Psalmen 104 – Lutherbibel 1912
Lobe den HERRN, meine Seele! HERR, mein Gott, du bist sehr herrlich; du bist schön und prächtig geschmückt.
Lutherbibel 1912 – 35 Verse. Der vollständige Kapiteltext:
- 1 Lobe den HERRN, meine Seele! HERR, mein Gott, du bist sehr herrlich; du bist schön und prächtig geschmückt.
- 2 Licht ist dein Kleid, das du anhast; du breitest aus den Himmel wie einen Teppich;
- 3 Du wölbest es oben mit Wasser; du fährst auf den Wolken wie auf einem Wagen und gehst auf den Fittichen des Windes;
- 4 der du machst Winde zu deinen Engeln und zu deinen Dienern Feuerflammen;
- 5 der du das Erdreich gegründet hast auf seinem Boden, daß es bleibt immer und ewiglich.
- 6 Mit der Tiefe deckst du es wie mit einem Kleide, und Wasser standen über den Bergen.
- 7 Aber von deinem Schelten flohen sie, von deinem Donner fuhren sie dahin.
- 8 Die Berge gingen hoch hervor, und die Täler setzten sich herunter zum Ort, den du ihnen gegründet hast.
- 9 Du hast eine Grenze gesetzt, darüber kommen sie nicht und dürfen nicht wiederum das Erdreich bedecken.
- 10 Du läßt Brunnen quellen in den Gründen, daß die Wasser zwischen den Bergen hinfließen,
- 11 daß alle Tiere auf dem Felde trinken und das Wild seinen Durst lösche.
- 12 An denselben sitzen die Vögel des Himmels und singen unter den Zweigen.
- 13 Du feuchtest die Berge von obenher; du machst das Land voll Früchte, die du schaffest;
- 14 du lässest Gras wachsen für das Vieh und Saat zu Nutz den Menschen, daß du Brot aus der Erde bringest,
- 15 und daß der Wein erfreue des Menschen Herz, daß seine Gestalt schön werde vom Öl und das Brot des Menschen Herz stärke;
- 16 daß die Bäume des HERRN voll Saft stehen, die Zedern Libanons, die er gepflanzt hat.
- 17 Daselbst nisten die Vögel, und die Reiher wohnen auf den Tannen.
- 18 Die hohen Berge sind der Gemsen Zuflucht, und die Steinklüfte der Kaninchen.
- 19 Du hast den Mond gemacht, das Jahr darnach zu teilen; die Sonne weiß ihren Niedergang.
- 20 Du machst Finsternis, daß es Nacht wird; da regen sich alle wilden Tiere,
- 21 die jungen Löwen, die da brüllen nach dem Raub und ihre Speise suchen von Gott.
- 22 Wenn aber die Sonne aufgeht, heben sie sich davon und legen sich in ihre Höhlen.
- 23 So geht dann der Mensch aus an seine Arbeit und an sein Ackerwerk bis an den Abend.
- 24 HERR, wie sind deine Werke so groß und viel! Du hast sie alle weislich geordnet, und die Erde ist voll deiner Güter.
- 25 Das Meer, das so groß und weit ist, da wimmelt's ohne Zahl, große und kleine Tiere.
- 26 Daselbst gehen die Schiffe; da sind Walfische, die du gemacht hast, daß sie darin spielen.
- 27 Es wartet alles auf dich, daß du ihnen Speise gebest zu seiner Zeit.
- 28 Wenn du ihnen gibst, so sammeln sie; wenn du deine Hand auftust, so werden sie mit Gut gesättigt.
- 29 Verbirgst du dein Angesicht, so erschrecken sie; du nimmst weg ihren Odem, so vergehen sie und werden wieder zu Staub.
- 30 Du lässest aus deinen Odem, so werden sie geschaffen, und du erneuest die Gestalt der Erde.
- 31 Die Ehre des HERRN ist ewig; der HERR hat Wohlgefallen an seinen Werken.
- 32 Er schaut die Erde an, so bebt sie; er rührt die Berge an, so rauchen sie.
- 33 Ich will dem HERRN singen mein Leben lang und meinen Gott loben, solange ich bin.
- 34 Meine Rede müsse ihm wohl gefallen. Ich freue mich des HERRN.
- 35 Der Sünder müsse ein Ende werden auf Erden, und die Gottlosen nicht mehr sein. Lobe den HERRN, meine Seele! Halleluja!