Tag 1

Du bist gewollt

„Noch ehe ich dich im Mutterleib bildete, habe ich dich erkannt, und bevor du geboren wurdest, habe ich dich geheiligt“

Jeremia 1,5 – „„Noch ehe ich dich im Mutterleib bildete, habe ich dich erkannt, und bevor du geboren wurdest, habe ich dich geheiligt“"

Botschaft

Gott erschrickt nicht über deine Fragen.
Er zieht sich nicht zurück, wenn du zweifelst.
Er kennt jede Unsicherheit, jeden Vergleich, jede stille Träne, die niemand gesehen hat.

Der Gott, der die Sterne erschaffen hat, kennt auch die Kämpfe in deinem Herzen.

In der Bibel sehen wir immer wieder Menschen, die sich klein, unwichtig oder ungeeignet fühlten. Mose dachte, er könne nicht reden. Gideon hielt sich für den Schwächsten seiner Familie. David wurde übersehen. Selbst Jeremia sagte zu Gott:

„Ach, Herr HERR! Siehe, ich kann nicht reden; denn ich bin zu jung“
— Jeremia 1,6

Doch Gott antwortete nie mit Ablehnung.
Er antwortete mit Berufung.

Das zeigt etwas Wichtiges: Gott wartet nicht darauf, dass du dich wertvoll fühlst, bevor er dich liebt. Sein Blick auf dich beginnt nicht bei deinen Gefühlen – sondern bei seiner Wahrheit.

Und seine Wahrheit lautet:
Du bist gewollt.

Anwendung

Sprich diese Woche jeden Morgen bewusst diesen Satz laut aus:

„Ich bin von Gott gewollt und mit Absicht erschaffen“

Lies zusätzlich jeden Tag Psalm 139,13–18 langsam durch.
Nicht schnell. Nicht nebenbei. Sondern bewusst.

Und jedes Mal, wenn du dich vergleichst, halte kurz inne und frage dich:

„Sehe ich mich gerade durch die Augen der Menschen – oder durch die Augen Gottes?“

Gebet

Vater im Himmel, ich komme heute zu dir mit allem, was ich über mich denke und fühle. Du siehst die Momente, in denen ich mich unsicher fühle, in denen ich mich vergleiche oder frage, ob ich wirklich wichtig bin. Du kennst die Gedanken, die ich manchmal nicht einmal ausspreche. Und genau dort sprichst du deine Wahrheit hinein. Danke, dass ich kein Zufall bin. Danke, dass du mich schon gekannt hast, bevor ich überhaupt existiert habe. Danke, dass mein Leben in deinen Händen begonnen hat und nicht in Zufälligkeit. Herr, hilf mir, diese Wahrheit nicht nur zu hören, sondern zu glauben. Erneuere mein Denken, wenn ich wieder anfange, an mir zu zweifeln. Zeig mir, wie du mich siehst. Lass deine Stimme lauter sein als jede andere Stimme in meinem Leben. Und wenn ich mich klein fühle, erinnere mich daran, dass ich von dir gewollt bin. Ich lege meine Unsicherheiten in deine Hände und bitte dich, fülle mein Herz mit deiner Wahrheit. In Jesu Namen, Amen.