Sprüche 20 – Lutherbibel 1912
Der Wein macht lose Leute, und starkes Getränk macht wild; wer dazu Lust hat, wird nimmer weise.
Lutherbibel 1912 – 30 Verse. Der vollständige Kapiteltext:
- 1 Der Wein macht lose Leute, und starkes Getränk macht wild; wer dazu Lust hat, wird nimmer weise.
- 2 Das Schrecken des Königs ist wie das Brüllen eines jungen Löwen; wer ihn erzürnt, der sündigt wider sein Leben.
- 3 Es ist dem Mann eine Ehre, vom Hader bleiben; aber die gern Hadern, sind allzumal Narren.
- 4 Um der Kälte willen will der Faule nicht pflügen; so muß er in der Ernte betteln und nichts kriegen.
- 5 Der Rat im Herzen eines Mannes ist wie tiefe Wasser; aber ein Verständiger kann's merken, was er meint.
- 6 Viele Menschen werden fromm gerühmt; aber wer will finden einen, der rechtschaffen fromm sei?
- 7 Ein Gerechter, der in seiner Frömmigkeit wandelt, des Kindern wird's wohl gehen nach ihm.
- 8 Ein König, der auf seinem Stuhl sitzt, zu richten, zerstreut alles Arge mit seinen Augen.
- 9 Wer kann sagen: Ich bin rein in meinem Herzen und lauter von meiner Sünde?
- 10 Mancherlei Gewicht und Maß ist beides Greuel dem HERRN.
- 11 Auch einen Knaben kennt man an seinem Wesen, ob er fromm und redlich werden will.
- 12 Ein hörend Ohr und sehend Auge, die macht beide der HERR.
- 13 Liebe den Schlaf nicht, daß du nicht arm werdest; laß deine Augen wacker sein, so wirst du Brot genug haben.
- 14 “Böse, böse!” spricht man, wenn man's hat; aber wenn's weg ist, so rühmt man es dann.
- 15 Es gibt Gold und viele Perlen; aber ein vernünftiger Mund ist ein edles Kleinod.
- 16 Nimm dem sein Kleid, der für einen andern Bürge wird, und pfände ihn um des Fremden willen.
- 17 Das gestohlene Brot schmeckt dem Manne wohl; aber hernach wird ihm der Mund voll Kieselsteine werden.
- 18 Anschläge bestehen, wenn man sie mit Rat führt; und Krieg soll man mit Vernunft führen.
- 19 Sei unverworren mit dem, der Heimlichkeit offenbart, und mit dem Verleumder und mit dem falschen Maul.
- 20 Wer seinem Vater und seiner Mutter flucht, des Leuchte wird verlöschen mitten in der Finsternis.
- 21 Das Erbe, darnach man zuerst sehr eilt wird zuletzt nicht gesegnet sein.
- 22 Sprich nicht: Ich will Böses vergelten! Harre des HERRN, der wird dir helfen.
- 23 Mancherlei Gewicht ist ein Greuel dem HERRN, und eine falsche Waage ist nicht gut.
- 24 Jedermanns Gänge kommen vom HERRN. Welcher Mensch versteht seinen Weg?
- 25 Es ist dem Menschen ein Strick, sich mit Heiligem übereilen und erst nach den Geloben überlegen.
- 26 Ein weiser König zerstreut die Gottlosen und bringt das Rad über sie.
- 27 Eine Leuchte des HERRN ist des Menschen Geist; die geht durch alle Kammern des Leibes.
- 28 Fromm und wahrhaftig sein behütet den König, und sein Thron besteht durch Frömmigkeit.
- 29 Der Jünglinge Stärke ist ihr Preis; und graues Haar ist der Alten Schmuck.
- 30 Man muß dem Bösen wehren mit harter Strafe und mit ernsten Schlägen, die man fühlt.