Sprüche 9 – Lutherbibel 1912
Die Weisheit baute ihr Haus und hieb sieben Säulen,
Lutherbibel 1912 – 18 Verse. Der vollständige Kapiteltext:
- 1 Die Weisheit baute ihr Haus und hieb sieben Säulen,
- 2 schlachtete ihr Vieh und trug ihren Wein auf und bereitete ihren Tisch
- 3 und sandte ihre Dirnen aus, zu rufen oben auf den Höhen der Stadt:
- 4 “Wer verständig ist, der mache sich hierher!”, und zum Narren sprach sie:
- 5 “Kommet, zehret von meinem Brot und trinket den Wein, den ich schenke;
- 6 verlaßt das unverständige Wesen, so werdet ihr leben, und gehet auf dem Wege der Klugheit.”
- 7 Wer den Spötter züchtigt, der muß Schande auf sich nehmen; und wer den Gottlosen straft, der muß gehöhnt werden.
- 8 Strafe den Spötter nicht, er haßt dich; strafe den Weisen, der wird dich lieben.
- 9 Gib dem Weisen, so wird er noch weiser werden; lehre den Gerechten, so wird er in der Lehre zunehmen.
- 10 Der Weisheit Anfang ist des HERRN Furcht, und den Heiligen erkennen ist Verstand.
- 11 Denn durch mich werden deiner Tage viel werden und werden dir der Jahre des Lebens mehr werden.
- 12 Bist du weise, so bist du dir weise; bist du ein Spötter, so wirst du es allein tragen.
- 13 Es ist aber ein törichtes, wildes Weib, voll Schwätzens, und weiß nichts;
- 14 die sitzt in der Tür ihres Hauses auf dem Stuhl, oben in der Stadt,
- 15 zu laden alle, die vorübergehen und richtig auf ihrem Wege wandeln:
- 16 “Wer unverständig ist, der mache sich hierher!”, und zum Narren spricht sie:
- 17 “Die gestohlenen Wasser sind süß, und das verborgene Brot schmeckt wohl.”
- 18 Er weiß aber nicht, daß daselbst Tote sind und ihre Gäste in der tiefen Grube.