Psalmen 50 – Lutherbibel 1912
Ein Psalm Asaphs. Gott, der HERR, der Mächtige, redet und ruft der Welt vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Niedergang.
Lutherbibel 1912 – 23 Verse. Der vollständige Kapiteltext:
- 1 Ein Psalm Asaphs. Gott, der HERR, der Mächtige, redet und ruft der Welt vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Niedergang.
- 2 Aus Zion bricht an der schöne Glanz Gottes.
- 3 Unser Gott kommt und schweigt nicht. Fressend Feuer geht vor ihm her und um ihn her ist ein großes Wetter.
- 4 Er ruft Himmel und Erde, daß er sein Volk richte:
- 5 “Versammelt mir meine Heiligen, die den Bund mit mir gemacht haben beim Opfer.”
- 6 Und die Himmel werden seine Gerechtigkeit verkündigen; denn Gott ist Richter. (Sela.)
- 7 “Höre, mein Volk, laß mich reden; Israel, laß mich unter dir zeugen: Ich, Gott, bin dein Gott.
- 8 Deines Opfers halber strafe ich dich nicht, sind doch deine Brandopfer immer vor mir.
- 9 Ich will nicht von deinem Hause Farren nehmen noch Böcke aus deinen Ställen.
- 10 Denn alle Tiere im Walde sind mein und das Vieh auf den Bergen, da sie bei tausend gehen.
- 11 Ich kenne alle Vögel auf den Bergen, und allerlei Tier auf dem Feld ist vor mir.
- 12 Wo mich hungerte, wollte ich dir nicht davon sagen; denn der Erdboden ist mein und alles, was darinnen ist.
- 13 Meinst du, daß ich Ochsenfleisch essen wolle oder Bocksblut trinken?
- 14 Opfere Gott Dank und bezahle dem Höchsten deine Gelübde
- 15 und rufe mich an in der Not, so will ich dich erretten, so sollst du mich preisen.”
- 16 Aber zum Gottlosen spricht Gott: “Was verkündigst du meine Rechte und nimmst meinen Bund in deinen Mund,
- 17 so du doch Zucht hassest und wirfst meine Worte hinter dich?
- 18 Wenn du einen Dieb siehst, so läufst du mit ihm und hast Gemeinschaft mit den Ehebrechern.
- 19 Deinen Mund lässest du Böses reden, und deine Zunge treibt Falschheit.
- 20 Du sitzest und redest wider deinen Bruder; deiner Mutter Sohn verleumdest du.
- 21 Das tust du, und ich schweige; da meinst du, ich werde sein gleichwie du. Aber ich will dich strafen und will dir's unter Augen stellen.
- 22 Merket doch das, die ihr Gottes vergesset, daß ich nicht einmal hinraffe und sei kein Retter da.
- 23 Wer Dank opfert, der preiset mich; und da ist der Weg, daß ich ihm zeige das Heil Gottes.”