Sprüche 14 – Lutherbibel 1912
Durch weise Weiber wird das Haus erbaut; eine Närrin aber zerbricht's mit ihrem Tun.
Lutherbibel 1912 – 35 Verse. Der vollständige Kapiteltext:
- 1 Durch weise Weiber wird das Haus erbaut; eine Närrin aber zerbricht's mit ihrem Tun.
- 2 Wer den HERRN fürchtet, der wandelt auf rechter Bahn; wer ihn aber verachtet, der geht auf Abwegen.
- 3 Narren reden tyrannisch; aber die Weisen bewahren ihren Mund.
- 4 Wo nicht Ochsen sind, da ist die Krippe rein; aber wo der Ochse geschäftig ist, da ist viel Einkommen.
- 5 Ein treuer Zeuge lügt nicht; aber ein Falscher Zeuge redet frech Lügen.
- 6 Der Spötter sucht Weisheit, und findet sie nicht; aber dem Verständigen ist die Erkenntnis leicht.
- 7 Gehe von dem Narren; denn du lernst nichts von ihm.
- 8 Das ist des Klugen Weisheit, daß er auf seinen Weg merkt; aber der Narren Torheit ist eitel Trug.
- 9 Die Narren treiben das Gespött mit der Sünde; aber die Frommen haben Lust an den Frommen.
- 10 Das Herz kennt sein eigen Leid, und in seine Freude kann sich kein Fremder mengen.
- 11 Das Haus der Gottlosen wird vertilgt; aber die Hütte der Frommen wird grünen.
- 12 Es gefällt manchem ein Weg wohl; aber endlich bringt er ihn zum Tode.
- 13 Auch beim Lachen kann das Herz trauern, und nach der Freude kommt Leid.
- 14 Einem losen Menschen wird's gehen wie er handelt; aber ein Frommer wird über ihn sein.
- 15 Ein Unverständiger glaubt alles; aber ein Kluger merkt auf seinen Gang.
- 16 Ein Weiser fürchtet sich und meidet das Arge; ein Narr aber fährt trotzig hindurch.
- 17 Ein Ungeduldiger handelt töricht; aber ein Bedächtiger haßt es.
- 18 Die Unverständigen erben Narrheit; aber es ist der Klugen Krone, vorsichtig handeln.
- 19 Die Bösen müssen sich bücken vor dem Guten und die Gottlosen in den Toren des Gerechten.
- 20 Einen Armen hassen auch seine Nächsten; aber die Reichen haben viele Freunde.
- 21 Der Sünder verachtet seinen Nächsten; aber wohl dem, der sich der Elenden erbarmt!
- 22 Die mit bösen Ränken umgehen, werden fehlgehen; die aber Gutes denken, denen wird Treue und Güte widerfahren.
- 23 Wo man arbeitet, da ist genug; wo man aber mit Worten umgeht, da ist Mangel.
- 24 Den Weisen ist ihr Reichtum eine Krone; aber die Torheit der Narren bleibt Torheit.
- 25 Ein treuer Zeuge errettet das Leben; aber ein falscher Zeuge betrügt.
- 26 Wer den HERRN fürchtet, der hat eine sichere Festung, und seine Kinder werden auch beschirmt.
- 27 Die Furcht des HERRN ist eine Quelle des Lebens, daß man meide die Stricke des Todes.
- 28 Wo ein König viel Volks hat, das ist seine Herrlichkeit; wo aber wenig Volks ist, das macht einen Herrn blöde.
- 29 Wer geduldig ist, der ist weise; wer aber ungeduldig ist, der offenbart seine Torheit.
- 30 Ein gütiges Herz ist des Leibes Leben; aber Neid ist Eiter in den Gebeinen.
- 31 Wer dem Geringen Gewalt tut, der lästert desselben Schöpfer; aber wer sich des Armen erbarmt, der ehrt Gott.
- 32 Der Gottlose besteht nicht in seinem Unglück; aber der Gerechte ist auch in seinem Tod getrost.
- 33 Im Herzen des Verständigen ruht Weisheit, und wird offenbar unter den Narren.
- 34 Gerechtigkeit erhöhet ein Volk; aber die Sünde ist der Leute Verderben.
- 35 Ein kluger Knecht gefällt dem König wohl; aber einem schändlichen Knecht ist er feind.