Tag 1
Du bist gewollt
13 Denn du hast meine Nieren geschaffen, du wobest mich in meiner Mutter Schoß. 14 Ich danke dir, daß du mich wunderbar gemacht hast; wunderbar sind deine Werke, und meine Seele erkennt das wohl!
Psalmen 139,13-14 – „13 Denn du hast meine Nieren geschaffen, du wobest mich in meiner Mutter Schoß. 14 Ich danke dir, daß du mich wunderbar gemacht hast; wunderbar sind deine Werke, und meine Seele erkennt das wohl!"
Botschaft
Ob ein Mensch sich gewollt fühlt, hängt oft mit Erfahrungen zusammen, die weit zurückreichen können. Vielleicht gab es Menschen, von denen du dir ein klares Ja zu dir gewünscht hättest. Vielleicht kennst du das Gefühl, dich beweisen zu müssen, damit dein Platz gerechtfertigt erscheint. Oder du blickst auf Umstände deiner Lebensgeschichte, die in dir die Frage wecken, ob dein Leben überhaupt so vorgesehen war.
Solche Gedanken können tief reichen, weil sie nicht nur einzelne Eigenschaften betreffen. Es geht nicht darum, ob du etwas gut kannst, ob andere dich mögen oder ob du ihren Erwartungen entsprichst. Es geht um die grundlegendere Frage, ob dein Dasein selbst Bedeutung hat.
Doch menschliche Reaktionen sind kein verlässlicher Maßstab dafür. Menschen können ein Leben ablehnen, übersehen oder gering achten – ohne damit Gottes Urteil darüber zu bestimmen.
Darum führt Psalm 139 deinen Blick weg von der Frage, wer dich gewollt oder nicht gewollt hat, hin zu dem Einen, der bereits um dein Leben wusste, bevor irgendein Mensch darüber urteilen konnte.
Anwendung
Die Wahrheit aus Psalm 139 darf heute in einer bewussten Haltung sichtbar werden. Nicht darin, dass du dich selbst großmachst, sondern darin, dass du Gottes Schöpferwillen ernst nimmst.
Achte darauf, wann du innerlich beginnst, deine Existenz durch Ablehnung, Herkunft oder die Meinung anderer zu bewerten. Halte diesem Gedanken bewusst entgegen: Mein Leben gehört zuerst vor das Urteil meines Schöpfers.
Schreibe Psalm 139,13-14 auf und lies die Verse langsam als persönliche Antwort an Gott. Danke ihm nicht zuerst für das, was du kannst oder erreicht hast, sondern dafür, dass du überhaupt leben darfst.
Behandle auch dich selbst entsprechend dieser Wahrheit. Rede über dein Leben nicht so, als wäre Gottes Werk an dir bedeutungslos.
Gebet
Vater im Himmel, ich danke dir, dass mein Leben vor dir nicht bedeutungslos ist. Du bist mein Schöpfer. Du kanntest mich, bevor andere Menschen etwas über mich sagen, erwarten oder urteilen konnten.
Hilf mir, mein Leben nicht länger danach zu bewerten, wie sehr ich von Menschen gewollt, verstanden oder anerkannt werde. Wo ihre Reaktionen mein Denken über mich geprägt haben, möchte ich ihrem Urteil nicht mehr die höchste Autorität geben.
Lehre mich, Psalm 139 wirklich anzunehmen. Ich möchte dir dafür danken, dass du mich geschaffen hast, und mein Leben als Gabe aus deiner Hand empfangen. Bewahre mich davor, meinen Wert durch Leistung, Nützlichkeit oder Zustimmung beweisen zu wollen.
Herr, ich sage Ja zu dem Leben, das du mir gegeben hast. Hilf mir, verantwortlich und dankbar damit umzugehen und dich als meinen Schöpfer zu ehren.
In Jesu Namen, Amen.
Amen.