Matthäus 26

Und es begab sich, da Jesus alle diese Reden vollendet hatte, sprach er zu seinen Jüngern:

75 Verse – der vollständige Kapiteltext:

  1. 1 Und es begab sich, da Jesus alle diese Reden vollendet hatte, sprach er zu seinen Jüngern:
  2. 2 Ihr wisset, daß nach zwei Tagen Ostern wird; und des Menschen Sohn wird überantwortet werden, daß er gekreuzigt werde.
  3. 3 Da versammelten sich die Hohenpriester und Schriftgelehrten und die Ältesten im Volk in den Palast des Hohenpriesters, der da hieß Kaiphas,
  4. 4 und hielten Rat, wie sie Jesus mit List griffen und töteten.
  5. 5 Sie sprachen aber: Ja nicht auf das Fest, auf daß nicht ein Aufruhr werde im Volk!
  6. 6 Da nun Jesus war zu Bethanien im Hause Simons, des Aussätzigen,
  7. 7 da trat zu ihm ein Weib, das hatte ein Glas mit köstlichem Wasser und goß es auf sein Haupt, da er zu Tische saß.
  8. 8 Da das seine Jünger sahen, wurden sie unwillig und sprachen: Wozu diese Vergeudung?
  9. 9 Dieses Wasser hätte mögen teuer verkauft und den Armen gegeben werden.
  10. 10 Da das Jesus merkte, sprach er zu ihnen: Was bekümmert ihr das Weib? Sie hat ein gutes Werk an mir getan.
  11. 11 Ihr habt allezeit Arme bei euch; mich aber habt ihr nicht allezeit.
  12. 12 Daß sie dies Wasser hat auf meinen Leib gegossen, hat sie getan, daß sie mich zum Grabe bereite.
  13. 13 Wahrlich ich sage euch: Wo dies Evangelium gepredigt wird in der ganzen Welt, da wird man auch sagen zu ihrem Gedächtnis, was sie getan hat.
  14. 14 Da ging hin der Zwölf einer, mit Namen Judas Ischariot, zu den Hohenpriestern
  15. 15 und sprach: Was wollt ihr mir geben? Ich will ihn euch verraten. Und sie boten ihm dreißig Silberlinge.
  16. 16 Und von dem an suchte er Gelegenheit, daß er ihn verriete.
  17. 17 Aber am ersten Tag der süßen Brote traten die Jünger zu Jesus und sprachen zu ihm: Wo willst du, daß wir dir bereiten das Osterlamm zu essen?
  18. 18 Er sprach: Gehet hin in die Stadt zu einem und sprecht der Meister läßt dir sagen: Meine Zeit ist nahe; ich will bei dir Ostern halten mit meinen Jüngern.
  19. 19 Und die Jünger taten wie ihnen Jesus befohlen hatte, und bereiteten das Osterlamm.
  20. 20 Und am Abend setzte er sich zu Tische mit den Zwölfen.
  21. 21 Und da sie aßen, sprach er: Wahrlich ich sage euch: Einer unter euch wird mich verraten.
  22. 22 Und sie wurden sehr betrübt und hoben an, ein jeglicher unter ihnen, und sagten zu ihm: HERR, bin ich's?
  23. 23 Er antwortete und sprach: Der mit der Hand mit mir in die Schüssel tauchte, der wird mich verraten.
  24. 24 Des Menschen Sohn geht zwar dahin, wie von ihm geschrieben steht; doch weh dem Menschen, durch welchen des Menschen Sohn verraten wird! Es wäre ihm besser, daß er nie geboren wäre.
  25. 25 Da antwortete Judas, der ihn verriet, und sprach: Bin ich's Rabbi? Er sprach zu ihm: Du sagst es.
  26. 26 Da sie aber aßen, nahm Jesus das Brot, dankte und brach's und gab's den Jüngern und sprach: Nehmet, esset; das ist mein Leib.
  27. 27 Und er nahm den Kelch und dankte, gab ihnen den und sprach: Trinket alle daraus;
  28. 28 das ist mein Blut des neuen Testaments, welches vergossen wird für viele zur Vergebung der Sünden.
  29. 29 Ich sage euch: Ich werde von nun an nicht mehr von diesen Gewächs des Weinstocks trinken bis an den Tag, da ich's neu trinken werde mit euch in meines Vaters Reich.
  30. 30 Und da sie den Lobgesang gesprochen hatte, gingen sie hinaus an den Ölberg.
  31. 31 Da sprach Jesus zu ihnen: In dieser Nacht werdet ihr euch alle ärgern an mir. Denn es steht geschrieben: “Ich werde den Hirten schlagen, und die Schafe der Herde werden sich zerstreuen.”
  32. 32 Wenn ich aber auferstehe, will ich vor euch hingehen nach Galiläa.
  33. 33 Petrus aber antwortete und sprach zu ihm: Wenn sich auch alle an dir ärgerten, so will ich doch mich nimmermehr ärgern.
  34. 34 Jesus sprach zu ihm: Wahrlich ich sage dir: In dieser Nacht, ehe der Hahn kräht, wirst du mich dreimal verleugnen.
  35. 35 Petrus sprach zu ihm: Und wenn ich mit dir sterben müßte, so will ich dich nicht verleugnen. Desgleichen sagten auch alle Jünger.
  36. 36 Da kam Jesus mit ihnen zu einem Hofe, der hieß Gethsemane, und sprach zu seinen Jüngern: Setzet euch hier, bis daß ich dorthin gehe und bete.
  37. 37 Und nahm zu sich Petrus und die zwei Söhne des Zebedäus und fing an zu trauern und zu zagen.
  38. 38 Da sprach Jesus zu ihnen: Meine Seele ist betrübt bis an den Tod; bleibet hier und wachet mit mir!
  39. 39 Und ging hin ein wenig, fiel nieder auf sein Angesicht und betete und sprach: Mein Vater, ist's möglich, so gehe dieser Kelch von mir; doch nicht, wie ich will, sondern wie du willst!
  40. 40 Und er kam zu seinen Jüngern und fand sie schlafend und sprach zu Petrus: Könnet ihr denn nicht eine Stunde mit mir wachen?
  41. 41 Wachet und betet, daß ihr nicht in Anfechtung fallet! Der Geist ist willig; aber das Fleisch ist schwach.
  42. 42 Zum andernmal ging er wieder hin, betete und sprach: Mein Vater, ist's nicht möglich, daß dieser Kelch von mir gehe, ich trinke ihn denn, so geschehe dein Wille!
  43. 43 Und er kam und fand sie abermals schlafend, und ihre Augen waren voll Schlafs.
  44. 44 Und er ließ sie und ging abermals hin und betete zum drittenmal und redete dieselben Worte.
  45. 45 Da kam er zu seinen Jüngern und sprach zu ihnen: Ach wollt ihr nur schlafen und ruhen? Siehe, die Stunde ist hier, daß des Menschen Sohn in der Sünder Hände überantwortet wird.
  46. 46 Stehet auf, laßt uns gehen! Siehe, er ist da, der mich verrät!
  47. 47 Und als er noch redete, siehe, da kam Judas, der Zwölf einer, und mit ihm eine große Schar, mit Schwertern und mit Stangen, von den Hohenpriestern und Ältesten des Volks.
  48. 48 Und der Verräter hatte ihnen ein Zeichen gegeben und gesagt: Welchen ich küssen werde, der ist's; den greifet.
  49. 49 Und alsbald trat er zu Jesus und sprach: Gegrüßet seist du, Rabbi! und küßte ihn.
  50. 50 Jesus aber sprach zu ihm: Mein Freund, warum bist du gekommen? Da traten sie hinzu und legten die Hände an Jesus und griffen ihn.
  51. 51 Und siehe, einer aus denen, die mit Jesus waren, reckte die Hand aus und zog sein Schwert aus und schlug des Hohenpriesters Knecht und hieb ihm ein Ohr ab.
  52. 52 Da sprach Jesus zu ihm; Stecke dein Schwert an seinen Ort! denn wer das Schwert nimmt, der soll durchs Schwert umkommen.
  53. 53 Oder meinst du, daß ich nicht könnte meinen Vater bitten, daß er mir zuschickte mehr denn zwölf Legionen Engel?
  54. 54 Wie würde aber die Schrift erfüllet? Es muß also gehen.
  55. 55 Zu der Stunde sprach Jesus zu den Scharen: Ihr seid ausgegangen wie zu einem Mörder, mit Schwertern und Stangen, mich zu fangen. Bin ich doch täglich gesessen bei euch und habe gelehrt im Tempel, und ihr habt mich nicht gegriffen.
  56. 56 Aber das ist alles geschehen, daß erfüllet würden die Schriften der Propheten. Da verließen ihn die Jünger und flohen.
  57. 57 Die aber Jesus gegriffen hatten, führten ihn zu dem Hohenpriester Kaiphas, dahin die Schriftgelehrten und Ältesten sich versammelt hatten.
  58. 58 Petrus aber folgte ihm nach von ferne bis in den Palast des Hohenpriesters und ging hinein und setzte sich zu den Knechten, auf daß er sähe, wo es hinaus wollte.
  59. 59 Die Hohenpriester aber und die Ältesten und der ganze Rat suchten falsch Zeugnis gegen Jesus, auf daß sie ihn töteten,
  60. 60 und fanden keins. Und wiewohl viel falsche Zeugen herzutraten, fanden sie doch keins. Zuletzt traten herzu zwei falsche Zeugen
  61. 61 und sprachen: Er hat gesagt: Ich kann den Tempel Gottes abbrechen und in drei Tagen ihn bauen.
  62. 62 Und der Hohepriester stand auf und sprach zu ihm: Antwortest du nichts zu dem, was diese wider dich zeugen?
  63. 63 Aber Jesus schwieg still. Und der Hohepriester antwortete und sprach zu ihm: Ich beschwöre dich bei dem lebendigen Gott, daß du uns sagest, ob du seist Christus, der Sohn Gottes.
  64. 64 Jesus sprach zu ihm: Du sagst es. Doch ich sage euch: Von nun an wird's geschehen, daß ihr werdet sehen des Menschen Sohn sitzen zur Rechten der Kraft und kommen in den Wolken des Himmels.
  65. 65 Da zerriß der Hohepriester seine Kleider und sprach: Er hat Gott gelästert! Was bedürfen wir weiteres Zeugnis? Siehe, jetzt habt ihr seine Gotteslästerung gehört.
  66. 66 Was dünkt euch? Sie antworteten und sprachen: Er ist des Todes schuldig!
  67. 67 Da spieen sie aus in sein Angesicht und schlugen ihn mit Fäusten. Etliche aber schlugen ihn ins Angesicht
  68. 68 und sprachen: Weissage uns, Christe, wer ist's, der dich schlug?
  69. 69 Petrus aber saß draußen im Hof; und es trat zu ihm eine Magd und sprach: Und du warst auch mit dem Jesus aus Galiläa.
  70. 70 Er leugnete aber vor ihnen allen und sprach: Ich weiß nicht, was du sagst.
  71. 71 Als er aber zur Tür hinausging, sah ihn eine andere und sprach zu denen, die da waren: Dieser war auch mit dem Jesus von Nazareth.
  72. 72 Und er leugnete abermals und schwur dazu: Ich kenne den Menschen nicht.
  73. 73 Und über eine kleine Weile traten die hinzu, die dastanden, und sprachen zu Petrus: Wahrlich du bist auch einer von denen; denn deine Sprache verrät dich.
  74. 74 Da hob er an sich zu verfluchen und zu schwören: Ich kenne diesen Menschen nicht. Uns alsbald krähte der Hahn.
  75. 75 Da dachte Petrus an die Worte Jesu, da er zu ihm sagte: “Ehe der Hahn krähen wird, wirst du mich dreimal verleugnen”, und ging hinaus und weinte bitterlich.

Kapitel-Erklärung

Kurze Zusammenfassung

Matthäus 26 beschreibt die letzten Stunden Jesu vor seiner Kreuzigung. Das Kapitel enthält:

  • die Planung seines Todes

  • die Salbung in Bethanien

  • den Verrat des Judas

  • das letzte Passahmahl

  • die Einsetzung des Abendmahls

  • Jesu Gebetskampf in Gethsemane

  • seine Verhaftung

  • den Prozess vor dem Hohen Rat

  • die Verleugnung durch Petrus

Das Kapitel zeigt die tiefe Liebe Christi, aber auch die Dunkelheit der menschlichen Sünde. Gleichzeitig offenbart es, dass Jesu Leiden kein Zufall war, sondern Teil von Gottes Erlösungsplan.

Historischer und prophetischer Hintergrund

Das Kapitel spielt unmittelbar vor dem Passahfest.

Das Passah erinnerte Israel an die Befreiung aus Ägypten:

  • das geschlachtete Lamm

  • das Blut an den Türen

  • das Gericht Gottes, das vorüberging

All das war ein prophetischer Hinweis auf Christus.

Jesus ist das wahre Passahlamm:

  • sündlos

  • geopfert

  • zur Rettung der Menschen

Matthäus 26 erfüllt viele alttestamentliche Prophetien über den leidenden Messias.

Verse 1–5 – Der Plan der religiösen Führer

Jesus kündigt erneut an:

„des Menschen Sohn wird überantwortet werden, dass er gekreuzigt werde“

Gleichzeitig beraten die Hohenpriester und Ältesten heimlich, wie sie Jesus töten können.

Interessant ist:
Menschen planen böse Absichten —
doch Gottes Plan erfüllt sich dennoch.

Die Führer fürchten das Volk und wollen keinen Aufruhr während des Festes.

Doch Gott bestimmt letztlich den Zeitpunkt.

Geistliche Blindheit

Die religiösen Führer feiern bald das Passah —
während sie gleichzeitig das wahre Passahlamm ablehnen.

Das zeigt:
Man kann religiöse Rituale feiern und trotzdem Gottes Wahrheit bekämpfen.

Verse 6–13 – Die Salbung in Bethanien

Jesus ist im Haus Simons des Aussätzigen.

Eine Frau bringt sehr kostbares Salböl und gießt es auf Jesus.

Nach Johannes 12 handelt es sich um Maria.

Das Öl war extrem wertvoll.

Die Jünger reagieren empört:

„Wozu diese Verschwendung?“

Doch Jesus verteidigt sie.

Die geistliche Bedeutung

Maria versteht mehr als viele andere.

Während viele noch an ein irdisches Reich denken, erkennt sie:
Jesus geht dem Tod entgegen.

Ihre Handlung drückt aus:

  • Liebe

  • Hingabe

  • Anbetung

  • Glauben

Wahre Hingabe wirkt für die Welt oft übertrieben

Menschen verstehen Opfer für Christus häufig nicht.

Doch Jesus sieht das Herz.

Er sagt:

„Sie hat ein gutes Werk an mir getan“

Das Begräbnis Jesu

Jesus erklärt:
Die Salbung bereitet ihn auf sein Begräbnis vor.

Wieder sehen wir:
Das Kreuz steht im Mittelpunkt.

Verse 14–16 – Judas verrät Jesus

Judas geht zu den Hohenpriestern.

Er fragt:

„Was wollt ihr mir geben?“

Sie zahlen:

dreißig Silberlinge

Das erfüllt Prophetie:

  • Sacharja 11,12–13

Dreißig Silberlinge waren der Preis eines Sklaven.

Der Sohn Gottes wird für den Preis eines gewöhnlichen Knechtes verraten.

Die Gefahr eines falschen Herzens

Judas war:

  • nahe bei Jesus

  • Zeuge von Wundern

  • Teil des Jüngerkreises

und dennoch verloren.

Äußere Nähe zu geistlichen Dingen ersetzt keine echte Herzensübergabe.

Habgier und verborgenes sündiges Denken hatten Judas innerlich zerstört.

Verse 17–30 – Das letzte Abendmahl

Jesus feiert das Passah mit seinen Jüngern.

Während des Mahls sagt er:

„Einer unter euch wird mich verraten“

Die Jünger werden erschüttert.

Interessant:
Jeder fragt:

„Herr, bin ich's?“

Das zeigt demütige Selbstprüfung.

Judas

Judas fragt:

„Bin ich's, Rabbi?“

Er sagt nicht:
„Herr“.

Das ist bemerkenswert.

Jesus weiß alles —
und begegnet Judas dennoch bis zuletzt mit Geduld.

Brot und Wein

Jesus nimmt:

  • Brot

  • Wein

und gibt ihnen neue Bedeutung.

Das Brot symbolisiert seinen Leib.
Der Wein symbolisiert sein Blut.

Hier wird das Abendmahl eingesetzt.

Das neue Testament im Blut Christi

Jesu Blut bringt:

  • Vergebung

  • Versöhnung

  • den neuen Bund

Das Opfer Christi ersetzt die alttestamentlichen Opfer endgültig.

Keine magische Handlung

Das Abendmahl wirkt nicht automatisch.

Es weist auf:

  • Christi Opfer

  • Glauben

  • Gemeinschaft mit ihm

hin.

Verse 31–35 – Petrus überschätzt sich selbst

Jesus kündigt an:

alle werden sich ärgern.

Petrus antwortet voller Selbstvertrauen:

„Wenn sie auch alle sich an dir ärgerten, so will ich doch mich nimmermehr ärgern“

Doch Jesus sagt:

„Ehe der Hahn kräht, wirst du mich dreimal verleugnen“

Petrus unterschätzt:

  • seine Schwachheit

  • die Macht der Angst

  • seine eigene Natur

Das ist eine ernste Warnung.

Selbst starke Gläubige können fallen, wenn sie sich auf sich selbst verlassen.

Verse 36–46 – Gethsemane

Jetzt beginnt einer der tiefsten Momente der Bibel.

Jesus geht nach Gethsemane.

Der Name bedeutet:
„Ölpresse“.

Dort wird Christus geistlich „gepresst“.

Jesu tiefer Kampf

Jesus sagt:

„Meine Seele ist betrübt bis an den Tod“

Hier sehen wir:

  • die Last der Sünde

  • die Trennung von Gott

  • den Schrecken des Gerichts

Jesus leidet nicht nur körperlich.
Sein größter Kampf ist geistlich.

Der Kelch

„Ist's möglich, so gehe dieser Kelch von mir“

Der Kelch symbolisiert:

  • Gottes Gericht über die Sünde

  • den Zorn gegen das Böse

Jesus trägt stellvertretend die Schuld der Welt.

Vollkommene Unterordnung

„Doch nicht wie ich will, sondern wie du willst“

Das ist vollkommener Gehorsam.

Adam sagte:
„Mein Wille“

Christus sagt:
„Dein Wille“

Die schlafenden Jünger

Die Jünger schlafen.

Jesus sagt:

„Der Geist ist willig; aber das Fleisch ist schwach“

Geistliche Wachsamkeit ist lebenswichtig.

Verse 47–56 – Die Verhaftung Jesu

Judas kommt mit Soldaten.

Er verrät Jesus mit einem Kuss.

Ein Zeichen der Liebe wird zum Werkzeug des Verrats.

Das zeigt die Tiefe menschlicher Verdorbenheit.

Jesus ergibt sich freiwillig

Jesus hätte fliehen können.
Er hätte Engel rufen können.

Doch er geht freiwillig den Weg zum Kreuz.

Das zeigt:
Die Erlösung geschieht aus Liebe.

Petrus greift zum Schwert

Petrus schlägt einem Knecht das Ohr ab.

Jesus stoppt ihn.

Das Reich Gottes wird nicht durch Gewalt aufgebaut.

Verse 57–68 – Der Prozess vor dem Hohen Rat

Jesus wird falsch angeklagt.

Falsche Zeugen widersprechen sich.

Schließlich fragt der Hohepriester:

„Bist du Christus, der Sohn Gottes?“

Jesus bestätigt es.

Daraufhin erklären sie ihn für schuldig.

Die Ironie

Die religiösen Führer verurteilen den einzigen vollkommen Gerechten.

Der sündlose Sohn Gottes wird wie ein Verbrecher behandelt.

Verse 69–75 – Petrus verleugnet Jesus

Petrus sitzt draußen.

Dreimal verleugnet er Jesus.

Dann kräht der Hahn.

Petrus erinnert sich an Jesu Worte und weint bitterlich.

Unterschied zwischen Petrus und Judas

Beide sündigten schwer.

Doch:

  • Judas verhärtete sich

  • Petrus bereute aufrichtig

Das zeigt:
Selbst schweres Versagen kann vergeben werden, wenn echte Buße vorhanden ist.

Geistliche Kernbotschaft

Matthäus 26 zeigt:
Jesus geht bewusst und freiwillig ans Kreuz zur Rettung der Menschen.

Das Kapitel offenbart:

  • die Tiefe der Sünde

  • die Schwachheit des Menschen

  • die Treue Christi

  • die Macht echter Buße

Im Mittelpunkt steht der gehorsame Sohn Gottes, der den Kelch für die Menschheit annimmt.

Verbindungen zu anderen Bibelstellen

Das Passahlamm:

  • 2. Mose 12

  • 1. Korinther 5,7

Der leidende Messias:

  • Jesaja 53

  • Psalm 22

Gethsemane:

  • Hebräer 5,7–9

Praktische Anwendung für heute

Matthäus 26 ruft zu tiefer Selbstprüfung auf.

Man kann:

  • wie Judas äußerlich nahe sein

  • wie Petrus selbstsicher werden

  • wie die Jünger geistlich einschlafen

Doch Christus bleibt treu.

Das Kapitel zeigt:

  • echte Hingabe kostet etwas

  • geistliche Wachsamkeit ist nötig

  • Selbstvertrauen ist gefährlich

  • Buße bringt Wiederherstellung

Vor allem offenbart Matthäus 26 die unbegreifliche Liebe Christi, der freiwillig den Weg zum Kreuz ging.

Wichtige Lektionen und Warnungen

  • Christus ist das wahre Passahlamm.

  • Äußere Religiosität rettet nicht.

  • Liebe zu Geld kann das Herz zerstören.

  • Geistlicher Stolz führt zum Fall.

  • Gebet und Wachsamkeit sind lebenswichtig.

  • Jesus unterwarf sich vollkommen dem Willen des Vaters.

  • Wahre Buße führt zurück zu Gott.

  • Christus ging freiwillig ans Kreuz aus Liebe zur Menschheit.