Sprüche 25 – Lutherbibel 1912
Dies sind auch Sprüche Salomos, die hinzugesetzt haben die Männer Hiskias, des Königs in Juda.
Lutherbibel 1912 – 28 Verse. Der vollständige Kapiteltext:
- 1 Dies sind auch Sprüche Salomos, die hinzugesetzt haben die Männer Hiskias, des Königs in Juda.
- 2 Es ist Gottes Ehre, eine Sache verbergen; aber der Könige Ehre ist's, eine Sache zu erforschen.
- 3 Der Himmel ist hoch und die Erde tief; aber der Könige Herz ist unerforschlich.
- 4 Man tue den Schaum vom Silber, so wird ein reines Gefäß daraus.
- 5 Man tue den Gottlosen hinweg vor dem König, so wird sein Thron mit Gerechtigkeit befestigt.
- 6 Prange nicht vor dem König und tritt nicht an den Ort der Großen.
- 7 Denn es ist dir besser, daß man zu dir sage: Tritt hier herauf! als daß du vor dem Fürsten erniedrigt wirst, daß es deine Augen sehen müssen.
- 8 Fahre nicht bald heraus, zu zanken; denn was willst du hernach machen, wenn dich dein Nächster beschämt hat?
- 9 Führe deine Sache mit deinem Nächsten, und offenbare nicht eines andern Heimlichkeit,
- 10 auf daß nicht übel von dir spreche, der es hört, und dein böses Gerücht nimmer ablasse.
- 11 Ein Wort geredet zu seiner Zeit, ist wie goldene Äpfel auf silbernen Schalen.
- 12 Wer einem Weisen gehorcht, der ihn straft, das ist wie ein goldenes Stirnband und goldenes Halsband.
- 13 Wie die Kühle des Schnees zur Zeit der Ernte, so ist ein treuer Bote dem, der ihn gesandt hat, und labt seines Herrn Seele.
- 14 Wer viel verspricht und hält nicht, der ist wie Wolken und Wind ohne Regen.
- 15 Durch Geduld wird ein Fürst versöhnt, und eine linde Zunge bricht die Härtigkeit.
- 16 Findest du Honig, so iß davon, so viel dir genug ist, daß du nicht zu satt wirst und speiest ihn aus.
- 17 Entzieh deinen Fuß vom Hause deines Nächsten; er möchte dein überdrüssig und dir gram werden.
- 18 Wer wider seinen Nächsten falsch Zeugnis redet, der ist ein Spieß, Schwert und scharfer Pfeil.
- 19 Die Hoffnung auf einen Treulosen zur Zeit der Not ist wie ein fauler Zahn und gleitender Fuß.
- 20 Wer einem betrübten Herzen Lieder singt, das ist, wie wenn einer das Kleid ablegt am kalten Tage, und wie Essig auf der Kreide.
- 21 Hungert deinen Feind, so speise ihn mit Brot; dürstet ihn, so tränke ihn mit Wasser.
- 22 Denn du wirst feurige Kohlen auf sein Haupt häufen, und der HERR wird dir's vergelten.
- 23 Der Nordwind bringt Ungewitter, und die heimliche Zunge macht saures Angesicht.
- 24 Es ist besser, im Winkel auf dem Dach sitzen denn bei einem zänkischen Weibe in einem Haus beisammen.
- 25 Eine gute Botschaft aus fernen Landen ist wie kalt Wasser einer durstigen Seele.
- 26 Ein Gerechter, der vor einem Gottlosen fällt, ist wie ein getrübter Brunnen und eine verderbte Quelle.
- 27 Wer zuviel Honig ißt, das ist nicht gut; und wer schwere Dinge erforscht, dem wird's zu schwer.
- 28 Ein Mann, der seinen Geist nicht halten kann, ist wie eine offene Stadt ohne Mauern.