Sprüche 1 – Lutherbibel 1912
Dies sind die Sprüche Salomos, des Königs in Israel, des Sohnes Davids,
Lutherbibel 1912 – 33 Verse. Der vollständige Kapiteltext:
- 1 Dies sind die Sprüche Salomos, des Königs in Israel, des Sohnes Davids,
- 2 zu lernen Weisheit und Zucht, Verstand
- 3 Klugheit, Gerechtigkeit, Recht und Schlecht;
- 4 daß die Unverständigen klug und die Jünglinge vernünftig und vorsichtig werden.
- 5 Wer weise ist der hört zu und bessert sich; wer verständig ist, der läßt sich raten,
- 6 daß er verstehe die Sprüche und ihre Deutung, die Lehre der Weisen und ihre Beispiele.
- 7 Des HERRN Furcht ist Anfang der Erkenntnis. Die Ruchlosen verachten Weisheit und Zucht.
- 8 Mein Kind, gehorche der Zucht deines Vaters und verlaß nicht das Gebot deiner Mutter.
- 9 Denn solches ist ein schöner Schmuck deinem Haupt und eine Kette an deinem Hals.
- 10 Mein Kind, wenn dich die bösen Buben locken, so folge nicht.
- 11 Wenn sie sagen: “Gehe mit uns! wir wollen auf Blut lauern und den Unschuldigen ohne Ursache nachstellen;
- 12 wir wollen sie lebendig verschlingen wie die Hölle und die Frommen wie die, so hinunter in die Grube fahren;
- 13 wir wollen großes Gut finden; wir wollen unsre Häuser mit Raub füllen;
- 14 wage es mit uns! es soll unser aller ein Beutel sein”:
- 15 mein Kind, wandle den Weg nicht mit ihnen; wehre deinem Fuß vor ihrem Pfad.
- 16 Denn ihr Füße laufen zum Bösen und eilen, Blut zu vergießen.
- 17 Denn es ist vergeblich, das Netz auswerfen vor den Augen der Vögel.
- 18 Sie aber lauern auf ihr eigen Blut und stellen sich selbst nach dem Leben.
- 19 Also geht es allen, die nach Gewinn geizen, daß ihr Geiz ihnen das Leben nimmt.
- 20 Die Weisheit klagt draußen und läßt sich hören auf den Gassen;
- 21 sie ruft in dem Eingang des Tores, vorn unter dem Volk; sie redet ihre Worte in der Stadt:
- 22 Wie lange wollt ihr Unverständigen unverständig sein und die Spötter Lust zu Spötterei und die Ruchlosen die Lehre hassen?
- 23 Kehret euch zu meiner Strafe. Siehe, ich will euch heraussagen meinen Geist und euch meine Worte kundtun.
- 24 Weil ich denn rufe, und ihr weigert euch, ich recke meine Hand aus, und niemand achtet darauf,
- 25 und laßt fahren allen meinen Rat und wollt meine Strafe nicht:
- 26 so will ich auch lachen in eurem Unglück und eurer spotten, wenn da kommt, was ihr fürchtet,
- 27 wenn über euch kommt wie ein Sturm, was ihr fürchtet, und euer Unglück als ein Wetter, wenn über euch Angst und Not kommt.
- 28 Dann werden sie nach mir rufen, aber ich werde nicht antworten; sie werden mich suchen, und nicht finden.
- 29 Darum, daß sie haßten die Lehre und wollten des HERRN Furcht nicht haben,
- 30 wollten meinen Rat nicht und lästerten alle meine Strafe:
- 31 so sollen sie essen von den Früchten ihres Wesens und ihres Rats satt werden.
- 32 Was die Unverständigen gelüstet, tötet sie, und der Ruchlosen Glück bringt sie um.
- 33 Wer aber mir gehorcht, wird sicher bleiben und genug haben und kein Unglück fürchten.