Sprüche 29 – Lutherbibel 1912
Wer wider die Strafe halsstarrig ist, der wird plötzlich verderben ohne alle Hilfe.
Lutherbibel 1912 – 27 Verse. Der vollständige Kapiteltext:
- 1 Wer wider die Strafe halsstarrig ist, der wird plötzlich verderben ohne alle Hilfe.
- 2 Wenn der Gerechten viel sind, freut sich das Volk; wenn aber der Gottlose herrscht, seufzt das Volk.
- 3 Wer Weisheit liebt, erfreut seinen Vater; wer aber mit Huren umgeht, kommt um sein Gut.
- 4 Ein König richtet das Land auf durchs Recht; ein geiziger aber verderbt es.
- 5 Wer mit seinem Nächsten heuchelt, der breitet ein Netz aus für seine Tritte.
- 6 Wenn ein Böser sündigt, verstrickt er sich selbst; aber ein Gerechter freut sich und hat Wonne.
- 7 Der Gerechte erkennt die Sache der Armen; der Gottlose achtet keine Vernunft.
- 8 Die Spötter bringen frech eine Stadt in Aufruhr; aber die Weisen stillen den Zorn.
- 9 Wenn ein Weiser mit einem Narren zu rechten kommt, er zürne oder lache, so hat er nicht Ruhe.
- 10 Die Blutgierigen hassen den Frommen; aber die Gerechten suchen sein Heil.
- 11 Ein Narr schüttet seinen Geist ganz aus; aber ein Weiser hält an sich.
- 12 Ein Herr, der zu Lügen Lust hat, des Diener sind alle gottlos.
- 13 Arme und Reiche begegnen einander: beider Augen erleuchtet der HERR.
- 14 Ein König, der die Armen treulich richtet, des Thron wird ewig bestehen.
- 15 Rute und Strafe gibt Weisheit; aber ein Knabe, sich selbst überlassen, macht seiner Mutter Schande.
- 16 Wo viele Gottlose sind, da sind viel Sünden; aber die Gerechten werden ihren Fall erleben.
- 17 Züchtige deinen Sohn, so wird er dich ergötzen und wird deiner Seele sanft tun.
- 18 Wo keine Weissagung ist, wird das Volk wild und wüst; wohl aber dem, der das Gesetz handhabt!
- 19 Ein Knecht läßt sich mit Worten nicht züchtigen; denn ob er sie gleich versteht, nimmt er sich's doch nicht an.
- 20 Siehst du einen, der schnell ist zu reden, da ist am Narren mehr Hoffnung denn an ihm.
- 21 Wenn ein Knecht von Jugend auf zärtlich gehalten wird, so will er darnach ein Junker sein.
- 22 Ein zorniger Mann richtet Hader an, und ein Grimmiger tut viel Sünde.
- 23 Die Hoffart des Menschen wird ihn stürzen; aber der Demütige wird Ehre empfangen.
- 24 Wer mit Dieben teilhat, den Fluch aussprechen hört, und sagt's nicht an, der haßt sein Leben.
- 25 Vor Menschen sich scheuen bringt zu Fall; wer sich aber auf den HERRN verläßt, wird beschützt.
- 26 Viele suchen das Angesicht eines Fürsten; aber eines jeglichen Gericht kommt vom HERRN.
- 27 Ein ungerechter Mann ist dem Gerechten ein Greuel; und wer rechtes Weges ist, der ist des Gottlosen Greuel.