Markus 14
Und nach zwei Tagen war Ostern und die Tage der süßen Brote. Und die Hohenpriester und Schriftgelehrten suchten, wie sie ihn mit List griffen und töteten.
72 Verse – der vollständige Kapiteltext:
- 1 Und nach zwei Tagen war Ostern und die Tage der süßen Brote. Und die Hohenpriester und Schriftgelehrten suchten, wie sie ihn mit List griffen und töteten.
- 2 Sie sprachen aber: Ja nicht auf das Fest, daß nicht ein Aufruhr im Volk werde!
- 3 Und da er zu Bethanien war in Simons, des Aussätzigen, Hause und saß zu Tische, da kam ein Weib, die hatte ein Glas mit ungefälschtem und köstlichem Nardenwasser, und sie zerbrach das Glas und goß es auf sein Haupt.
- 4 Da waren etliche, die wurden unwillig und sprachen: Was soll doch diese Vergeudung?
- 5 Man könnte das Wasser um mehr denn dreihundert Groschen verkauft haben und es den Armen geben. Und murrten über sie.
- 6 Jesus aber sprach: Laßt sie mit Frieden! Was bekümmert ihr sie? Sie hat ein gutes Werk an mir getan.
- 7 Ihr habt allezeit Arme bei euch, und wenn ihr wollt, könnt ihr ihnen Gutes tun; mich aber habt ihr nicht allezeit.
- 8 Sie hat getan, was sie konnte; sie ist zuvorgekommen, meinen Leib zu salben zu meinem Begräbnis.
- 9 Wahrlich, ich sage euch: Wo dies Evangelium gepredigt wird in aller Welt, da wird man auch das sagen zu ihrem Gedächtnis, was sie jetzt getan hat.
- 10 Und Judas Ischariot, einer von den Zwölfen, ging hin zu den Hohenpriestern, daß er ihn verriete.
- 11 Da sie das hörten, wurden sie froh und verhießen, ihm Geld zu geben. Und er suchte, wie er ihn füglich verriete.
- 12 Und am ersten Tage der süßen Brote, da man das Osterlamm opferte, sprachen seine Jünger zu ihm: Wo willst du, daß wir hingehen und bereiten, daß du das Osterlamm essest?
- 13 Und er sandte seiner Jünger zwei und sprach zu ihnen: Gehet hin in die Stadt, und es wird euch ein Mensch begegnen, der trägt einen Krug mit Wasser; folget ihm nach,
- 14 und wo er eingeht, da sprechet zu dem Hauswirt: Der Meister läßt dir sagen: Wo ist das Gasthaus, darin ich das Osterlamm esse mit meinen Jüngern?
- 15 Und er wird euch einen großen Saal zeigen, der mit Polstern versehen und bereit ist; daselbst richtet für uns zu.
- 16 Und die Jünger gingen aus und kamen in die Stadt und fanden's, wie er ihnen gesagt hatte, und bereiteten das Osterlamm.
- 17 Am Abend aber kam er mit den Zwölfen.
- 18 Und als sie zu Tische saßen und aßen, sprach Jesus: Wahrlich, ich sage euch: Einer unter euch, der mit mir isset, wird mich verraten.
- 19 Und sie wurden traurig und sagten zu ihm, einer nach dem anderen: Bin ich's? und der andere: Bin ich's?
- 20 Er antwortete und sprach zu ihnen: Einer aus den Zwölfen, der mit mir in die Schüssel taucht.
- 21 Zwar des Menschen Sohn geht hin, wie von ihm geschrieben steht; weh aber dem Menschen, durch welchen des Menschen Sohn verraten wird. Es wäre demselben Menschen besser, daß er nie geboren wäre.
- 22 Und indem sie aßen, nahm Jesus das Brot, dankte und brach's und gab's ihnen und sprach: Nehmet, esset; das ist mein Leib.
- 23 Und nahm den Kelch, dankte und gab ihnen den; und sie tranken alle daraus.
- 24 Und er sprach zu ihnen: Das ist mein Blut des neuen Testamentes, das für viele vergossen wird.
- 25 Wahrlich, ich sage euch, daß ich hinfort nicht trinken werde vom Gewächs des Weinstocks bis auf den Tag, da ich's neu trinke in dem Reich Gottes.
- 26 Und da sie den Lobgesang gesprochen hatten, gingen sie hinaus an den Ölberg.
- 27 Und Jesus sprach zu ihnen: Ihr werdet euch in dieser Nacht alle an mir ärgern; denn es steht geschrieben: “Ich werde den Hirten schlagen, und die Schafe werden sich zerstreuen.”
- 28 Wenn ich aber auferstehe, will ich vor euch hingehen nach Galiläa.
- 29 Petrus aber sagte zu ihm: Und wenn sie sich alle ärgerten, so wollte doch ich mich nicht ärgern.
- 30 Und Jesus sprach zu ihm: Wahrlich, ich sage dir: Heute, in dieser Nacht, ehe denn der Hahn zweimal kräht, wirst du mich dreimal verleugnen.
- 31 Er aber redete noch weiter: Ja, wenn ich mit dir auch sterben müßte, wollte ich dich doch nicht verleugnen. Desgleichen sagten sie alle.
- 32 Und sie kamen zu einem Hofe mit Namen Gethsemane. Und er sprach zu seinen Jüngern: Setzet euch hier, bis ich hingehe und bete.
- 33 Und nahm Petrus und Jakobus und Johannes und fing an, zu zittern und zu zagen.
- 34 Und sprach zu ihnen: Meine Seele ist betrübt bis an den Tod; bleibet hier und wachet!
- 35 Und ging ein wenig weiter, fiel auf die Erde und betete, daß, wenn es möglich wäre, die Stunde vorüberginge,
- 36 und sprach: Abba, mein Vater, es ist dir alles möglich; überhebe mich dieses Kelchs; doch nicht, was ich will, sondern was du willst!
- 37 Und kam und fand sie schlafend und sprach zu Petrus: Simon, schläfst du? Vermochtest du nicht eine Stunde zu wachen?
- 38 Wachet und betet, daß ihr nicht in Versuchung fallet! Der Geist ist willig; aber das Fleisch ist schwach.
- 39 Und ging wieder hin und betete und sprach dieselben Worte.
- 40 Und kam wieder und fand sie abermals schlafend; denn ihre Augen waren voll Schlafs, und sie wußten nicht, was sie ihm antworteten.
- 41 Und er kam zum drittenmal und sprach zu ihnen: Ach, wollt ihr nun schlafen und ruhen? Es ist genug; die Stunde ist gekommen. Siehe, des Menschen Sohn wird überantwortet in der Sünder Hände.
- 42 Stehet auf, laßt uns gehen. Siehe, der mich verrät, ist nahe!
- 43 Und alsbald, da er noch redete, kam herzu Judas, der Zwölf einer, und eine große Schar mit ihm, mit Schwertern und mit Stangen von den Hohenpriestern und Schriftgelehrten und Ältesten.
- 44 Und der Verräter hatte ihnen ein Zeichen gegeben und gesagt: Welchen ich küssen werde, der ist's; den greifet und führet ihn sicher.
- 45 Und da er kam, trat er alsbald zu ihm und sprach zu ihm: Rabbi, Rabbi! und küßte ihn.
- 46 Die aber legten ihre Hände an ihn und griffen ihn.
- 47 Einer aber von denen, die dabeistanden, zog sein Schwert aus und schlug des Hohenpriesters Knecht und hieb ihm ein Ohr ab.
- 48 Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Ihr seid ausgegangen wie zu einem Mörder mit Schwertern und Stangen, mich zu fangen.
- 49 Ich bin täglich bei euch im Tempel gewesen und habe gelehrt, und ihr habt mich nicht gegriffen, aber auf daß die Schrift erfüllt werde.
- 50 Und die Jünger verließen ihn alle und flohen.
- 51 Und es war ein Jüngling, der folgte ihm nach, der war mit Leinwand bekleidet auf der bloßen Haut; und die Jünglinge griffen ihn.
- 52 Er aber ließ die Leinwand fahren und floh bloß von ihnen.
- 53 Und sie führten Jesus zu dem Hohenpriester, dahin zusammengekommen waren alle Hohenpriester und Ältesten und Schriftgelehrten.
- 54 Petrus aber folgte ihm nach von ferne bis hinein in des Hohenpriesters Palast; und er war da und saß bei den Knechten und wärmte sich bei dem Licht.
- 55 Aber die Hohenpriester und der ganze Rat suchten Zeugnis wider Jesum, auf daß sie ihn zum Tode brächten, und fanden nichts.
- 56 Viele gaben falsch Zeugnis wider ihn; aber ihr Zeugnis stimmte nicht überein.
- 57 Und etliche standen auf und gaben falsch Zeugnis wider ihn und sprachen:
- 58 Wir haben gehört, daß er sagte: Ich will den Tempel, der mit Händen gemacht ist, abbrechen und in drei Tagen einen anderen bauen, der nicht mit Händen gemacht sei.
- 59 Aber ihr Zeugnis stimmte noch nicht überein.
- 60 Und der Hohepriester stand auf, trat mitten unter sie und fragte Jesum und sprach: Antwortest du nichts zu dem, was diese wider dich zeugen?
- 61 Er aber schwieg still und antwortete nichts. Da fragte ihn der Hohepriester abermals und sprach zu ihm: Bist du Christus, der Sohn des Hochgelobten?
- 62 Jesus aber sprach: Ich bin's; und ihr werdet sehen des Menschen Sohn sitzen zur rechten Hand der Kraft und kommen mit des Himmels Wolken.
- 63 Da zerriß der Hohepriester seinen Rock und sprach: Was bedürfen wir weiter Zeugen?
- 64 Ihr habt gehört die Gotteslästerung. Was dünkt euch? Sie aber verdammten ihn alle, daß er des Todes schuldig wäre.
- 65 Da fingen an etliche, ihn zu verspeien und zu verdecken sein Angesicht und ihn mit Fäusten zu schlagen und zu ihm zu sagen: Weissage uns! Und die Knechte schlugen ihn ins Angesicht.
- 66 Und Petrus war unten im Hof. Da kam eine von des Hohenpriesters Mägden;
- 67 und da sie sah Petrus sich wärmen, schaute sie ihn an und sprach: Und du warst auch mit Jesus von Nazareth.
- 68 Er leugnete aber und sprach: Ich kenne ihn nicht, weiß auch nicht, was du sagst. Und er ging hinaus in den Vorhof; und der Hahn krähte.
- 69 Und die Magd sah ihn und hob abermals an, zu sagen denen, die dabeistanden: Dieser ist deren einer.
- 70 Und er leugnete abermals. Und nach einer kleinen Weile sprachen abermals zu Petrus, die dabeistanden: Wahrlich, du bist deren einer; denn du bist ein Galiläer, und deine Sprache lautet gleich also.
- 71 Er aber fing an, sich zu verfluchen und zu schwören: Ich kenne den Menschen nicht, von dem ihr sagt.
- 72 Und der Hahn krähte zum andernmal. Da gedachte Petrus an das Wort, das Jesus zu ihm sagte: Ehe der Hahn zweimal kräht, wirst du mich dreimal verleugnen. Und er hob an, zu weinen.
Kapitel-Erklärung
Kurze Zusammenfassung des Kapitels
Markus 14 beschreibt die letzten Stunden Jesu vor seiner Kreuzigung. Das Kapitel zeigt den starken Gegensatz zwischen der Liebe Christi und der Sündhaftigkeit des Menschen.
Hier finden wir:
den Plan der Führer, Jesus zu töten
die Salbung in Bethanien
den Verrat durch Judas
das letzte Passahmahl
den Garten Gethsemane
die Gefangennahme Jesu
die Verleugnung durch Petrus
den jüdischen Prozess gegen Christus
Dieses Kapitel offenbart die Tiefe der Liebe Gottes, aber auch die Realität des geistlichen Kampfes. Jesus geht bewusst den Weg zum Kreuz. Nichts geschieht zufällig.
Historischer und kultureller Hintergrund
Das Passahfest stand kurz bevor. Jedes Jahr erinnerten sich die Juden an die Befreiung aus Ägypten, wie sie im Buch 2. Mose beschrieben wird.
Zum Passah wurde ein Lamm geopfert. Dieses Lamm war ein prophetisches Vorausbild auf Christus.
Schon Jahrhunderte vorher hatte Gott durch Opfer und Heiligtumsdienst auf den kommenden Messias hingewiesen.
Jetzt stand das wahre Opferlamm kurz davor, geopfert zu werden.
Jerusalem war voller Pilger. Die religiösen Führer wollten Jesus heimlich töten, um einen Aufstand zu vermeiden.
Doch Gottes Zeitplan war vollkommen präzise:
Christus sollte genau zur Passahzeit sterben.
Verse 1–2 – Der Plan der Führer
Die Hohenpriester und Schriftgelehrten suchen nach einer Möglichkeit, Jesus zu töten.
Das zeigt die Härte des menschlichen Herzens.
Diese Männer kannten die Schrift, studierten Prophetien und dienten im Tempel – und dennoch lehnten sie den Messias ab.
Religiöses Wissen allein verändert das Herz nicht.
Man kann:
Bibelwissen besitzen
religiöse Positionen haben
äußerlich fromm wirken
…und trotzdem geistlich blind sein.
Die Führer handelten aus:
Neid
Machtverlust
Stolz
Angst
Verse 3–9 – Die Salbung in Bethanien
Jesus befindet sich in Bethanien im Haus Simons des Aussätzigen.
Eine Frau kommt mit kostbarer Narde und salbt Jesus.
Das Johannesevangelium zeigt, dass es Maria von Bethanien war.
Das Öl war extrem wertvoll – ungefähr ein Jahreslohn eines Arbeiters.
Viele empören sich:
„Warum diese Verschwendung?“
Doch Jesus verteidigt sie.
Die geistliche Bedeutung
Maria verstand etwas, was die Jünger noch nicht verstanden:
Jesus würde sterben.
Während andere über Größe und Reich nachdachten, erkannte sie die Ernsthaftigkeit der Stunde.
Ihre Liebe zeigte sich in Opferbereitschaft.
Echte Liebe zu Christus kostet etwas.
Heute wollen viele einen Glauben ohne Hingabe:
ohne Selbstverleugnung
ohne Opfer
ohne völlige Übergabe
Maria zeigt das Gegenteil.
„Sie hat getan, was sie konnte“
Das ist tief bewegend.
Gott verlangt nicht, dass jeder dasselbe tut.
Aber Gott schaut:
auf das Herz
auf die Hingabe
auf die Bereitschaft
Jesus sagt sogar:
Wo das Evangelium gepredigt wird, wird man von ihr sprechen.
Verse 10–11 – Judas verrät Jesus
Nun tritt Judas hervor.
Er geht freiwillig zu den Hohenpriestern.
Das ist erschütternd:
Judas lebte mit Jesus,
hörte seine Worte,
sah Wunder,
und verriet ihn trotzdem.
Nähe zu geistlichen Dingen rettet nicht automatisch.
Judas liebte letztlich:
Geld
eigene Vorstellungen
weltliche Erwartungen
mehr als Christus.
Sünde beginnt selten plötzlich.
Sie wächst oft schrittweise im Herzen.
Verse 12–26 – Das letzte Passahmahl
Jesus feiert mit den Jüngern das Passah.
Hier setzt Christus das Abendmahl ein.
Das Passah zeigte rückblickend auf die Befreiung aus Ägypten.
Das Abendmahl zeigt auf das Opfer Christi.
Das Brot symbolisiert seinen Leib.
Der Wein symbolisiert sein Blut.
Christus wird das wahre Passahlamm.
Schon Jesaja 53 hatte den leidenden Messias angekündigt.
„Einer unter euch wird mich verraten“
Die Jünger fragen:
„Bin ich’s?“
Das ist bemerkenswert.
Sie waren sich ihrer eigenen Schwachheit bewusst.
Geistliche Sicherheit liegt niemals im eigenen Ich.
Der Mensch unterschätzt oft seine Fähigkeit zur Sünde.
Vers 24 – Das Blut des neuen Bundes
Jesus spricht vom „Blut des neuen Bundes“.
Der neue Bund bedeutet nicht Abschaffung von Gottes Gesetz.
Der Unterschied liegt darin:
Gottes Gesetz soll nun ins Herz geschrieben werden.
Wahre Nachfolge ist nicht bloß äußerliche Religion,
sondern innere Erneuerung.
Verse 27–31 – Die Ankündigung der Verleugnung
Jesus sagt voraus, dass alle Jünger sich ärgern werden.
Petrus widerspricht sofort:
„Wenn sich auch alle ärgerten, so doch ich nicht!“
Petrus vertraute zu sehr auf sich selbst.
Selbstvertrauen ist geistlich gefährlich.
Viele Menschen denken:
„Ich würde Gott niemals verleugnen“
Doch ohne Gottes Kraft fällt der Mensch schnell.
Jesus kennt Petrus besser als Petrus sich selbst kennt.
Verse 32–42 – Gethsemane
Dies ist einer der heiligsten und tiefsten Abschnitte der Bibel.
Garten Gethsemane bedeutet wahrscheinlich „Ölpresse“.
Dort wird Christus geistlich „gepresst“.
Jesus beginnt:
zu zittern
zu ringen
zu beten
„Meine Seele ist betrübt bis an den Tod“
Hier sieht man die wahre Menschlichkeit Christi.
Jesus hatte Angst vor dem Leiden.
Aber noch tiefer war die Last der Sünde der Welt.
Er trägt:
Schuld
Trennung
Gericht
für die Menschheit.
Der Kelch
Der „Kelch“ steht in der Bibel oft für Gottes Gericht.
Jesus trinkt den Kelch des Gerichts, damit der Mensch Vergebung erhalten kann.
Das Kreuz zeigt gleichzeitig:
Gottes Liebe
Gottes Gerechtigkeit
Sünde ist nicht harmlos.
Sie kostet den Sohn Gottes sein Leben.
Die schlafenden Jünger
Jesus findet die Jünger schlafend.
Sie unterschätzten die geistliche Gefahr.
Auch heute schlafen viele geistlich:
beschäftigt
abgelenkt
selbstsicher
weltlich
Jesus sagt:
„Wachet und betet“
Gebet ist geistlicher Schutz.
Verse 43–52 – Die Gefangennahme
Judas verrät Jesus mit einem Kuss.
Ein Zeichen der Liebe wird zum Zeichen des Verrats.
Die Soldaten nehmen Jesus gefangen.
Petrus versucht mit Gewalt einzugreifen und schlägt einem Knecht das Ohr ab.
Doch Jesu Reich wird nicht mit weltlicher Gewalt verteidigt.
Christentum breitet sich nicht durch Zwang aus.
Die Jünger fliehen.
Selbst treue Menschen können in Angst versagen.
Verse 53–65 – Der Prozess vor dem Hohen Rat
Jesus wird vor den Hohenpriester gebracht.
Falsche Zeugen treten auf.
Die Aussagen widersprechen sich.
Das Urteil stand längst fest.
Die Führer suchten nicht Wahrheit —
sie suchten Bestätigung ihrer Ablehnung.
Die entscheidende Frage
Der Hohepriester fragt:
„Bist du Christus, der Sohn des Hochgelobten?“
Jesus antwortet:
„Ich bin’s“
Damit erklärt Jesus offen seine göttliche Identität.
Er verweist außerdem auf Daniel 7:
den Menschensohn, der mit Macht kommt.
Die Führer verstehen genau, was Jesus sagt.
Deshalb nennen sie es Gotteslästerung.
Jesus wird:
verspottet
geschlagen
angespuckt
Der sündlose Sohn Gottes lässt sich demütigen, um den Menschen zu retten.
Verse 66–72 – Petrus verleugnet Jesus
Petrus sitzt draußen im Hof.
Dreimal verleugnet er Jesus.
Dann kräht der Hahn.
Petrus erinnert sich an Jesu Worte und bricht zusammen.
Hier sieht man:
Selbst ein echter Jünger kann schwer fallen.
Aber Petrus unterscheidet sich von Judas:
Petrus bereut.
Judas verhärtet sich.
Das ist entscheidend.
Nicht jeder Fall ist das Ende.
Doch ohne echte Buße verhärtet sich das Herz.
Geistliche Kernbotschaft
Markus 14 zeigt:
Der Mensch ist schwach, sündig und untreu —
aber Christus bleibt treu.
Während:
Judas verrät
die Führer hassen
die Jünger schlafen
Petrus verleugnet
geht Jesus entschlossen den Weg zum Kreuz.
Das Kapitel offenbart die Tiefe der Erlösung:
Christus trägt freiwillig die Last der Menschheit.
Verbindungen zu anderen Bibelstellen
Das Passahlamm:
2. Mose 12
1. Korinther 5
Der leidende Messias:
Jesaja 53
Psalm 22
Gethsemane und Gehorsam:
Hebräer 5
Praktische Anwendung für heute
Äußere Religiosität ersetzt keine echte Beziehung zu Christus.
Geistlicher Stolz führt leicht zum Fall.
Wachsamkeit und Gebet sind lebensnotwendig.
Wahre Liebe zeigt sich in Hingabe.
Christus versteht menschliche Schwachheit.
Jeder Mensch muss entscheiden, wie er auf Jesus reagiert.
Buße öffnet den Weg zur Wiederherstellung.
Wichtige Lektionen und Warnungen
Nähe zu geistlichen Dingen rettet nicht automatisch.
Geldliebe und Stolz können das Herz zerstören.
Selbstvertrauen ohne Gott ist gefährlich.
Geistlicher Schlaf macht verwundbar.
Christus ging freiwillig ans Kreuz.
Wahre Nachfolger werden geprüft.
Gottes Gnade ist größer als menschliches Versagen.