritt des Todes. Am Ende steht nicht einfach eine Rückkehr zum früheren Zustand, sondern eine vollkommen gesicherte Schöpfung unter der Herrschaft Christi. Wenn der letzte Feind beseitigt ist, bleibt nicht mehr die Frage, wer noch auferstehen muss. Dann beginnt eine Wirklichkeit, in der niemand mehr sterben wird.
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Auferstanden für eine erneuerte Schöpfung
Offenbarung 21,1-5 – „1 Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste Himmel und die erste Erde sind vergangen, und das Meer ist nicht mehr. 2 Und ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, aus dem Himmel herabsteigen von Gott, zubereitet wie eine für ihren Mann geschmückte Braut. 3 Und ich hörte eine laute Stimme aus dem Himmel sagen: Siehe da, die Hütte Gottes bei den Menschen! Und er wird be…"
Offenbarung 21,1-5 – „1 Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste Himmel und die erste Erde sind vergangen, und das Meer ist nicht mehr. 2 Und ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, aus dem Himmel herabsteigen von Gott, zubereitet wie eine für ihren Mann geschmückte Braut. 3 Und ich hörte eine laute Stimme aus dem Himmel sagen: Siehe da, die Hütte Gottes bei den Menschen! Und er wird be…"
Römer 8,18-23 – „18 Denn ich halte dafür, daß die Leiden der jetzigen Zeit nicht in Betracht kommen gegenüber der Herrlichkeit, die an uns geoffenbart werden soll. 19 Denn die gespannte Erwartung der Kreatur sehnt die Offenbarung der Kinder Gottes herbei. 20 Die Kreatur ist nämlich der Vergänglichkeit unterworfen, nicht freiwillig, sondern durch den, der sie unterworfen hat, auf Hoffnung hin, 21 daß auch sie selb…"
Offenbarung 22,1-5 – „1 Und er zeigte mir einen Strom vom Wasser des Lebens, glänzend wie Kristall, der vom Throne Gottes und des Lammes ausging, 2 [und] inmitten ihrer Straßen und zu beiden Seiten des Stromes den Baum des Lebens, der zwölfmal Früchte trägt und jeden Monat seine Frucht gibt; und die Blätter des Baumes dienen zur Heilung der Völker. 3 Und nichts Gebanntes wird mehr sein. Und der Thron Gottes und des La…"
Die Beseitigung des Todes ist nicht das letzte Bild der Bibel. Johannes sieht danach „einen neuen Himmel und eine neue Erde“. Damit zeigt sich das eigentliche Ziel der Auferstehung. Gott ruft die Erlösten nicht aus ihren Gräbern, damit sie lediglich dem Tod entkommen. Er führt sie in eine vollständig erneuerte Schöpfung, in der die Folgen der Sünde keinen Platz mehr besitzen.
Diese Hoffnung ist ausdrücklich leiblich und schöpfungsbezogen. Die Bibel endet nicht damit, dass Menschen für immer als körperlose Wesen fern von der Erde existieren. Johannes sieht die heilige Stadt von Gott herabkommen und hört die Worte: „Siehe da, die Hütte Gottes bei den Menschen!“ Gottes Plan besteht nicht darin, seine Erlösten für immer aus seiner Schöpfung herauszuführen, sondern seine Gegenwart und seine Schöpfung wieder vollkommen miteinander zu verbinden.
Deshalb gehört die Auferstehung untrennbar zur Erlösung des ganzen Menschen. Paulus beschreibt in Römer 8, dass selbst die Gläubigen, die bereits den Heiligen Geist als Erstlingsgabe empfangen haben, noch auf etwas warten: auf „die Erlösung unseres Leibes“. Der Körper ist also nicht etwas, das Gott am Ende zurücklässt. Was durch Sünde, Krankheit, Alter und Tod der Vergänglichkeit unterworfen wurde, soll von dieser Vergänglichkeit befreit werden.
Paulus weitet diese Hoffnung sogar auf die gesamte Schöpfung aus. Sie ist der Vergänglichkeit unterworfen und seufzt wie in Geburtswehen, während sie auf Befreiung wartet. Die Auferstehung des Menschen steht damit nicht isoliert. Sie gehört zu Gottes umfassendem Wiederherstellungswerk. Derselbe Erlösungsplan, der die Toten aus den Gräbern ruft, führt auch die geschaffene Welt aus der Knechtschaft der Vergänglichkeit.
Offenbarung 21 beschreibt das Ergebnis mit Worten, deren Gewicht erst nach der Geschichte von Sünde und Tod vollständig verständlich wird: „Der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein.“ Gott tröstet seine Erlösten nicht nur für eine Zeit. Er entfernt die Ursachen, die Tränen überhaupt notwendig gemacht haben. Was zur alten Weltordnung gehörte, ist endgültig vergangen.
Auch die Bilder aus Offenbarung 22 führen zurück an den Anfang der Bibel. Wieder erscheint der Baum des Lebens, und vom Thron Gottes und des Lammes fließt der Strom des Lebens. Zugleich heißt es: „Und keinerlei Fluch wird mehr sein.“ Was in 1. Mose 3 durch die Sünde zerbrach, findet hier seine endgültige Antwort. Der Zugang zum Leben ist wieder offen, aber nun innerhalb einer vollendeten Erlösung, in der die Herrschaft der Sünde endgültig beendet ist.
Der Höhepunkt dieser Zukunft besteht jedoch nicht nur darin, niemals mehr sterben zu müssen. Johannes sagt über die Erlösten: „Sie werden sein Angesicht sehen.“ Die Auferstehung führt deshalb letztlich zu vollkommener Gemeinschaft mit Gott. Keine Schuld trennt mehr, kein Grab unterbricht mehr Beziehungen, keine Vergänglichkeit überschattet mehr das kommende Leben. Das ewige Leben ist Leben in Gottes unmittelbarer Gegenwart.
Damit schließt sich der große biblische Bogen. Der Mensch wurde am Anfang von Gott geschaffen und empfing sein Leben von ihm. Durch die Sünde kam der Tod. Christus trat in diese verlorene Welt ein, starb, stand wieder auf und wurde zum Erstling einer kommenden Ernte. Bei seiner Wiederkunft ruft er die Seinen aus den Gräbern und verwandelt sie zur Unvergänglichkeit. Am Ende beseitigt er selbst den letzten Feind.
Die Auferstehung ist deshalb nicht nur die Hoffnung, einen geliebten Menschen wiederzusehen oder selbst eines Tages aus dem Grab aufzustehen. Sie gehört zu Gottes umfassender Antwort auf alles, was durch die Sünde verloren ging. Wenn sein Erlösungswerk vollendet ist, werden die Auferstandenen in einer Schöpfung leben, in der der Tod nicht mehr existiert und Gott selbst bei seinen Menschen wohnt. Dort erreicht die Hoffnung der Auferstehung ihr endgültiges Ziel.
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Zusammenfassung und Gebet
Die Auferstehung der Toten gehört zum Herzen der biblischen Hoffnung. Der Tod wird in der Schrift nicht verharmlost und nicht als eigentliche Vollendung des Menschen dargestellt. Er ist ein Feind. Doch er ist kein Feind, der das letzte Wort behält. Der Gott, der dem Menschen am Anfang das Leben gab, besitzt auch die Macht, diejenigen wieder zum Leben zu rufen, die im Staub der Erde ruhen.
Diese Hoffnung hat ihren festen Grund in Jesus Christus. Er ist wirklich gestorben und wirklich auferstanden. Seine Auferstehung unterscheidet sich von den früheren Auferweckungen, bei denen Menschen in ihr sterbliches Leben zurückkehrten. Christus stirbt nicht mehr. Der Tod herrscht nicht mehr über ihn. Deshalb nennt Paulus ihn den Erstling der Entschlafenen: Was an ihm bereits Wirklichkeit geworden ist, weist auf die kommende Ernte der Erlösten voraus.
Bei seiner Wiederkunft werden die Toten in Christus seine Stimme hören und auferstehen. Die noch lebenden Gläubigen werden gemeinsam mit ihnen verwandelt. Verweslichkeit wird durch Unverweslichkeit ersetzt, Sterblichkeit mit Unsterblichkeit bekleidet und Schwachheit in Herrlichkeit verwandelt. Gottes Erlösung betrifft damit den ganzen Menschen. Sie führt nicht aus der Geschöpflichkeit heraus, sondern erlöst die menschliche Existenz von der Herrschaft der Sünde und des Todes.
Die Schrift zeigt zugleich, dass nicht jede Auferstehung denselben Zeitpunkt und Ausgang besitzt. Daniel beschreibt im Zusammenhang mit der letzten Drangsal eine besondere Auferstehung, bei der Menschen sowohl zum Leben als auch zur Schmach erwachen. Die Einzelheiten dieses Vorgangs dürfen nicht weiter bestimmt werden, als die Bibel sie tatsächlich offenbart.
Grundsätzlich spricht Jesus von einer Auferstehung des Lebens und einer Auferstehung des Gerichts. Die Erlösten haben Anteil an der ersten Auferstehung; über sie besitzt der zweite Tod keine Macht. Sie werden mit Christus leben und während der tausend Jahre mit ihm regieren. Danach führt die Offenbarung zum abschließenden Gericht über die Toten und schließlich zum zweiten Tod.
Doch selbst damit endet die biblische Geschichte nicht beim Gericht. Christus wird auch den letzten Feind beseitigen: den Tod selbst. Was seit dem Sündenfall die Menschheit beherrscht hat, verschwindet endgültig aus Gottes Schöpfung. Kein Grab, keine Vergänglichkeit und kein neuer Tod werden die Erlösten noch bedrohen.
Das Ziel der Auferstehung ist deshalb größer als das bloße Verlassen eines Grabes. Gott schafft einen neuen Himmel und eine neue Erde. Er wohnt bei seinen Menschen, der Fluch ist verschwunden, und der Tod wird nicht mehr sein. Die Erlösten werden sein Angesicht sehen.
Darum liegt die letzte Sicherheit des Glaubenden nicht darin, jedes Geheimnis des Todes erklären zu können. Sie liegt in Christus. Derselbe Herr, der selbst durch das Grab gegangen ist, besitzt die Schlüssel des Todes und des Totenreiches. Wenn seine Stimme ertönt, wird kein Grab diejenigen festhalten können, die ihm gehören.
Vater im Himmel, du bist der Ursprung allen Lebens, und nichts ist deiner Macht entzogen. Auch dort, wo wir nur Tod, Verlust und ein verschlossenes Grab sehen, endet deine Herrschaft nicht.
Wir danken dir für Jesus Christus, der für uns gestorben und von den Toten auferstanden ist. Danke, dass unsere Hoffnung nicht auf menschlicher Vorstellung beruht, sondern auf seinem wirklichen Sieg über den Tod.
Schenke uns Vertrauen, wenn wir Abschied nehmen müssen, wenn Trauer unser Herz erfüllt oder wenn uns die eigene Vergänglichkeit bewusst wird. Hilf uns, unsere Hoffnung auf den Tag zu richten, an dem Christus wiederkommt und die Toten in ihm auferstehen werden.
Bewahre uns zugleich im Glauben an deinen Sohn. Lass uns unser Leben heute in seiner Gnade führen und auf das ewige Leben vertrauen, das du allein schenken kannst.
Wir sehnen uns nach der Welt, in der kein Tod, keine Träne und kein Schmerz mehr sein werden. Bis zu diesem Tag halte uns fest und richte unseren Blick auf Christus, die Auferstehung und das Leben. Amen.
„Denn gleichwie in Adam alle sterben, so werden auch in Christus alle lebendig gemacht werden.“ 1. Korinther 15,22